Illumination anlässlich des Weltfrühgeborenentages 2018. Foto: Ina Schmolke
Illumination anlässlich des Weltfrühgeborenentages 2018. Foto: Ina Schmolke

Purple for Preemies: Illumination zum Welt-Frühgeborenentag

Am 17. November 2020 wird das Hauptgebäude der Universitäts-Kinderklinik lilafarben illuminiert. Die Aktion geht auf eine Initiative der Elternverbände EFCNI (European Foundation for the Care of Newborn Infants) und des Bundesverbands „Das frühgeborene Kind“ zurück, die damit auf ca. 70.000 Neugeborene aufmerksam machen möchte, die in Deutschland jährlich zu früh, das heißt vor der 37 Schwangerschaftswoche, geboren werden.

350 Frühchen pro Jahr

Ina Schmolke wurde selbst vor mehr als 18 Jahren von der viel zu frühen Geburt ihres Sohnes, der mit einem Gewicht von nur 820 g zur Welt kam, überrascht. Seither engagiert sie sich als 1. Vorsitzende von KIWI e.V., einer Elterninitiative, welche die heutigen Eltern frühgeborener Kinder an der Universitäts-Kinderklinik in Würzburg unterstützt.

Illumination anlässlich des Weltfrühgeborenentages 2018. Foto: Ina Schmolke

Illumination anlässlich des Weltfrühgeborenentages 2018. Foto: Ina Schmolke

„Wir behandeln pro Jahr mehr als 350 zu früh geborene Kinder in unserer Klinik, davon 90 Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm“, erläutert Prof. Dr. Christoph Härtel, Direktor der Universitäts-Kinderklinik. „Frühgeborene Kinder bedürfen in besonderem Maße unserer medizinischen Fürsorge. Um dem gerecht zu werden, ist eine ganzheitliche, familienzentrierte Betreuung unerlässlich. Diese wird durch KIWI seit vielen Jahren vielfältig unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind. KIWI ist allerdings auf die Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, die durch unser gemeinsames, weithin sichtbares Zeichen zum Weltfrühgeborenentag gern angesprochen werden kann“, so Prof. Härtel weiter.

Eine der größten Zentren Bayerns

Das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe an der Uni-Klinik Würzburg gehört zu den drei größten Zentren seiner Art in Bayern. Der Weltfrühgeborenentag soll auch darauf hinweisen, dass die medizinische Forschung für immer bessere Behandlungsmöglichkeiten von Frühgeborenen und deren Langzeitgesundheit sehr wichtig ist. In diesem Sinne engagiert sich die Kinderklinik seit vielen Jahren und nimmt eine tragende Rolle im wissenschaftlichen Verbund des Deutschen Frühgeborenennetzwerks ein.

Missioklinik: Flaggen für Frühchen

Auch die Missio Kinderklinik beteiligt sich: Getreu dem Motto des Aktionstags „Purple for Preemies“ sorgen Flaggen in kräftigem Lila, der symbolischen Farbe des Welt-Frühgeborenen-Tags, schon vor dem Klinikgebäude für Aufmerksamkeit. Im Foyer der Kinderklinik können sich Patienten und Besucher zudem ab heute an bunt gestalteten und interessanten Plakaten über das Thema Frühgeburt informieren.

Lila Flaggen machen vor der Missioklinik auf den Welt-Frühgeborenen-Tag aufmerksam. Foto: Klinikum Würzburg Mitte

Lila Flaggen machen vor der Missioklinik auf den Welt-Frühgeborenen-Tag aufmerksam. Foto: Klinikum Würzburg Mitte

Frühgeborene in der Missio Kinderklinik

Als Perinatalzentrum Level II betreut die Missio Kinderklinik Frühgeborene bereits ab der abgeschlossenen 28. Schwangerschaftswoche. Das ärztliche und pflegerische Team der neonatologischen Intensivstation Panther fördert nicht nur die körperliche und geistige Entwicklung des Babys, sondern auch die Bindung zwischen Eltern und Kind. Die Versorgung von der Schwangerschaft bis über die Entlassung aus der Klinik hinaus erfolgt nach dem sogenannten „SEIF-Konzept“: Sanft, entwicklungsfördernd, individuell, familienorientiert.

Dank moderner Mutter-Kind-Zimmer können Mutter und Baby trotz intensivmedizinischer Behandlung immer zusammen bleiben. Methoden wie Bonding oder Känguruen, die intensiven Körperkontakt ermöglichen, schaffen in ruhiger Atmosphäre die besten Voraussetzungen für den frühzeitigen Aufbau einer innigen Bindung.

Ausgezeichnete Betreuung

Für die besondere Rundumversorgung und die intensive Unterstützung der kleinen Patienten und ihrer Eltern erhielt die Missio Kinderklinik im März dieses Jahres als erstes Krankenhaus in Bayern das renommierte Qualitätssiegel „Babyfreundliche Kinderklinik“. Eine Initiative von WHO und UNICEF zeichnen mit diesem Zertifikat nur Kinderkliniken aus, die den Aufbau und Schutz der Eltern-Kind-Bindung aktiv unterstützen und fördern.

Artikel beruht auf Presseinformationen von Universitätsklinik Würzburg und Missioklinik. 

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