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Symbolbild Coronatest. Foto: Jessica Hänse
Symbolbild Coronatest. Foto: Jessica Hänse

Studie Uniklinik: Wie verbreitet ist Corona in Würzburg?

Seit Beginn des Jahres dreht sich alles um das Coronavirus SARS-CoV-2, doch noch immer gibt es zahlreiche unbeantwortete Fragen. Auch die Uniklinik Würzburg forscht diesbezüglich intensiv und dehnt deshalb die große Herzinsuffizienz Studie „STAAB“ um Covid-19. Das „STAAB-COVID-Programm“ soll Erkenntnisse darüber liefern, wie oft Infektionen in Würzburg auftreten und wie stark die Immunität hier bereits ausgeprägt ist.

Auf Corona ausgedehnt

In der großen STAAB-Studie des Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) und des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) werden die Vorstufen einer Herzinsuffizienz untersucht. Hierzu wurden rund 5.000 Würzburger zwischen 30 und 79 Jahren eingeladen und körperliche, geistige und seelische Verfassung, Lebensstilfaktoren und entsprechenden Risikofaktoren ermittelt. Letztere werden nun im Alltag durch Corona ergänzt, weshalb mit dem STAAB-COVID-Programm anhand der bisherigen Probanden neue Erkenntnisse erforscht werden sollen. Hierzu werden die Teilnehmer der STAAB zum Programm kontaktiert und eingeladen, die Teilnahme erfolgt allerdings freiwillig und kostenlos. Anhand des bereits bestehenden Profils ist es so besonders einfach, Faktoren und deren Kombinationen mit der Begünstigung und Auswirkungen einer Coronavirus-Infektion zu prüfen.

Erste Ergebnisse im September

Antworten gibt es womöglich auf folgende Fragen:

  • Wie ist die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Bevölkerung Würzburgs?
  • Wer trägt bereits Antikörper und ist immun, ohne es zu wissen beziehungsweise ohne die Infektion durchgemacht zu haben?
  • Wie verändert sich der Antikörperstatus im Laufe der Zeit?
  • Wie wirkt sich die Corona-Pandemie im Allgemeinen und eine Infektion im Speziellen auf Körper, Geist und Seele aus?

Geplant sind mehrere Wellen, im September 2020 sollen aber schon erste Ergebnisse zum Durchseuchungsstatus und dem Grad der Antikörperprävalenz präsentiert werden. Die Schlussfolgerungen können dann auch die Entscheidungen der Politik unterstützen, beispielsweise dazu, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

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Wie sieht die Untersuchung aus?

Den Studienteilnehmern werden im Rahmen der Untersuchungen ca. 23 Milliliter Blut abgenommen, wovon ein Teil direkt auf Antikörper untersucht wird, ein anderer Teil wird in der Interdisziplinären Biomaterial- und Datenbank Würzburg (ibdw) eingelagert. Auch ein von den Probanden selbst ausgeführter Rachenabstrich ist geplant – so ist eine unmittelbare Momentaufnahme des Infektionsstatus der Würzburger Bevölkerung erkennbar. Strenge Hygienevorgaben sollen die Teilnahme an der Studie besonders risikoarm und sicher machen.

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