Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig
Ver.di Warnstreik. Symbolfoto: Pascal Höfig

Warnstreik am 29. September: Busverkehr betroffen

Achtung an alle Fahrgäste im ÖPNV: Wie bereits am vergangenen Freitag geschehen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am morgigen Dienstag, 29. September 2020, erneut zu Warnstreiks auf. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst ist noch kein Angebot vonseiten der Arbeitgeber zustande gekommen.

Omnibusse stehen still

Wie die WVV auf Facebook mitteilt, berührt der Warnstreik im Raum Würzburg ausschließlich den Omnibusverkehr. Dazu zählen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NVG, einer Tochtergesellschaft der WVV. Dem Posting zufolge sind die Straßenbahnen nach regulärem Fahrplan unterwegs. Wer also auf den Bus angewiesen ist, sollte sich für diesen Tag schon mal eine Alternative organisieren. Die Landkreislinien sind Informationen der APG nach nicht vom Streik betroffen.

Eingeschränkte Abfallentsorgung und Straßenreinigung

Neben den Beschäftigten im Busverkehr sind auch die Stadtreiniger am morgigen Dienstag zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg zufolge hat dies Auswirkungen auf die Müllabfuhr: Es wird morgen lediglich der Papiermüll in der Altstadt abgeholt. Außerdem soll demzufolge die Abfallentsorgung der Kliniken und Pflegeheime durch einen Notdienst sichergestellt werden. Alle weiteren Abfallbehältnisse würden in den kommenden Tagen geleert. Zudem sind die Straßenreiniger außerhalb der Innenstadt nur punktuell unterwegs.

Forderung nach Wertschätzung

Hintergrund der anhaltenden Streiks sind die laufenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: Diese starteten zum 01. September, nachdem der vorher gültige Tarifvertrag von 2018 gekündigt worden war. Seitdem sind die Verhandlungen jedoch ins Stocken geraten. Der Kreisverband Würzburg des Deutschen Gewerkschaftsbundes forderte daher Stadt und Landkreis Würzburg in einer Pressemitteilung zu mehr Wertschätzung auf: „Vor wenigen Monaten noch waren die Kolleginnen und Kollegen des Öffentlichen Dienstes z.B. in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, in den Gesundheitsämtern und Verwaltungen, im ÖPNV und bei den Stadtwerken ‚Helden‘ und wurden von Politik und Öffentlichkeit gefeiert und beklatscht“, so stellvertretend Kreisvorsitzende Karin Dauer.

Die Linke fordert Reaktion im Rathaus

Davon sei in der laufenden Tarifrunde jedoch leider nichts mehr zu spüren, meint die DGB-Kreisvorsitzende weiter. In dieselbe Kerbe schlägt die Stadtratsfraktion der Linken in ihrer Pressemitteilung: Sie fordert im Hinblick auf die wieder steigenden Infektionszahlen in den kalten Wintermonaten einen raschen Abschluss. Laut Stadträtin Anna-Maria Dürr wäre nämlich ein guter Tarifabschluss in Zeiten der Krise echte Wertschätzung. Um das zu erreichen, verweist die Stadtratsfraktion auf die Stadt Schweinfurt: Dort hatten unterschiedliche Fraktionen – darunter auch CSU und Freie Wähler – einen entsprechenden Appell an Oberbürgermeister Sebastian Remelé gerichtet.

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