Der Andrang auf die Mainwiesen ist momentan hoch. Foto: Silvia Gralla
Der Andrang auf die Mainwiesen ist momentan hoch. Foto: Silvia Gralla

Partys & Müll auf den Mainwiesen: Was sagen die Würzburger?

Der Sommer ist da, die Clubs sind geschlossen. Zur Zeit weichen die Würzburger vermehrt auf die Grünflächen in Würzburg aus, um tagsüber zu entspannen und abends ein wenig zu feiern. Besonders die Mainwiesen sind ein beliebter Treffpunkt dafür. Zurück bleiben deutliche Spuren: Leere Flaschen, Einweggrills, Verpackungen, Pizzakartons und so weiter liegen verstreut im Gras. Besonders gefährlich sind Reste von Feuern und Grills sowie Scherben. Dazu kommt, dass der Mindestabstand nicht eingehalten wird, welcher aufgrund der Corona-Pandemie beachtet werden sollte.

151 Tonnen Müll & 13.000 Euro

Fraglich ist, ob das Problem schlimmer geworden ist oder einfach vermehrt auffällt, denn: Die Stadtreiniger sammeln in dieser Gegend jährlich rund 151 Tonnen Müll. Das kostet ohne Personalkosten 13.000 Euro. Die Main-Post hat sich vor Ort umgehört: Anwesende sprechen von unangenehmer Atmosphäre in den geöffneten Bars, wegen der sie lieber auf die Mainwiesen für das Bier unter Freunden ausweichen. Dies sei eine gewisse Befreiung nach dem Lockdown. Gleichzeitig sei das Zurücklassen von Müll rücksichtslos.

Welche Lösung gibt’s?

Die Zahl der Mülleimer hat sich nach Angaben der Stadt seit 2018 verdoppelt. Die Lösung des Problems liegt laut der Verantwortlichen nicht bei weiteren Mülleimern. Die Besucher sollten ihren Müll am besten einpacken und mitnehmen. Auch im Schritt davor könnte man dem Müllproblem entgegenwirken: Möglichst müllarm einkaufen, den Restmüll entweder vor Ort oder über den Hausmüll entsorgen.

Ist das erlaubt?

Sind die Ansammlungen tagsüber, abendliche Partys und Co. überhaupt erlaubt, wo doch aktuell noch Einschränkungen wegen Corona gelten? Die Main-Post hat sich damit beschäftigt und bei der Polizeiinspektion offizielle Infos eingeholt. Dazu und die Aussagen von Würzburgern zum Thema kann man nachlesen in dem Artikel „Treffpunkt Mainwiesen: Wie die Stadt mit der Vermüllung umgeht„.

Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel der Main-Post Redakteurin Sophia Scheder. 

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