Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig
Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig

Warnstreiks am 19. Oktober vor dem Rathaus Würzburg

Am Montag, dem 19.10.2020 finden flächendeckende Warnstreiks in Bayern statt, um den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen und vor dem voraussichtlich letzten und entscheidenden Verhandlungstermin am 22./ 23.10. die Arbeitgeber zu konstruktiven Verhandlungen zu zwingen.

Rathaus symbolisch umstellt

Von daher werden sich auch in Würzburg unterschiedliche Einrichtungen, Betriebe und Dienststellen mit Arbeitsniederlegungen beteiligen. Die Streikenden werden sich ab 11:00 Uhr am Rathaus treffen und dieses symbolisch umstellen. Dieses Ziel wurde bewusst ausgewählt, um dem berufsmäßigen Stadtrat Wolfgang Kleiner, der gleichzeitig Werkleiter der Stadtreiniger ist und als Funktionär für den kommunalen Arbeitgeberverband tätig ist, ein Zeichen zu setzen.

An diesem Tag sind zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen:

  • Stadt Würzburg – die Stadtreiniger,
  • Stadt Würzburg – Entwässerungsbetrieb,
  • Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH,
  • Stadtwerke Würzburg AG,
  • Mainfranken Netze GmbH,
  • Trinkwasserversorgung,
  • Würzburger Hafen,
  • Würzburger Straßenbahn GmbH ohne Fahrpersonal,
  • Bundeswehrdienstleistungszentrum Veitshöchheim,
  • Sparkasse Mainfranken

Die Klinik Kitzinger Land ist zum Warnstreik in der Zeit von 06:00-22:15 Uhr aufgerufen.

Auch in Tarifverhandlungen dazu stehen

„Wer einerseits die Beschäftigten lobe und sich für ihren Einsatz im Rahmen der Pandemie bedanke, müsste auch in den Tarifverhandlungen dazu stehen“, erklärt der Geschäftsführer Gerald Burkard von ver.di Würzburg-Aschaffenburg. „Die Beschäftigten haben bis jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden ernsthaft an Lösungen interessiert waren. Sie haben vielmehr das Gefühl, sie sollen jetzt für die Folgekosten aufkommen.“

ver.di fordert unverändert vom Bund und den Kommunen (VKA):

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich.
  • Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich.
  • Laufzeit zwölf Monate.
  • Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

Müllabfuhr eingeschränkt

Die Abfalldienste der Stadtreiniger können laut einer Pressemitteilung der Stadt durch den Warnstreik die Müllabfuhr voraussichtlich nicht entsprechend dem Abfallkalender durchführen. Ferner existiert ein Notdienst im Bereich der Containerabfuhr, der die Entsorgung im Klinikbereich und in Pflegeheimen sicherstellt, so die Presseinformation weiter. Die durch den Warnstreik nicht gekehrten Straßenzüge in den einzelnen Stadtteilen werden demnach in den nächsten Tage nachgeholt, wenn möglich.

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung von ver.di Bezirk Würzburg/Aschaffenburg.

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