Arbeiten im Homeoffice. Foto: Dominik Ziegler
Arbeiten im Homeoffice. Foto: Dominik Ziegler

Kurzarbeit – Wie man die Zeit sinnvoll nutzen kann

Seit einigen Wochen hat die Corona-Pandemie die Welt fest im Griff. Auch vor Betrieben macht das Virus nicht Halt. Das hat viele Arbeitgeber dazu gezwungen, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Als Kurzarbeiter kann man diese schwere Zeit aber auch sinnvoll nutzen.

Was Kurzarbeit bedeutet

Vielerorts haben das Corona-Virus und die damit einhergehende Erkrankung COVID-19 den Alltag auf den Kopf gestellt. Neben Hygienerichtlinien und Verhaltensregeln spürt die deutsche Bevölkerung auch durch angeordnete Kurzarbeit, dass viele Bereiche des täglichen Lebens lahmgelegt wurden. Wenn Unternehmen weniger Aufträge erhalten, aufgrund ausbleibender Lieferungen aus dem Ausland und durch die gesunkene Kaufkraft der Bevölkerung mit finanziellen Einbußen rechnen müssen, kann die Anordnung von Kurzarbeit eine vorübergehende Lösung sein. Viele nehmen diese Möglichkeit in Anspruch. So ist etwa in Würzburg mehr als jede dritte Firma in Kurzarbeit.

Langeweile in Kurzarbeit

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurden Neuregelungen zu Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld getroffen. Trotzdem bedeutet die Anordnung von Kurzarbeit für Arbeitnehmer vor allem eins: weniger Zeit auf der Arbeit und dadurch weniger Gehalt. Während es am Anfang für die meisten schön sein mag, die zusätzlich gewonnene Zeit für all das zu nutzen, was einem Spaß macht, kommt nach einiger Zeit Langeweile auf. Angst vor der Zukunft macht sich breit. Doch es gibt viele Möglichkeiten, diese Zeit sinnvoll zu nutzen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Für seelischen Ausgleich sorgen

Kurzarbeit bedeutet nicht nur mehr Freizeit, sondern auch ein geringeres Gehalt. Den meisten Arbeitnehmern stehen nur noch 60 Prozent ihres ursprünglichen Nettogehalts zur Verfügung. Weil die Lebenshaltungskosten im gleichen Zug nicht sinken, stellt das viele vor große Herausforderungen. Und genau diese gilt es zu meistern. Damit sich die angeordnete Kurzarbeit nicht zu sehr auf das Gemüt niederschlägt, muss man jetzt verstärkt für seelischen Ausgleich sorgen. Wie wäre es damit, die nähere Umgebung zu erkunden? Ausflugstipps rund um Würzburg helfen dabei, zumindest für einige Zeit Abstand von der Krise zu gewinnen und das seelische Gleichgewicht in Balance zu halten. Ob Wandern, Fahrradfahren, Minigolf spielen oder Seeluft schnuppern – vieles ist möglich.

Weiterbildungsmaßnahmen ergreifen

Auch wenn Kurzarbeit dazu dient, Arbeitnehmer vor Entlassungen zu schützen, wird nicht jedes Unternehmen die Corona-Krise unbeschadet überstehen. Um dann für neue berufliche Herausforderungen gewappnet zu sein oder sich beruflich vollkommen neu orientieren zu können, bieten sich Weiterbildungen während Kurzarbeit an.

Zuschuss durch Qualifizierungschancengesetz

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Wird die Weiterbildung direkt vom Unternehmen initiiert, bieten sich auch zeitintensive Weiterbildungen an, wie etwa zum Thema Management- oder Verhaltensmethoden. Es ist sogar möglich, komplette Abteilungen zu schulen. Für den Arbeitnehmer bedeuten betriebliche Weiterbildungen in der Regel, dass die entstehenden Kosten komplett vom Unternehmen übernommen werden. Ein solcher Schritt bietet sich insbesondere im Zuge des neuen Qualifizierungschancengesetzes an. Denn Weiterbildungen werden mit dem Qualifizierungschancengesetz bezuschusst. Die Höhe der finanziellen Entlastung richtet sich nach der Anzahl der im Betrieb Beschäftigten.

