111 Schaufensterpuppen wurden im Rahmen der Ausstellung "It is what it is" vor dem Rathaus aufgestellt. Foto: Lilli Müller
111 Schaufensterpuppen wurden im Rahmen der Ausstellung "It is what it is" vor dem Rathaus aufgestellt. Foto: Lilli Müller

„It is like it is“: Mahnmal zur Coronakrise vor dem Rathaus

Am heutigen Donnerstag findet man vor dem Rathaus eine außergewöhnliche Kunstinstallation vor: 111 maskierte Schaufensterpuppen wurden als Mahnmal zur Coronakrise am Ehrenhof aufgestellt. Die Ausstellung, initiiert von einem Künstler aus Bonn, tourt durch ganz Deutschland und war unter anderem schon in großen deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, Köln und Stuttgart zu sehen.

Corona dominiert die Gedanken

Ein Mahnmal inspiriert von der aktuellen Coronakrise: Die Installation „It is like it is“ soll „das Unfassbare fassbar“ machen. „Schaufensterpuppen, zu Beginn des Jahres noch in den Auslagen der Geschäfte die überbordende Fülle lebensbejahender, bunter Kleidung präsentierend, stehen nun einförmig beieinander, nur noch unterscheidbar in ihrer Körpergröße und umgeben von einer Aura der Hoffnungslosigkeit.“, so eine Presseinformation des Künstlers Dennis Josef Meseg.

 

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Corona-Mahnmal | It is like it is | 2020 in #Berlin am #Reichstag #Stillstand #Gleichheit #beschneidunggrundrechte #Isolation #Distanzierung #stillerprotest #demo sind die Schlagworte zu meiner #Installation von gestern, 02. Mai 2020 am #reichstagsgebäude in #berlincity Installation aus 111 maskierten Schaufensterpuppen in Berlin Datum: Samstag, 02. Mai 2020, ab 10:00 Uhr Titel: It is like it is | Mahnmal zur Coronakrise | 2020 Ein winziges #Virus, tausend Mal dünner als ein menschliches Haar, hat geschafft, wovon die Großen und Mächtigen dieser Welt so gerne träumen: Es beherrscht alle #Gedanken. Ausnahmslos. Niemand, egal aus welcher Bevölkerungsschicht, egal ob Jung oder Alt, kommt in diesen Tagen am Thema „#Corona“ vorbei. Es verfolgt uns rund um die Uhr, bis in den #Traum. Ein tödlicher Equalizer, der die Menschen gleichschaltet und auf nie gekannte Art vereint in ihrer #Angst, ihren #Verlusten, ihrer #Einsamkeit und #Not. Die Installation „It is like it is“ macht das Unfassbare fassbar. #Schaufensterpuppen, zu Beginn des Jahres noch in den Auslagen der Geschäfte die überbordende Fülle lebensbejahender, bunter Kleidung präsentierend, stehen nun einförmig beieinander, nur noch unterscheidbar in ihrer Körpergröße und umgeben von einer Aura der #Hoffnungslosigkeit. Rotweißes Flatterband dokumentiert die unüberwindbare Trennung, die das momentan eingeschränkte Leben und die Beschneidung der Grundrechte aller Menschen mit sich bringen. Eine vertraute Gemeinschaft wird aufgelöst in eine Herde aus Individuen, alle separiert, und ein jeder sich sehnend nach vertrauter Nähe. „It is like it is“ zeigt auf berührende Weise den hohen Stellenwert der Kunst. Schon im Alltag wichtig und wertvoll, ist sie gerade jetzt ein kostbares Element im #Überlebenskampf der #Gesellschaft. Denn sie verbindet, wo keine Verbindung mehr besteht, und sie stärkt unsere Zuversicht, weil sie sichtbar macht, was als gesichtsloser, düsterer Spuk durch unsere Gedanken geistert. Nächste Stationen: #Wolfsburg #Köln #Düsseldorf

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Damit soll ausgedrückt werden, dass Corona die Gedanken aller Menschen dominiert – niemand kommt heutzutage am Thema Corona vorbei. Das rotweiße Flatterband, in das die Mannequins eingewickelt sind, soll hierbei die unüberwindbare Trennung dokumentieren, die die Einschränkungen im alltäglichen Leben mit sich bringt. „Eine vertraute Gemeinschaft wird aufgelöst in eine Herde aus Individuen, alle separiert, und ein jeder sich sehnend nach vertrauter Nähe“, heißt es weiter.

111 Schaufensterpuppen wurden im Rahmen der Ausstellung "It is what it is" vor dem Rathaus aufgestellt. Foto: Lilli Müller

111 Schaufensterpuppen wurden im Rahmen der Ausstellung „It is what it is“ vor dem Rathaus aufgestellt. Foto: Lilli Müller

Für mehr Achtsamkeit

Eine Installation, die zu mehr Achtsamkeit und Wertschätzung mahnen soll. „Mehr Achtsamkeit und Wertschätzung sich selber, seiner Umwelt und seinen Mitmenschen, Familie und Freunden gegenüber. Wir sollten nichts als selbstverständlich nehmen, wahrnehmen wie wertvoll alles um uns herum ist und bedenken, wie schnell sich Alles um uns herum verändern kann.“, so der Künstler.

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