In und um Würzburg gibt es schöne Radwege zu entdecken. Foto: Pascal Höfig
Radweg. Symbolfoto: Pascal Höfig

Entscheidung zu Pop-Up-Radwegen in Würzburg ist gefallen

Die Grüne Stadtratsfraktion hatte vor, sogenannte Pop-Up-Radwege in Würzburg zu errichten. Es sollten Spuren und Parkplätze zugunsten der Fahrradfahrer entstehen. Gemeinsam mit der ÖDP und der Linken hatten sie einen Antrag gestellt. In der ersten Sitzung der Wahlperiode hat der Ausschuss für Planung, Umwelt und Mobilität des Stadtrats nun über das Vorhaben abgestimmt.

Warum Pop-Up-Radwege?

Konstantin Mack von den Grünen beantwortete diese Frage wie folgt. Wegen der Coronapandemie würden deutlich weniger Menschen den ÖPNV nutzen. Viele seien aufs Fahrrad umgestiegen. Deshalb brauche es an passenden Stellen Pop-Up-Radwege, um die bestehenden Radverkehrsanlagen zu entlasten und den Mindestabstand einhalten zu können.

Knappe Entscheidung

Es war bereits vorher klar, dass es schwer werden würde, den Antrag durchzufechten. Da Bürgermeisterin Judith Jörg (CSU) die Sitzungsleitung innehat, hatte die CSU sechs Stimmen und so mit den Vertretern des Bürgerforums, der Freien Wähler und der AfD eine knappe Mehrheit. Der Antrag über die Errichtung provisorischer Fahrradstreifen wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt – obwohl die Antragsteller in drei von vier Abstimmungen von der SPD unterstützt wurden.

Mehr zu den politischen Hintergründen im Artikel der Main-Post.

Baureferat ist gegen temporäre Radwege

Das Würzburger Baureferat ist von der Idee, Pop-Up-Radwege zu installieren, nicht überzeugt. Es ist der Meinung, die schwächere Belastung der Straßen aufgrund der Coronakrise sei fast vorbei. Darum könne jetzt nur noch „unter Berücksichtigung des Gesamtverkehrsgeschehens“ geplant werden. Außerdem halten die Verantwortlichen Maßnahmen, die langfristig bestehen bleiben, für sinnvoller.

Fahrradstraßen in Planung

Maßnahmen, welche die Verwaltung in Bezug auf den Würzburger Radverkehr umsetzen möchte, sind:

  • Einrichtung von Fahrradstraßen (Semmelstraße, Heinestraße, Kapuzinerstraße)
  • Radverkehrsanlagen (Nürnberger Straße)
  • Neugestaltung der Versbacher Straße (Fußgänger und Fahrradfahrer teilen sich Gehsteig)

Details zu den Hintergründen im Stadtrat und vieles mehr findet man im Artikel der Main-Post: Knappe Entscheidung im Stadtrat zu Pop-Up-Radwegen in Würzburg.

Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel des Main-Post Mitarbeiters Patrick Wötzel.

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