Foto: Gartenamt/Katharina Lampert
Neupflanzung von zwei Zürgelbäumen und einer Gold-Eiche auf der wiedergewonnenen Ringparkfläche. Foto: Gartenamt/Katharina Lampert

Aufwertung des Ringparks am Bahnhofsvorplatz abgeschlossen

Jahrzehntelang war der östlich gelegene Teil des Ringparks durch Pavillonbauten vom Bahnhofsvorplatz abgeschnitten. Zudem entwickelte sich der zwischen den Pavillons und dem Ringpark gelegene Bereich zu einer vermüllten „Freilufttoilette“. Mit Abriss der Pavillons sollte die Fläche des Ringparks im Bereich des Bahnhofsvorplatzes vergrößert und aufgewertet werden. Nun hat das Gartenamt dieses Vorhaben abgeschlossen.

Wenig Veränderung nach Abriss der Pavillons

Bereits im Frühling 2017 war der Abbruch der Pavillonbauten vonstattengegangen. Damit wurde der Ringpark wieder erlebbar. An der Vermüllung der Fläche hatte sich jedoch wenig geändert. Die nun freiliegende Böschung zum Ringpark mit ausgewachsenen und wenig attraktiven Sträuchern durchzogen recht schnell eine Vielzahl an Trampelpfaden und Erosionsrinnen. Darüber hinaus prägten zahlreiche wild abgestellte Fahrräder die Szenerie.

Ringpark Fläche zurückgegeben

In einem ersten Schritt hat das Gartenamt im Herbst einen Teilbereich der ehemaligen Pavillonstandorte bis zum ursprünglichen Ringparkniveau aufschütten lassen. Damit wurde dem Ringpark erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg Fläche zurückgegeben. Demgegenüber steht der große Flächenverlust in der Nachkriegszeit, insbesondere im Bereich Berliner Ring, Haugerring, Busbahnhof und Röntgenring.

Attraktive Böschungsbepflanzung mit Rosen und Lampenputzergräsern. Foto: Gartenamt/Katharina Lampert

Attraktive Böschungsbepflanzung mit Rosen und Lampenputzergräsern. Foto: Gartenamt/Katharina Lampert

Gold-Eiche und Rosen für neue Fläche

Auf der für den Ringpark zurückgewonnenen Fläche pflanzte das Gartenamt als räumliche Fassung zum stark befahrenen Haugerring drei neue Bäume: eine Gold-Eiche und zwei Zürgelbäume. Projektleiterin Friederike Reiser-Dobler betont, dass in diesem Bereich des Ringparks eine Gold-Eiche verbürgt sei, wie aus einer handschriftlichen Aufzeichnung des Regierungsbaurates Scheitel aus dem Jahre 1929 hervorgehe.

Charakteristisch für die Gold-Eiche sind ihr leuchtend gelber Blattaustrieb und ihre Herbstfärbung. Gerahmt wird die Gold-Eiche von den Zürgelbäumen. Diese aus Südeuropa stammenden Gewächse haben sich als besonders stadtklimaverträglich erwiesen. Sie sind Bestandteil des gemeinsamen Forschungsprojektes Stadtgrün 2021 der Bayerischen Landesanstalt für Wein und Gartenbau in Veitshöchheim mit dem Gartenamt Würzburg. Dieses hat die neu geschaffene Böschung zum Ringpark üppig mit Rosen, Gräsern und Bergenien bepflanzt. Die Rosen verwandelten die Pflanzung in den zurückliegenden Wochen in ein „rotes Blütenmeer“.

Rosenblüte am Bahnhofsvorplatz: Im Hintergrund befindet sich der DenkOrt Deportation. Foto: Gartenamt/Alexander Liebler

Rosenblüte am Bahnhofsvorplatz: Im Hintergrund befindet sich der DenkOrt Deportation. Foto: Gartenamt/Alexander Liebler

Einbettung des DenkOrtes

Bürgermeister Martin Heilig sieht in der Vergrößerung und Neubepflanzung des Ringparks im Bereich Bahnhofsquelle „einen ersten wichtigen Schritt zur Aufwertung und Begrünung des Bahnhofsvorplatzes“. Mit der Einbettung des DenkOrtes an der Stelle des den Abrissplänen zum Opfer gefallenen ehemaligen Cafés zum schönen René bot sich nun die Chance einer Aufwertung und Erweiterung des angrenzenden Ringparkes, was aus Sicht von Oberbürgermeister Christian Schuchardt auch gelang: „Dieses harmonische Umfeld erlaubt es, sich selbst an einer so belebten Verkehrsdrehscheibe kurz zurückzuziehen. Hier kann man sich über die NS-Verbrechen in unserer Stadt informieren und den Opfern gedenken.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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