Der Sonnenmonat Juli bringt ein Hoch an Sonnenstunden mit sich! Foto: Dominik Ziegler
Der Sonnenmonat Juli bringt ein Hoch an Sonnenstunden mit sich! Foto: Dominik Ziegler

Hitze – Vorsorge und Selbsthilfe: Tipps für heiße Tage

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein – das Wetter zeigt sich aktuell von seiner sonnigsten Seite. Für die nächsten Tage werden Temperaturen über 30 Grad erwartet. Doch dies kann, unabhängig von der damit einhergehenden Trockenheit auch noch andere Schattenseiten haben.

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So starben im Sommer 2003 Schätzungen zufolge alleine in Frankreich rund 11.500 Menschen in Folge der hohen Temperaturen. In Deutschland waren es etwa 3.500 Menschen. Besonders Ältere und Kranke, aber auch Säuglinge und Kleinkinder sind bei langanhaltenden Hitzeperioden gefährdet.

1.800 Sonnenstunden im Jahr 2019

Das vergangene Jahr war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zusammen mit 2014 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Mit etwa 1.800 Sonnenstunden lag 2019 auch in diesen seit 1951 durchgeführten Messungen deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert.

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Klettert das Thermometer über 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Aber allein das Thermometer sagt noch nichts über die Wärmebelastung aus. Sie wird mittels der sogenannten gefühlten Temperatur bewertet. Diese Größe berücksichtigt alle Faktoren, die den menschlichen Wärmehaushalt bestimmen.

Tricks für schwüle Temperaturen

Bei warmen Temperaturen, schwachem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit, spricht man von Schwüle. Viele Menschen empfinden große Schwülewerte als extrem unbehaglich, weil die natürlichen Anpassungsvorgänge des Organismus oft nicht ausreichen, um z.B. durch Schweißverdunstung dem Körper Wärme zu entziehen und damit abzukühlen.

Orte, die man bei Hitze meiden sollte

Aber kleine Tricks helfen, um auch besonders heiße Tage gut zu überstehen:

  • tragen Sie möglichst lockere Kleidung
  • trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte
  • vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol
  • nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich
  • decken Sie Ihren Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel
  • vermeiden Sie körperliche Anstrengungen

Außergewöhnliche Tipps gegen Hitze

  • suchen Sie Schatten auf
  • tragen Sie in der Sonne stets eine Kopfbedeckung
  • legen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden
  • sorgen Sie für ausreichende Getränkevorräte
  • gehen Sie sparsam mit Brauchwasser um

Auf Alarmzeichen achten

Achten Sie auch auf die Alarmzeichen, die der Körper sendet. Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche und Schlaflosigkeit oder bei Anzeichen für Austrocknung rufen Sie umgehend einen Arzt.

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Entdecken Sie diese Anzeichen bei Ihren Mitmenschen, begleiten Sie die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort. Auch ein Glas ungekühltes Mineralwasser hilft bei Überhitzung.

Starke Wärmebelastung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Warnkriterien für amtliche Hitzewarnungen entwickelt. Dabei wird zwischen starker Wärmebelastung und extremer Wärmebelastung unterschieden.

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Wetterlage, die meist über mehrere Tage hohe Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung und intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung aufweist. Die gefühlte Temperatur* liegt über etwa 32°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Extreme Wärmebelastung

Wetterlage, die meist über einen längeren Zeitraum extreme Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung, intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung und eine geringe nächtliche Abkühlung aufweist. Die gefühlte Temperatur* liegt über etwa 38°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

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