Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig
Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig

Das ist für Euch typisch „Würzburg-fränkisch“

„A weng Fränggisch“ hat noch niemandem geschadet! Auch in Würzburg hört man nicht selten „Des is fei schö bei uns, des kannsd mir fei gläb!“ Das ist auch kein Wunder – Würzburg ist mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Ausflugsziel in Bayern. Was einem sofort auffällt, wenn man hier ankommt – der fränggische Dialekt. Doch das ist nicht das einzige fränkische, was man hier vorfindet. Wir haben Euch gefragt, was denn für Euch typisch Würzburg-fränkisch ist. In unserem Artikel haben wir anhand der Kommentare zusammengefasst, was genau Ihr mit Franken verbindet und was für Euch die Kultur, den Charme und das Leben in Franken ausmacht.

Fränggisches Essen

„Schäufele, Bratwurscht, Kloß mit Soß!“, antwortete Florian sofort. Wer liebt es nicht? Das wunderbare herzhafte Essen in Franken! Auch Sue ist dieser Meinung und bezeichnet „Blaue Zipfel“ als typisch fränkisch. Mario meinte hingegen, „Sauerbrate mit Klös“ sind für ihn das Wahre in Franken! Und für Cat sind es „Gegniggde!“ Doch nicht nur Fleisch ist hier in Würzburg berühmt, auch der Fisch. Ursula antwortete mit „Meefischli!“ auf unsere Frage nach etwas typisch Würzburg-fränkischem! Meefischli sind kleine frittierte Fische aus dem Main und eine wahre Spezialität hier in der Gegend.

Unsere besten Locations für Fisch

Traditionell dürfen die kleinen Fische nicht größer als der kleine Finger der Statue des Heiligen Kilian auf der Würzburger Mainbrücke sein! Kulinarisch hat Würzburg und Franken demnach einiges zu bieten!

Wein, Wein, Wein…

Was wäre Würzburg und Franken nur ohne den Wein? Schon an der Landschaft erkennt man, worauf Franken hier seinen Schwerpunkt gesetzt hat. Überall Weinberge, wohin das Auge reicht! Diese sind nicht nur schön, sondern bringen jährlich sehr köstlichen Wein hervor. Irmgard ist der gleichen Meinung „Frankenwein, Weinfeste, fränkische Dörfer, Geselligkeit, Frühschoppen, Weinberge, der Mee usw.“ Hier kann man gut heraushören, wo denn die Präferenzen liegen – beim Wein!

Auch Ulrike schließt sich dem an und empfindet „Brückenschoppen“ als typisch Würzburg-fränkisch. Kaum ein Tourist geht nach Würzburg, ohne auch nur einmal den Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke mit traumhafter Aussicht auf die Festung zu genießen. Für Annette sind „Bocksbeutel“ typisch. Dabei ist sie nicht allein – so waren viele weitere von Euch der gleichen Meinung. Nach dem Lieblingsgetränk der Franken muss man also nicht mehr fragen – das ist ganz klar der Wein!

Herrliche Abendstimmung bei der Würzburger Weinparade. Foto: Pascal Höfig

Herrliche Abendstimmung bei der Würzburger Weinparade. Foto: Pascal Höfig

Die „Grammadig“

So wie zu Würzburg die Festung gehört, so gehört auch der fränggische Dialekt zu Franken. Der Klassiker ist das berühmte Füllwort „Fei“ – wie Oliver meint. So hat dieses Wort schon so einigen Zugezogenen oder Touristen verwirrt. Die meisten Franken benutzen es intuitiv, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Der Ursprung kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischen „finis“ für „Ende“ und kam über das französische „fin“ im zwölften Jahrhundert in den Süden Deutschland.

Eure besten typisch fränkischen Wörter

Früher bedeutete es „in etwa“ oder „endlich“. Benutzen tut man es unterschiedlich „Des war fei schee!“ oder „Des ist fei verboten“. Genauso gehört das Wort „gell“ zum Fränkischen und stellt eine Art Bekräftigung der Aussage dar, gell? Auch das „hadde D“, das „hadde B“ und das „hadde G“ gehören zur Grammadig! Eine weitere Eigenheit des Dialekts, meint Torsten, ist: „Ich würd mal sage, dass die Franke einfach en Buchstabe weg lasse.“ Diesen Abschnitt beenden wir mit Florians Kommentar „bassd scho. Noch Fraachn?

Die fränggische Laune

Schon so einige Zugezogene belächeln immer wieder die angebliche fränkische Laune. So sollen Franken stur und oft schlecht gelaunt sein. Auch Frank meint, dass Franken „stur wie Ochsen.“ seien. Auf unsere Frage, was denn für Euch typisch Würzburg-fränkisch ist, antwortete Tanja: „… dass einem e solche Frache midsamd der Andword dodal wurschdegal is.“ (dass einem eine solche Frage mit der Antwort total egal ist). Hier kann man ebenfalls gewisse fränkische Charakterzüge herauslesen. Ein kleines Wortspiel leistete sich auch Alex mit „Der gemeine Franke“. So kann man diese Aussage auch zweideutig verstehen. Insgesamt ist die fränkische Laune immer wieder Thema und sorgt aber trotzdem oft für Schmunzeln!

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