Schwimmbad im Sommer. Symbolfoto: Pascal Höfig
Schwimmbad im Sommer. Symbolfoto: Pascal Höfig

Freibad Eröffnung: Wie sieht der Bad-Besuch aus?

Wer sich schon jetzt bei den sommerlichen Temperaturen nach einer Abkühlung sehnt, den wird folgende Lockerung freuen: Ab dem 8. Juni ist der Freibad-Betrieb wieder erlaubt – allerdings mit Einschränkungen. Die WVV arbeitet derzeit an einem Hygiene- und Betriebskonzept, um eine Wiedereröffnung des Dallenbergbads zu ermöglichen – vorzugsweise schon am 8. Juni, so das Ziel. In der benachbarten Gemeinde Veitshöchheim kündigt das Geisbergbad bereits eine zeitnahe Eröffnung an.

Besucherzahl einschränken

Wie die Main-Post berichtet, habe die bayerische Staatsregierung noch keine genauen Anweisungen bekannt gegeben, unter welchen Regelungen Freibäder ihre Pforten wieder öffnen dürfen. Die „Deutsche Gesellschaft für das Badewesen“ hält hierzu aber schon Ideen zur Orientierung bereit: Angefangen vom Eingangsbereich sollen Markierungen für genügend Abstand der Besucher sorgen und der Kassenbereich mit Plexiglas ausgestattet werden. Außerdem soll vorab im Internet eine Reservierung erfolgen, um die Besucherzahl einzuschränken und einen Ansturm einzudämmen, heißt es im Pandemieplan der Bädergesellschaft. Sammelumkleiden sollen hierbei geschlossen bleiben und Duschanlagen je nach Größe beispielsweise von nicht mehr als zwei Personen betreten werden. Die maximale Besucherzahl errechne sich durch die Liegefläche des Bades, so benötigt jeder Besucher 15 qm Platz.

Sicherheitsabstand einhalten

Auch in den Becken gilt ein ausreichender Sicherheitsabstand: In Schwimmerbecken sollen auf der Bahn nach vorne und nach hinten 2 m Abstand eingehalten werden, in kleineren Becken ist dann ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Das Personal soll hierbei das Aufkommen beobachten und bei größeren Gruppenansammlungen einschreiten – es werde aber nicht erwartet, dass die Becken ständig auf ihre Personenanzahl kontrolliert werden sollen, heißt es weiter nach der DGfdB. Sportflächen sollen laut Pandemieplan nutzbar sein, sofern sie mit den Hygieneschutzmaßnahmen vereinbar sind und auch ein Gastronomiebetrieb soll möglich sein.

Keine Infektion durch Becken

Abhängig vom Erfolg der Maßnahmen sei nach wie vor die Vernunft der Menschen: Auch im Schwimmbad sollen demnach Verhaltensregelungen transparent und sichtbar im Bad ausgehängt werden – mit dem Appell an die Besucher, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Doch wie hoch ist das Infektionsrisiko in Bädern? Wie der Deutschlandfunk berichtet, sei eine Infektion über das Wasser unmöglich, da die Viren durch das Chlor sicher absterben würden. Demnach bestehe in einem Freibad kein höheres Risiko sich zu infizieren, als an anderen Orten.

Geisbergbad Veitshöchheim kündigt Eröffnung an

In Veitshöchheim wird die Saison schon ab dem 8. Juni eingeläutet: Das Geisbergbad hat bereits ein Konzept nach den Corona-Schutzordnungen erarbeitet. Im 3-Schichten-System kann man hier sein Zeitfenster zum Baden online reservieren und einen ausgedruckten Schein der Bestätigung am Eingang vorlegen. Hier ist derzeit nur Barzahlung möglich, der Erwerb von Dauerkarten ist für das Jahr 2020 allerdings ausgeschlossen. Eine Reservierung ist hier bis zu drei Tage im Voraus für bis zu sechs Personen möglich. Etwa drei Stunden darf man sich als Besucher im Bad aufhalten, zwischen den Schichten erfolgt schließlich eine Reinigung und Desinfektion. Am Eingang bis zur Kasse und in ausgewiesenen Bereichen des Bades besteht außerdem weiterhin Maskenpflicht – Mund-Nasen-Schutz also nicht vergessen!

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