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Olli bei einer Übung. Foto: Carolin B.
Olli bei einer Übung. Foto: Carolin B.

Jonglage und Calisthenics: Olli über seine sportliche Leidenschaft

Olli ist nicht nur Masseur und medizinischer Bademeister, sondern auch ehemaliges „Zirkuskind“. Der angehende Physiotherapeut entwickelte früh die Leidenschaft für das Jonglieren und war auch sonst begeistert von körperlicher Aktivität. So kam neben dem Jonglieren die Leidenschaft für das Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht („Calisthenics“) hinzu. Seine Fortschritte hielt er dabei auf Videos oder Fotos fest, woraus sich eine weitere Begeisterung entwickelte. Was Olli in Zukunft vorhat, wie er zum Jonglieren kam und wo er Calisthenics in Würzburg betreibt, verrät er uns im Interview.

Anfänge und Jonglieren

Würzburg erleben (WE): Hallo Olli, stell dich einmal kurz vor: Woher kommst du und was machst du?
Olli: Hey, ich bin Olli, 27 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem schönen Tübingen. Ich bin vor sechs Jahren für die Masseur- und medizinischer Bademeister-Ausbildung nach Würzburg gezogen. Demnächst arbeite ich wieder in einer Physiotherapie Praxis in Veitshöchheim. Ansonsten jongliere ich ziemlich oft und übe mich viel im Handstand oder der Sportart Calisthenics.

WE: Zum Jonglieren kamst du durch deinen Onkel, was hat ihn mit dem Jonglieren verbunden?
Olli: Genau, mein Onkel hat mich damit begeistert und angesteckt. Er traf mit etwa 14 Jahren auf eine Jonglier Gruppe in Tübingen und seit dem begleitet es ihn durchs Leben, mal mehr mal weniger intensiv. Schon an meiner Taufe (wie ich von Bildern entnehmen konnte) , hat er sich uns zum Publikum gemacht. Später als ich größer war, verbrachten wir viel Zeit. Gemeinsam übten wir akrobatische Figuren oder jonglierten viel. Auch für kleinere Auftritte bei Familienfeiern und ähnliches probten wir kleinere Kunststücke und Choreographien.

Olli beim Jonglieren. Foto: Carolin B.

Olli beim Jonglieren. Foto: Carolin B.

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WE: Was hat dich daran so fasziniert und wann hast du begonnen zu jonglieren?
Olli: Ich war schon immer ein eher ruheloses Kind und meine Mutti steckte mich früh in den Kinder- und Jugendzirkus „Zambaioni“ in Tübingen. Da war ich etwa 13 Jahre alt. Natürlich habe ich dort weiter jongliert, aber mich auch in der Akrobatik, auf dem Einrad und mit dem Diabolo ausprobiert. Am jonglieren fasziniert mich die Vielfalt der Möglichkeiten, ob mit Bällen, Ringen oder Keulen der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Außerdem kann man es überall und wunderbar alleine machen, aber wirklich toll ist es in einer Gruppe, man kann sich austauschen und sich in der Partnerjonglage ausprobieren. Am liebsten jongliere ich zu Musik, da kann man einfach abtauchen und den Kopf leeren.

WE: Blieb das Jonglieren bloß ein Hobby oder bist du das Ganze professioneller angegangen?
Olli: Also heute kann ich sagen, dass ganze blieb nur ein Hobby. Im Zirkus war ich zwei Jahre und dann befasste ich mich gar nicht mehr damit, erst im Winter 2019, fing ich wieder an, täglich und viel zu jonglieren.

Jetzt mache ich hin und wieder Videos auf Instagram, mit neu erlernten Mustern oder kleineren Projekten. Wie beispielsweise „Juggling 2020 Würzburg“, ein kleines DIY Projekt mit Bällen, Fahrrad und Kamera umgesetzt, aber ich bin kein professioneller Artist oder Filmemacher. Ich habe einfach Spaß mich an Dingen auszuprobieren und es ist eine tolle Beschäftigung neben Beruf und Alltag und super für die Koordination.

