In Handschellen. Symbolfoto: Pascal Höfig
In Handschellen. Symbolfoto: Pascal Höfig

Nach Ausschreitungen bei Verhaftung im Dallenbergbad 2019: Wie geht’s weiter?

Im letzten Jahr am 24. Juli 2019 sorgte eine bestimmte Meldung für mächtig Aufsehen in Würzburg. Eine Gruppe Jugendlicher versuchte, die Polizei daran zu hindern, einen gesuchten Straftäter im Dallenbergbad zu verhaften. Die Polizei wurde von zehn Männern bedroht und beschimpft. Die Lage war höchst angespannt. Erst mit Eintreffen der Verstärkung gelang es der Polizei, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Verbale Gewalt

Die Jugendlichen waren nicht körperlich gewalttätig. Es ist hier nur von verbaler Gewalt die Rede. In der Anklageschrift stehen Bedrohungen und Beleidigungen, wie „Lasst ihn frei, ich hau euch eure Köpfe ab“ und „Scheiß Bullen!“ oder „Ihr werdet sehen, was ihr davon habt!“. Ähnlich wie zuletzt in Stuttgart wurde die Situation durch die Solidarisierung während einer Verhaftung ausgelöst.

Angespannte Situation

Bei den Ausschreitungen am Dallenbergbad verbündete sich eine Gruppe von zehn Männern, die den Abtransport des Verhafteten verhindern wollten. Sie stellten sich den Polizisten in den Weg und forderten lautstark die Freilassung. Daraufhin nahmen die Polizisten Schlagstock und Pfefferspray in die Hand, was die wütende Menge jedoch nicht einschüchterte.

Alle Hintergründe zum Verfahren

Erst nach Rufen der Verstärkung gelang es vier Polizisten, den Mann zum Streifenwagen zu bringen. Dort angekommen versuchte die Gruppe, die Wegfahrt des Wagens zu blockieren.

Der Blick von oben auf das Dallenbergbad. Foto Pascal Höfig

Der Ort des Geschehens. Foto Pascal Höfig

Drei Angeklagte

Das Verfahren gegen zahlreiche beteiligte Personen wurde eingestellt, „da neben der bloßen Anwesenheit am Tatort eine darüber hinausgehende Beteiligung nicht nachweisbar war“. Drei Gruppenmitglieder stehen jedoch nun wegen aktiver Beteiligung und noch etwa 20 weiterer Straftaten vor dem Jugendschöffengericht.

Alle Infos zu den Hintergründen und den noch offenen Verfahren findet man im Artikel der Main-Post: „Aggression gegen Polizeibeamte: Drei Jugendliche vor Gericht„.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel der Main-Post Mitarbeiterin Manuela Göbel.

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