Die neue Padelarena kommt mit gemütlichem Flair daher und erinnert an seinen Status als südeuropäische Trendsportart. Foto: Rainer Maiores
Die neue Padelarena kommt mit gemütlichem Flair daher und erinnert an seinen Status als südeuropäische Trendsportart. Foto: Rainer Maiores

Trendsport: Padelarena ab August in Würzburg

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Trend-Sportart. Padel-Tennis feiert in Spanien und in Italien schon seit längerem einen Siegeszug durch die dortige Sportlandschaft. In Spanien ist es mit drei Millionen aktiven Spielern bereits eine der beliebtesten Sportarten nach Fußball. Hierzulande ist die Sportart noch nicht allen ein Begriff – doch die Eröffnung einer Padel-Tennis-Anlage im Würzburger Stadtteil Rottenbauer am 03. August könnte das ändern.

Was genau ist Pádel?

Pádel ist die spanische Übersetzung des Wortes Paddle, das sich wiederum vom Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA praktizierten Paddle-Tennis ableitet – ein Spiel mit einem aus Holz gefertigten Schläger ähnlich einem Kanupaddel. Pádel wurde daher auch im Englischen zur besseren Unterscheidung vom Paddle-Tennis als Bezeichnung gewählt, im deutschen Sprachgebrauch ist die Verwendung Padel-Tennis üblich. Auch wenn sich der Name der Sportart ursprünglich vom gewöhnlichen Paddel herleitet, hat Padel-Tennis mit Kanu- oder Kajakfahren noch weniger zu tun als Football mit Fußball. Das Spiel selbst kann als eine Mischung aus Tennis und Squash beschrieben werden, in dem Taktik, Positionsspiel und Finesse wichtiger sind als reine Kraft. Die wichtigsten Regeln gibt’s hier im Video:

Einen Punktgewinn erhält der Gegner bei zweimaligem Bodenkontakt in der eigenen Hälfte oder, wenn der Padelball direkt in der gegnerischen Spielhälfte gegen die Wand gespielt wird, ohne zuvor auf dem Boden aufzukommen. Und natürlich, wenn der Ball ins Netz gespielt wird – klingt einfach und spaßig, oder?

Verbindungen zu anderen Sportarten

Padel-Tennis ist die aktuell am stärksten wachsende Sportart weltweit. Vom Squash hat Pádel den Ball und die Umrandung aus festem Material übernommen, vom Tennis das Netz in der Mitte und die Schläger. Die Pádel-Schläger zeichnet jedoch keine Bespannung wie beim Tennisschläger aus, sondern eine Schaumstoffkonstruktion. Der Aufschlag ist ähnlich wie beim Badminton den Regeln nach unterhalb der Hüfte auszuführen. Das gesamte Spielfeld wird in das Match mit einbezogen, so dass sich unterschiedliche Taktiken ergeben, wie man die Kunststoffglaswände am besten in sein Spiel integriert. Pádel wird außerdem ausschließlich im Doppel gespielt.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Für das Spiel ist ein spezieller Schläger (Racket) notwendig, der eine Schlagfläche aus Kunststoff mit vielen Löchern besitzt. Als Spielgerät eignen sich tennisballähnliche Bälle oder Squashbälle. Das Gleiche gilt fürs Schuhwerk: Schuhe, wie man sie zum Tennis oder Squash trägt, sind am besten. Als Bekleidung reicht einfache Sportkleidung aus, aber auch hier kann man sich am Tennis orientieren. Praktisch ist außerdem noch ein Rucksack für die Ausrüstung wie Bälle, den Padelschläger und Zubehör in Form von Protektoren, Griffbänder oder Handtücher. Natürlich eine Trinkflasche nicht vergessen, denn Pádel ist trotz geringer körperlicher Anforderungen ein effektives Workout.

Im Doppel aktiv: Die Padelarena schließt direkt an das Tennisgelände vom TSV Rottenbauer an. Fotos: Rainer Maiores

Das Sportgelände von Rottenbauer: Rechts im Bild befindet sich die Padelarena.

Auch bei Dunkelheit kann man sich dank der Flutlichtanlage einen heißen Tanz liefern.

Padel-Tennis auf Tennisanlage des TSV Rottenbauer

Pádel konnte man in Würzburg schon etwas länger spielen: Wer schon mal im Soccerpark auf der Grombühler Höh’/Oberdürrbacher Straße kicken war, hat vielleicht auch den großen Plexiglaskasten im Bereich der Anmeldung und Umkleidekabinen bemerkt. In liebevoller Arbeit ist nun aber ein professionelles Pádel-Spielfeld in Würzburg entstanden und hat auf der Tennisanlage des TSV Rottenbauer (Lindflurer Straße 10) eine neue Heimat gefunden. Die Platzmiete beträgt für eine Stunde insgesamt 20 Euro für vier Personen. Schläger müssen nicht extra mitgebracht werden, sie werden kostenlos gestellt. Informationen zur Buchung – das Buchungssystem geht ab 03. August 2020 online – finden sich auf der Webseite.

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