Indoor Gardening im Frischemarkt Trabold. Foto: Frischemärkte Trabold
Indoor Gardening im Frischemarkt Trabold. Foto: Frischemärkte Trabold

Erster Supermarkt in Unterfranken baut Kräuter selbst an

Mehr Regionalität geht nicht: Die Frischemärkte Trabold in Würzburg, Zellingen und Gemünden bauen ihre Küchenkräuter nun selbst an – und das direkt in den Märkten nach dem Konzept „Indoor Gardening“. Ein Alleinstellungsmerkmal in Unterfranken, so die Pressemitteilung des Frischemarktes. Nach eigenen Aussagen ist der Anbau hiermit 100% lokal und soll zudem die Umwelt schonen.

Indoor-Gewächshäuser

„Was stehen denn hier für riesig beleuchtete Schränke?“, werden sich wohl so einige beim Wocheneinkauf im Trabold Frischemarkt gefragt haben. Wie eine Presseinformation auflöst, handelt es sich hier um sogenannte „Indoor-Gewächshäuser“, womit Küchenkräuter direkt im Markt angebaut und frisch geerntet werden können. Dahinter steckt auch der Partner INFARM (Indoor Urban Farming GmbH), ein Start-Up, das mit einem Konzept des „Vertical Farming“ eigens produzierte Kräuter und Gemüsesorten in den Supermarkt bringen möchte.

„In den zukunftsweisenden vertikalen Indoor Farmen wachsen Kräuter unter perfekten Bedingungen. Jede Ladenfarm ist ein kontrolliertes Ökosystem mit der perfekten Menge an Licht, Luft und Nährstoffen. Also eine optimale Reihe von Bedingungen, die es unseren Pflanzen ermöglicht, ihren natürlichen Geschmack in vollen Zügen auszuprägen“, so der Inhaber Marco Trabold.

Bio-Saatgut

Bei dieser speziellen Anbauform soll außerdem auf behandeltes oder gentechnisch verändertes Saatgut verzichtet werden, stattdessen setze man, sofern verfügbar auf Bio-Saatgut. Außerdem Ziel des Ganzen: Den Verbrauchern frische und besser schmeckende Produkte liefern, und die Umwelt schonen. Denn so sollen außerdem 95% weniger Wasser und 99,5% weniger PLatz benötigt werden als in der industriellen Landwirtschaft, heißt es. „Zudem werden durch den lokalen Anbau im Markt, tausende von LKW-Kilometern gespart“, so der Markt. „Lebende Pflanzen, die lokal im Laden angebaut werden, bedeuten für alle nahrhaftere, schmackhaftere und frischere Lebensmittel. Unsere „Infarm Gärtner“ ernten deshalb 2- mal pro Woche die Kräuter frisch von Hand um sie sofort im Anschluss erntefrisch in den Verkauf zu bringen“, so Trabold. Da diese auch mit Wurzeln verkauft werden, können diese Zuhause noch länger feucht gehalten werden und bleiben daher frisch.

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