Das Würzburger Rathaus. Foto: Pascal Höfig
Das Würzburger Rathaus. Foto: Pascal Höfig

Darum müssen Sachbearbeiter im Rathaus keine Maske tragen

Seit nun knapp einem halben Jahr gilt die Maskenpflicht in Bayern und noch immer werden die Regelungen viel diskutiert – zum Beispiel die, die für Sachbearbeiter im Würzburger Bürgerbüro gelten: Derzeit kursiert ein Foto eines Schildes aus dem Rathaus in den sozialen Medien, das darauf hinweist, dass die Mitarbeiter dort von der Maskenpflicht befreit sind.

Einschränkung beim Arbeiten

„Da wir durch das ständige Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung die Sachbearbeitung nur eingeschränkt durchführen können, sind wir davon befreit“, so der Hinweis. „Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie wünschen, dass ich während Ihrer Vorsprache eine Mund-Nasen-Bedeckung trage“, heißt es weiter  im Text auf dem Foto, das auch von der Community unter ein Facebookposting geteilt wurde. Hierzu zeigten die Kommentatoren außerdem kein Verständnis: Wenn die Sachbearbeiter mit Maske nicht ordentlich arbeiten können, sollen auch die Schüler keine tragen, so ein Kommentar.

Ein Hinweisschild im Rathaus deutet darauf hin, dass die Sachbearbeiter von der Maskenpflicht befreit sind. Foto: Würzburg erleben

Ein Hinweisschild im Rathaus deutet darauf hin, dass die Sachbearbeiter von der Maskenpflicht befreit sind. Foto: Würzburg erleben

Von der Maskenpflicht seien sie allerdings nicht ohne Grund befreit: Wie die Main-Post berichtet, gebe es transparente Schutzwände zwischen Kunden und Sachbearbeitern, womit ein „zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist“.

Auch im Supermarkt

Möglich macht dies außerdem die bayerische Infektionsschutzverordnung, so die Stadt gegenüber der Main-Post Redaktion. Problematisch sei eine Mund-Nasen-Bedeckung außerdem bei der nonverbalen Kommunikation: Vor allem in Hinblick auf Hörgeschädigte stelle die Maske eine Barriere dar, heißt es weiter.

Normal sei diese Regelung schon seit einigen Monaten im Supermarkt: Bereits in der Kabinettssitzung von 16. Juni wurde festgelegt, dass Mitarbeiter von Ladengeschäften oder an Rezeptionen nicht zwingend eine Maske tragen müssen, wenn sie durch eine transparente Scheibe zuverlässig geschützt sind. Vergleichbar sei das also nicht mit der Situation in der Schule: Die Klassenzimmer sind derzeit nicht mit Plexiglasscheiben o.ä. ausgestattet, weshalb die Maßnahmen anlässlich des erhöhten Inzidenzwertes in Würzburg auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht beinhalteten. Diese Regelung wurde erst kürzlich aufgehoben.

- ANZEIGE -