Weiterbildung zur Neuorientierung

Kurzarbeiter können sich auch in Eigenregie für eine Weiterbildung entscheiden. Bei Weiterbildungszentralen gibt es die Möglichkeit, sich über aktuell umsetzbare Weiterbildungen zu informieren. Bei einer umfangreichen Beratung wird nach einer Maßnahme gesucht, welche perfekt zum Kurzarbeiter, dessen bisherigen Qualifikationen, seinen Vorstellungen für die berufliche Zukunft sowie dem Arbeitsmarkt passt. Dies bietet auch die Chance, sich beruflich vollkommen neu zu orientieren oder sich für eine höhere Position zu qualifizieren. In vielen Fällen gibt es dabei Unterstützung von der Agentur für Arbeit, etwa mit dem Aufstiegsstipendium, dem Bildungsgutschein oder dem Meister-BAföG. Grundsätzlich ist eine solche Förderung auch während Kurzarbeit möglich. Die zuständigen Agenturen für Arbeit bieten aufgrund der aktuellen Situation meistens eine telefonische Beratung an. Wichtig ist, die Weiterbildung mit dem Arbeitgeber abzustimmen, da dieser sich so an den Weiterbildungskosten beteiligen kann.

Weiterbildungskosten steuerlich absetzen

Wer die Kosten alleine tragen muss, kann trotzdem von einer Weiterbildung profitieren: höhere Qualifikationen, die Vorbereitung auf neue berufliche Herausforderungen, ein höheres Gehalt, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und die Kosten für die Weiterbildung können sogar steuerlich abgesetzt und in der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

E-Learning im Trend

Übrigens müssen für eine Weiterbildung nicht unbedingt Vor-Ort-Seminare besucht werden. Die aktuelle Situation rückt E-Learning wieder mehr in den Fokus. Dank des Lernens zuhause können unnötige soziale Kontakte gemieden werden, ohne dass man auf eine berufliche Qualifizierung verzichten muss.

Selbständiges Lernen zuhause

Wer den ultimativen Tipp gegen Langeweile sucht, sich aber vor einer Weiterbildungsmaßnahme scheut, kann sich auch für das selbständige Lernen entscheiden. Vom heimischen Schreibtisch oder Sofa aus kann man eine neue Fremdsprache lernen oder seine vorhandenen Englisch-Kenntnisse aufpolieren. Möglich wird dies mit Apps, Computer-Software, Online-Tutorials, Büchern, Hörbüchern und Podcasts. Dies muss nicht von langer Hand geplant werden. Auch entscheidet man selbst darüber, in welchen Momenten man wie lange lernen möchte. Dank interaktiver Programme erhält man außerdem einen leichten Zugang zum Lernmedium und kann in vielen Fällen seinen Leistungsfortschritt überprüfen.

Wichtig: Ruhe bewahren

Steigende Infektionszahlen, starke Kontaktbeschränkungen, Lohneinbußen: An kaum jemandem geht die Corona-Krise spurlos vorbei. Als Bürger scheint man machtlos zu sein. Doch man kann darüber entscheiden, wie man mit der aktuellen Situation umgeht. Am wichtigsten ist, Ruhe zu bewahren. Also Fernseher aus, Handy auf lautlos schalten und für ein paar Minuten abschalten. Jetzt ist alles erlaubt, was entspannt. Zum Beispiel ein heißes Bad, ein erfrischendes Fußbad, eine Maniküre in Eigenregie, ruhige Musik, ein angenehmer Raumduft. Und in wenigen Minuten wird das eigene Zuhause zur echten Wellness-Oase.

Dem Tag entspannt begegnen

Um langfristig entspannen zu können, gibt es noch mehr Methoden als das allseits beliebte heiße Bad und entspannte Musik. Yoga kann eine beruhigende Wirkung haben und ist nicht schwer zu lernen. Für Anfänger gibt es besonders leichte Übungen, bei welchen der Fokus auf der richtigen Atmung liegt. Im Internet lassen sich zahlreiche Anleitungsvideos finden. Ebenso hilfreich sein kann das Erlernen einer Entspannungsmethode wie Progressive Muskelrelaxation (PMR) oder Autogenes Training. Seinem Körper etwas Gutes tun kann man allerdings nicht nur mit richtiger Atmung und bewusster Bewegung. Eine frische, ausgewogene Mahlzeit trägt nachweislich zu einem gesunden Körper und zu mehr Wohlbefinden bei. Vielleicht gibt es ein Rezept, welches man schon lange ausprobieren wollte? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür!

Fazit: Das Beste aus der Situation machen

Was man nicht ändern kann, sollte man annehmen. Damit seelisches und körperliches Gleichgewicht dabei nicht auf der Strecke bleiben, ist es wichtig, nicht in den Tag hineinzuleben, sondern diesen bewusst zu gestalten. Vielleicht hilft dabei der ein oder andere unserer Tipps?

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