Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig

Neue Patientenbedürfnisse: Wie Ärzte & Arztpraxen die Krise überstehen

Viele Würzburger gehen in Zeiten des Coronavirus nur noch ungern zum Arzt. Diese Entwicklung zwingt niedergelassene Ärzte zum Umdenken. Wer in Zukunft eine Perspektive haben möchte, muss das Praxismanagement an die neuen Bedürfnisse der Patienten anpassen.

Welche Anpassungen sollten niedergelassene Ärzte vornehmen?

Schon vor der Coronakrise hat jeder vierte Deutsche Arzttermine über das Internet vereinbart. Ein weiterer Anteil aller Bürger konnte sich die Online-Terminvergabe zumindest vorstellen. Dem nicht genug, gaben schon damals zahlreiche Patienten an, in Zukunft vermehrt digitale Gesundheitsangebote nutzen zu wollen. Das Coronavirus hat diese Bedürfnisse aufseiten potenzieller Patienten noch verstärkt. Zahlreiche Deutsche halten sich aus Angst vor möglichen Infektionsrisiken aktuell von Arztpraxen fern. Das auch dann, wenn sie eigentlich krank sind. Auch nach der Krise wird die Infektionsangst erhalten bleiben, fürchten viele Experten. Hierauf können Arztpraxen mit Telemedizin reagieren. Zu den wichtigsten digitalen Praxislösungen für eine bessere Zukunftsperspektive zählen:

  • digitale Terminkalender mit integrierten Tools, die Patienten übervolle Wartezimmer ersparen.
  • digitales Terminmanagement, das Patienten die Online-Terminanmeldung ermöglicht.
  • Video-Sprechstunden, dank denen ärztliche Konsultation aus der Ferne möglich wird.
  • Chat-Kommunikation mit Patienten.
  • systematische Fernüberwachung chronisch Kranker.
Gut zu wissen: Das Fernbehandlungsverbot wurde zu Beginn der Coronakrise zum wiederholten Mal gelockert. Dadurch sind nun wesentlich mehr Fernbehandlungen abrechnungsfähig als in vorausgegangenen Jahren.

Was ist Patienten von morgen wichtig?

Patienten werden in Zukunft nicht ausschließlich Online-Angebote fordern. Im Digitalzeitalter haben sie sich außerdem an einen hohen Grad der Individualisierung und Kundennähe gewöhnt. Um dem gerecht zu werden, brauchen Praxen mit Zukunftsperspektive möglichst individuelle Therapie-Konzepte. Zur Entwicklung solcher Therapien können digitale Lösungen einen bedeutenden Beitrag leisten. Die Berücksichtigung individueller Umstände und Therapie-Ziele ist dank der relativ aufwandlosen Vernetzung relevanter Informationen mithilfe von Software-Lösungen einfacher geworden. Auch die Überwachung von Patienten muss heutzutage nicht mehr per Praxis- oder Hausbesuch erfolgen. Smarte Medizingeräte bis hin zu intelligenten Pillen sowie die Übermittlung von Gesundheitsdaten in Echtzeit sind vielversprechende Zukunftsalternativen.
Übrigens: Die Digitalisierung fördert die Gründerszene, so auch im medizinischen Software-Bereich. Ärzte müssen zur Integration digitaler Lösungen selbst kein technisches Fachwissen besitzen, sondern können als Partner von Gründern administrative Aufgaben auf externe Technik-Experten auslagern.

Fazit

Dass die Zukunft der Gesundheitsbranche eine digitale sein würde, wussten Experten schon vor Jahren. Mit der Coronakrise hat die Zukunft nun bereits begonnen. Ohne digitale Lösungen wären viele Praxen während der Pandemie in Bedrängnis geraten – nicht nur, was die Prävention von Infektionen und die Patientenangst vor Ansteckung betrifft. Auch finanziell und im Hinblick auf Aufwand- und Zeitersparnisse lohnen viele digitale Lösungen. Die Videosprechstunde ist beispielsweise deutlich weniger zeitaufwendig als ein Hausbesuch, falls Patienten nicht in die Praxis kommen können. Auch digitales Terminmanagement erspart im Vergleich zur Terminplanung per Hand viel Aufwand.

Missio Kinderklinik erhält weiteres Gütesiegel

Finanzielle Engpässe durch die Coronakrise betreffen einen Großteil aller niedergelassenen Ärzte. Um Patientenrückgang und Umsatzeinbrüchen im Rahmen der Krise zu begegnen, ist die Orientierung an den Patientenbedürfnissen jetzt umso wichtiger.
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