Fahrrad fahren. Symbolfoto: Pascal Höfig
Jetzt wieder das Fahrrad rausholen. Symbolfoto: Pascal Höfig

Grüne fordern Pop-Up-Radwege für Würzburg

Die Grüne Stadtratsfraktion fordert in einem interfraktionellen Antrag die Errichtung sogenannter Pop-Up-Radwege in Würzburg, wie sie in einer Presseinformation mitteilen. Dabei handele es sich um temporäre Radwege, bei denen Spuren für den motorisierten Individualverkehr bzw. Parkplätze zugunsten des Radverkehrs umgewidmet werden. Dazu erklärt Konstantin Mack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Die Corona-Krise hat auch mit Umsetzung weiterer Lockerungen das Mobilitätsverhalten der Menschen enorm verändert: mehr Menschen gehen zu Fuß und fahren Fahrrad“, heißt es. Am vergangenen Samstag fand zu diesem Thema bereits eine Demo in der Zeller Straße statt.

Mehr Distanz und Sicherheit

„Um die empfohlene räumliche Distanz zwischen Radfahrern zu gewährleisten und somit das Infektionsrisiko zu verringern, braucht es ausreichend breite Radwege“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Auch mit dem Blick auf die Zeit nach der Pandemie seien „Pop-Up-Radwege“ ein geeignetes Mittel, um die bestehende Radinfrastruktur zu entlasten und mit geringem baulichem Aufwand für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, heißt es weiter. In anderen Städten wie München und Berlin seien schon Pop-Up-Radwege entstanden, nun soll Würzburg nachziehen – so die Forderung. Gemeinsam mit den vertretenen Parteien und Gruppierungen Die Linke, ÖDP und Zukunft für Würzburg beantragen die Grünen, u. a. in der Versbacher Straße, auf der Friedensbrücke und in der Frankfurter Straße zwischen Bürgerbräu-Areal und Wörthstraße temporäre Radwege zu errichten, heißt es in der Pressemitteilung.

Zusätzliche Radwege schaffen

„Wir wollen an die guten Erfahrungen, die andere Kommunen mit Pop-Up-Radwegen gemacht haben, anknüpfen und nachhaltige Mobilität während der Corona-Krise fördern. Denn die Fahrgastzahlen im ÖPNV sind dramatisch zurückgegangen, aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus. Um umweltfreundliche Fortbewegung zu stärken, muss die Stadt entsprechende Angebote machen! Deshalb braucht es eine schnelle und unbürokratische Schaffung von zusätzlichen Radwegen – insbesondere auf stark frequentierten und für Radfahrer gefährlichen Strecken“, so Simone Haberer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. In einem Eil-Antrag fordern die Grünen außerdem, das Thema in der nächsten Stadtratssitzung am 28. Mai zu behandeln und über den Vorschlag der Errichtung von Pop-Up-Radwegen zu entscheiden.

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