11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau
11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau

Tropenfeeling am Tor zur Innenstadt: Kaiserstraße bekommt Palmen

Die Blumenpyramiden in der Innenstadt dürften bestimmt jedem aufgefallen sein, so zieren sie Straßenzüge wie die Juliuspromenade, den Mainkai oder den unteren Markt. Florale Akzente gab es auch in der Kaiserstraße, allerdings nur in angemieteter Form – das soll sich nun ändern: Auf einen Antrag hin sollen nun Palmen das Tor zu Innenstadt verschönern, genauso sollen mit zwei „Stadtsofas“ mehr Sitzmöglichkeiten entstehen. Die Kosten für diese Aufwertung sollen sich hierbei auf insgesamt 42.000 € für Anschaffung und Montage belaufen.

Blumenpaten gesucht

Zu wenig grün

Kritik an der Kaiserstraße gibt es seitens der Würzburger vermehrt: Neben der Auswahl an Geschäften wurde auch die Gestaltung teilweise kritisiert, so sei die Straße zu „kahl und grau“. Auch die damaligen OB-Kandidaten äußerten sich bei der Kommunalwahl im März dazu. Dekorative Kübel wurden von Linke-Kandidat Sebastian Roth und Dagmar Dewald, OB-Kandidatin der ÖDP, vorgeschlagen. Baumpflanzungen seien hier aufgrund der Straßenbahngleise nur sehr schwierig umsetzbar, so die damalige Aussage von Martin Heilig. Mit der Beschaffung von Pflanzgefäßen mit Palmen möchte man nun die Gestaltung voranbringen und die erst kürzlich sanierte Straße aufwerten.

Hoher Aufwand von Blumenpyramiden

Insgesamt 22 Blumenpyramiden werden jedes Jahr mit Pelargonien bepflanzt und an festen Standorten in der Stadt aufgestellt. Ein hoher Aufwand: Vor allem während der Hitzeperioden müssen die Pflanzen alle zwei bis drei Tage gegossen werden, genauso wie viele andere Stadtbäume, Wanderbäume und Sommerflorflächen, für die das Gartenamt zuständig ist. Aufgrund dieser Auslastung sei es dem Gartenamt nicht möglich, weitere Blumenpyramiden anzuschaffen und zu unterhalten. Deshalb wurden Zusätzliche angemietet und von externen Firmen bewässert, so die Beschlussvorlage. Eine sehr kostspielige Angelegenheit, die zudem auf Dauer nicht nachhaltig ist: Rund 11.000 € kostete die Miete und Pflege der elf Blumenpyramiden in der Kaiserstraße im Jahr 2019 – auf zehn Jahre gesehen wäre das ein Kostenaufwand von 110.000 €.

Blumenpyramiden wie diese vor dem Dom stehen in der gesamten Stadt verteilt. Foto: Lilli Müller

Blumenpyramiden wie diese vor dem Dom stehen in der gesamten Stadt verteilt. Foto: Lilli Müller

32.000 € für die Anschaffung

Das neue Konzept des Gartenamtes: Elf Hanfpalmen sollen von April bis Oktober die Kaiserstraße künftig schmücken. Diese benötigen weniger Wasser, sind anspruchslos und sind robust gegen Schadorganismen, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. Die Pflanzkübel aus Metall sollen sich außerdem gut in das Gesamtbild der Straße integrieren. Etwa 32.000 € soll diese Verschönerungsmaßnahme in der Anschaffung insgesamt kosten, laut Beschlussvorlage würde sich das aber bereits nach drei Jahren rechnen.

11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau

11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau

Auch zwei neue „Stadtsofas“ sollen sich dazugesellen, Anschaffung und Montage kosten hierbei 11.600 €. Die Finanzierung beider Vorhaben ist allerdings sichergestellt: Die Finanzierung der Pflanzgefäße und Palmen über die Haushaltsstelle „Ausbauprogramm Verbesserung des Stadtbildes in Ib-Lagen“ des Baureferates für das Haushaltsjahr 2020 und die der Stadtsofas über die Haushaltsstelle „Neugestaltung der Kaiserstraße“. Die Verschönerungsmaßnahmen sind außerdem noch einmal Thema in der nächsten Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschusses.

Neue Sitzmöbel in der Kaiserstraße. Foto: Pascal Höfig

Neue Sitzmöbel in der Kaiserstraße. Foto: Pascal Höfig

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