Spektakuläre Anlieferung: Die sogenannte „Scan Unit“ wurde Ende Juni von einem mobilen Kran direkt auf den dafür vorgesehenen Platz vor der Notaufnahme der KWM-Missioklinik gehoben. Foto: Klinikum Würzburg Mitte
Spektakuläre Anlieferung: Die sogenannte „Scan Unit“ wurde Ende Juni von einem mobilen Kran direkt auf den dafür vorgesehenen Platz vor der Notaufnahme der KWM-Missioklinik gehoben. Foto: Klinikum Würzburg Mitte

Missioklinik: Schnelle Lungendiagnostik dank neuem CT-Gerät

In dieser Woche hat ein neuer Computertomograph (CT) am Klinikum Würzburg Mitte, Standort Missioklinik, seinen Betrieb aufgenommen. Innerhalb weniger Sekunden können mithilfe eines CTs bestimmte Körperregionen eines Patienten, beispielsweise sein Brustkorb inklusive der Lunge, schichtweise abgebildet werden – Einblicke, die meist entscheidend für die Diagnosestellung und die weitere Behandlung sind. Auch bei der Untersuchung von COVID-19-Patienten spielt der Computertomograph daher eine wichtige Rolle.

„Scan Uni“ vor der Notaufnahme

Um bayernweit ausreichend CT-Kapazitäten vorhalten zu können, hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege COVID-19- Schwerpunktkliniken mit neuen Geräten ausgestattet – so auch die KWM- Missioklinik. Innerhalb von nur wenigen Wochen wurde das CT geplant, angeliefert und installiert – eine außergewöhnlich kurze Zeitspanne für die Inbetriebnahme eines solchen medizinischen Großgeräts. Um möglicherweise infektiöse Patienten schon untersuchen zu können, bevor sie das Krankenhaus betreten, befindet sich die sogenannte „Scan Unit“ in einem Container direkt vor der Notaufnahme.

Dank staatlicher Unterstützung

Anlässlich der Inbetriebnahme besuchten Manfred Ländner und Patrick Friedl, beide Abgeordnete des Bayerischen Landtags, die KWM-Missioklinik, um sich einen Eindruck von dem neuen Gerät zu verschaffen und sich über seine Funktionsweise zu informieren. Sie interessierte natürlich auch der Verlauf der Corona-Pandemie im Klinikum. „Ich möchte mich herzlich bei allen Mitarbeitern bedanken, die hier während der Pandemie eine hochwertige medizinische Versorgung sichergestellt haben“, so Grünen-Politiker Friedl, „Das neue CT ist eine wichtige Unterstützung dieser Versorgungsleistung und verschafft dem Klinikum eine nachhaltige Qualitätssteigerung in der Diagnostik.“

CSU-Abgeordneter Ländner begrüßt die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit von Regierung und Kliniken in dieser Krisenzeit: „Durch dieses moderne CT erfährt der Medizinstandort Würzburg eine weitere Stärkung. Es ist wichtig, dass auch gemeinnützige Kliniken wie das KWM, das sich ja nicht in staatlicher Trägerschaft befindet, von der Staatsregierung unterstützt werden und zusätzliche Geräte für eine Spitzendiagnostik zur Verfügung gestellt bekommen.“

Schonende und schnelle Diagnostik

Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Held, Chefarzt der Medizinischen Klinik – Schwerpunkt Pneumologie und Beatmungsmedizin erklärt: „Gerade bei Lungenerkrankungen ist die CT-Diagnostik von sehr großem Nutzen. Sie kann uns ganz klar zeigen, was hinter Beschwerden wie Atemnot, Husten oder Druck auf der Brust steckt.“ Jährlich werden mehr als 4.100 Patienten mit Lungenerkrankungen stationär in der KWM-Missioklinik behandelt. Das CT kommt bei den meisten von ihnen zur Diagnostik zum Einsatz.

Auch Prof. Dr. med. Heinz-Jakob Langen, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Ärztlicher Direktor der KWM-Missioklinik, freut sich über das neue CT- Gerät: „Dieser Computertomograph ist auf dem neuesten Stand der Technik. Das kommt nicht nur uns Medizinern zugute, indem wir noch schneller noch bessere Bilder bekommen, sondern auch den Patienten: Bei modernen Geräten wie diesem ist die Strahlenbelastung während der Untersuchung wesentlich geringer als bei älteren Modellen.“

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung des Klinikum Würzburg-Mitte. 

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