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Würzburg-Postkarten. Symbolfoto: Katharina Kraus
Würzburg-Postkarten. Symbolfoto: Katharina Kraus

Briefzentrum Würzburg: Regionaler Hotspot für Urlaubsgrüße

Ein Kulturgut wird 150! Am 1. Juli 1870, begann die Ära der Postkarte in Deutschland, damals noch „Korrespondenzkarte“ genannt. Eingeführt vom Postreformer Heinrich von Stephan, landen seitdem die schönsten Motive vom Urlaubsort mit lieben Grüßen auf der Rückseite in den Briefkästen der Menschen in Deutschland. Wichtige Zwischenstationen auf der Reise der bunten Kärtchen vom Urlaubsdomizil zum Empfänger: die regionalen Briefzentren der Deutschen Post.

1,5 Mio Briefsendungen täglich

Egal, ob aus Honolulu, Paris oder Würzburg: Urlaubsgrüße aus aller Herren Länder, die für Empfänger in der Postleitzahlregion „97“ – alle Orte, deren Postleitzahl mit diesen Zahlen beginnen – vorgesehen sind, machen alle erst einmal Zwischenstation im Briefzentrum in Würzburg. Und auch Urlaubspostkarten, die aus Mellrichstadt, Ochsenfurt, Lohr oder Zeil in umgekehrter Richtung an Empfänger rund um den Globus gehen, landen zunächst im Briefzentrum Würzburg. Dort bearbeiten 265 Postmitarbeiter jeden Tag bis zu 1,5 Millionen Briefsendungen: Darunter in den Sommermonaten jede Menge Postkarten aus aller Welt und in alle Welt.

Rückgang wegen Corona

In Zeiten von Corona werden aber auch im Würzburger Briefzentrum vermutlich weniger Urlaubspostkarten aus dem Ausland, aber dafür tendenziell mehr Urlaubsgrüße aus dem Inland und in das Ausland landen. Für 2020 erwartet die Deutsche Post jedenfalls einen Rückgang der Ansichtskarten aus dem Urlaub, da Corona-bedingt weniger Reisen ins Ausland stattfinden können. Wie die Bilanz am Jahresende tatsächlich aussehen wird, muss man allerdings abwarten.

Kontinuierlicher Rückgang

Völlig unabhängig von Corona macht die digitale Substitution durch WhatsApp & Co. auch vor Postkarten nicht Halt und sorgt für einen kontinuierlichen Rückgang. Trotzdem beförderte die Deutsche Post im Jahr 2019 bundesweit rund 147 Millionen Postkarten. „Das zeigt, dass die Postkarte sowohl für unsere Kunden als auch für unser Unternehmen nach wie vor einen hohen Stellenwert hat. Digitale Grüße sind nun mal flüchtig, aber Urlaubsgrüße per Post bleiben in Erinnerung und werden sogar häufig aufbewahrt. Das ist für viele Menschen offenbar immer noch ein unschlagbarer Vorteil“, sagt Peter Hauerstein, Leiter der Postniederlassung Würzburg, zu der auch das Bamberger Briefzentrum organisatorisch gehört.

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„Gerade in Zeiten von Corona entdecken übrigens viele unserer privaten Kunden, aber auch karitative und kirchliche Einrichtungen die Postkarte und den Brief als Kommunikationsmedien neu. Damit können sie ihre jeweiligen Empfänger gut erreichen und ihnen eine sehr persönliche Freude machen“, so Hauerstein. Kurz, die Postkarte als bekannt günstige Mitteilungsform für die Bevölkerung lebt: deutschlandweit und auch in Würzburg!

„Bunte Farbtupfer im Briefstrom“

„Der Großteil der täglichen Briefsendungen ist Geschäftspost, in klassischen weißen Umschlägen. Deshalb fallen die bunten Farbtupfer im Briefstrom natürlich besonders auf“, erklärt Peter Hauerstein. Mal bunt und exotisch, mitunter schrill und grell, aber in der Mehrzahl doch rechteckig und mit wohlbekannten Motiven: Insbesondere in den klassischen Urlaubsmonaten, also vor allem im Sommer, werden besonders viele Postkarten versandt.

Trotz Social Media & Co. wurden im Jahr 2019 deutschlandweit rund 147 Millionen Postkarten befördert. Foto: Deutsche Post DHL Group

Trotz Social Media & Co. wurden im Jahr 2019 deutschlandweit rund 147 Millionen Postkarten befördert. Foto: Deutsche Post DHL Group

Jeder zweite schickt Postkarte

Urlaubszeit bleibt Postkartenzeit. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem letzten Jahr zufolge schreibt mehr als jede(r) Zweite (55 Prozent) im Urlaub eine Postkarte oder einen Brief an die Daheimgebliebenen. Aus Portugal und Sardinien kommen besonders häufig Karten aus Kork. Auch der klassische Bierdeckel ist nicht totzukriegen, und aus den Mittelmeerländern grüßen Muschelmotive. Selbst die traditionelle Flaschenpost gibt es noch, allerdings als verschweißte Plastikflaschen mit Adressaufklebern versehen. Wenig überraschend, kommen die bunten Kärtchen hauptsächlich aus den Top-Urlaubsländern der Deutschen: nach eigenen Erhebungen der Deutschen Post kommen die meisten aus Italien, gefolgt von Frankreich, Österreich, Spanien und der Türkei.

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der Deutschen Post DHL Group.

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