 

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Calisthenics und Videoproduktion

WE: Auf deinem IG-Account finden sich viele Fotos und Videos vom Jonglieren oder du, wenn du in sportlicher Aktion bist. Wer produziert und schneidet deine Videos?
Olli: Ja, mittlerweile hat sich da ganz schön was angesammelt. Ich mache eigentlich alles selbst, Videoschnitt, Filmen oder Fotografieren. Gerne geh ich aber auch mit einer Freundin Bilder machen, die das ganze etwas professioneller betreibt. Von ihr sind die Bilder hier.

Dadurch das ich schon früher gerne Videos vom Parkour und Freerunning gemacht hatte oder viel fotografiert habe, dachte ich mir, warum das alles nicht zusammenführen, und so entstand mein Instagram Kanal, mit dem ich nun meiner Kreativität freien Lauf lassen und mich mit anderen Gleichgesinnten connecten kann.

WE: Neben dem Jonglieren übst du auch „Calisthenics“ aus: wie kam es dazu und was genau macht man dabei?
Olli: Genau, man kann auch sagen, ich trainiere mit dem eigenen Körpergewicht. Das klingt weniger verwirrend. Calisthenics kommt von „kalos sthenos“ , das ist griechisch und bedeutet „schöne Kraft“. Man versucht dabei seinen Körper so zu kontrollieren, dass es so scheint, als wäre die Schwerkraft ausgeschaltet, sehr faszinierend. Wie z. B. der Back lever oder Front lever, bei dem man sich an einer Stange oder an Ringen festhält und seinen Körper in die Waagerechte bringt.

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Aber ich bin noch ganz frisch dabei, der Handstand hat es mir am meisten angetan. Danach bin ich buchstäblich süchtig. Angefangen hab ich im November 2019, als ich im Internet nach Calisthenics Würzburg googelte, und dabei auf Chris, besser bekannt als Calipanda, stieß. Ich fand seine Instagramseite und sah, dass er auch Personaltrainings anbot. So kamen wir beide in Kontakt und jetzt lerne ich nach und nach die Jungs und Mädels von CaliWü kennen, die sich immer über neue begeisterte Sportler freuen. Man trifft sich einfach am Main, trainiert und hat eine gute Zeit gemeinsam. Also kommt vorbei und probiert euch aus!

Olli bei einer Calisthenics Übung. Foto: Carolin B.

Olli beim Handstand. Foto: Carolin B.

Ziele und Zukunftsaussichten

WE: Neben dem IG-Account hast du auch noch einen Youtube-Account. Was für eine Rolle spielen Social-Media-Kanäle für dich? Verfolgst du ein persönliches Ziel mit deinem Content?
Olli: Ihr habt gut recherchiert. Das ist richtig, dort poste ich aber nicht regelmäßig. Hauptsächlich, findet man mich bei Instagram. Damit möchte ich mich selbst und vielleicht auch andere motivieren etwas zu machen und zu finden was einem Spaß macht. Egal was es ist.

Social Media ist für mich ein tolles Hilfsmittel, um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen, zu inspirieren oder auszutauschen. Außerdem hilft es mir auch in der Englischen Sprache etwas sicherer zu werden. Einfach eine geile Community, auch abseits von dem ganzen Social Media Zeug, vor allem in der echten Welt.

WE: Was wünschst du dir für die Zukunft, sowohl für deine anstehende Ausbildung als auch die Videoproduktion und das Jonglieren?
Olli: Spaß im Beruf, tolle Menschen und Zeit für die Umsetzung neuer Ideen. Ich möchte nächstes Jahr meinen Physio beginnen und mal gucken was sonst so kommt.

Den Handstand Press oder auch Schweizer Handstand genannt, den will ich eines Tages unbedingt schaffen. Außerdem, möchte ich in der 5-Ball-Jonglage sicherer werden. Also dranbleiben.

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