Symbolbild Weihnachtsmarkt Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Weihnachtsmarkt Würzburg. Foto: Pascal Höfig

So soll der Würzburger Weihnachtsmarkt trotzdem stattfinden

Glühwein, Leckereien und Weihnachtsshopping: Für viele Würzburger stellt der Weihnachtsmarkt ein großes Highlight in der Adventszeit dar. Wie bereits befürchtet, ist dieses Jahr aber klar, dass die Vorweihnachtszeit nicht wie gewohnt stattfinden wird, denn die Situation um SARS-CoV-2 hat sich noch nicht entspannt. Ganz ausfallen soll der Weihnachtsmarkt aber nicht: Wie die Main-Post berichtet, soll das Event in abgewandelter Form stattfinden. Die Stadt überlege sich derzeit ein Alternativkonzept und gab in der letzten Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses erste Details bekannt.

Dezentraler und alkoholfreier „Adventsmarkt“

Geplant sei Berichten der Main-Post zufolge, zum einen ein „Adventsmarkt“: Stände würde man demnach ähnlich wie beim diesjährigen „Kiliani-Trostplaster“ nicht nur am Marktplatz finden, sondern dezentral in der Eichhornstraße oder am Vierröhrenbrunnen, um die Besucherströme nicht nur auf einen Platz zu lenken. Hier werde man aber weder Alkohol noch Bühne finden, heißt es.

Weihnachtsshopping auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Weihnachtsshopping 2018 auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Gastronomie am Paradeplatz

Anders am Paradeplatz: Zusätzlich soll hier ein „Würzburger Winterwald“ mit gastronomischem Angebot veranstaltet werden, so die Main-Post weiter. Auch der Ausschank von Glühwein, Glühbier und Feuerzangenbowle soll hier unter der Einhaltung eines Hygienekonzeptes ermöglicht werden. Dieses beinhaltet die üblichen Regelungen in der Gastronomie, wie abgetrennte Bereiche und eine Erfassung der Kontaktdaten aller Gäste. „Trotz allen Bemühungen wird es in der Summe trotz neuer Örtlichkeiten und Wegfalls einer Bühne bei größeren Abständen und größeren Laufwegen insgesamt zu weniger Marktständen in der Innenstadt kommen.“, so eine Mitteilung der Stadt Würzburg.

Kleinere Weihnachtsmärkte abgesagt

Ob die Planungen so umsetzbar sind, werde sich mit der Entwicklung der Coronasituation zeigen. Das kündigte auch Ministerpräsident Markus Söder so an: Wie der BR berichtet sei klar, dass die Weihnachtsmärkte nicht wie gewohnt stattfinden können. Stehe die Corona-Ampel auf rot, sei es laut Söder aber eher unwahrscheinlich, ein vorweihnachtliches Event zu veranstalten.

Andere kleinere Weihnachtsmärkte sind bereits abgesagt worden, so auch in Sommerhausen. Der intime Charakter sei nicht mit den Corona-Bestimmungen vereinbar, sodass man sich schweren Herzens zu einer vorzeitigen Absage entschied.

Christkindlesmarkt soll stattfinden

In Schweinfurt arbeite man ähnlich wie in Würzburg, an einer Alternative des Weihnachtsmarktes mit einem dezentralen Konzept – Hygienebestimmungen inklusive.

Der Weihnachtsmarkt in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Der Weihnachtsmarkt in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Wie nordbayern.de berichtet, soll auch der berühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg stattfinden: Buden und Fahrgeschäfte sollen demnach ebenfalls dezentral in der Innenstadt verteilt werden. An den Ständen herrscht außerdem Maskenpflicht und ein Einbahnsystem soll Besucher sicher durch den Markt leiten. Ähnlich wie in Würzburg werde es auch hier einen abgegrenzten gastronomischen Bereich geben, in dem kontrolliert ein Ausschank von alkoholischen Getränken möglich sei. Auch für den kulinarischen Genuss hat man sich hier bereits etwas überlegt: Essensstände werden an den Rand verlegt, um ein sicheres Essen ohne Maske abseits der Masse zu ermöglichen.

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