Erfrischt durch die Pause. Foto: Pascal Höfig
Bald kein Alkoholverbot mehr? Foto: Pascal Höfig

Bald kein Alkoholverbot mehr auf der Leonhard-Frank-Promenade?

Jeder kennt es: Kaum kommen die ersten Sonnenstrahlen raus, füllt sich die Alte Mainbrücke und die Leute gönnen sich ein Gläschen Wein. Auch am Main entlang tummeln sich die Würzburger und genießen ihren edlen Tropfen oder auch mal ein kühles Bier. Doch dieses Bild gibt es nur auf einer Seite des Flusses. Auf der anderen sieht es nämlich ganz anders aus. Seit Jahren gilt auf der Leonhard-Frank-Promenade ein Alkoholverbot. Immer wieder kam dieses ins Gespräch und viele kritisierten es. Auch in der kommenden Stadtratssitzung am 28. Mai wird das Verbot wieder thematisiert. Doch wie kam es dazu und wird es das Verbot bald vielleicht gar nicht mehr geben?

Antwort auf nächtliche Partys & Müllberge

Zuerst einmal, wie kam es überhaupt zu diesem Verbot? Vor einigen Jahren herrschten an der Leonhard-Frank-Promenade wohl unhaltbare Zustände. Nächtliche Partys verursachten Lärm und Müllberge, liegen gelassene Flaschen und Scherben. Die Stadt hat darauf reagiert und ein Alkoholverbot erlassen.

Aktuelle Lage vor Ort

Hinzu kam auch das Verbot, Tonwiedergabegeräte und Musikinstrumente zu laut zu gebrauchen. Es wurden außerdem große Schilder aufgestellt, um wirklich jeden Bürger über das Verbot zu informieren.

Anordnung war ursprünglich bis 2010 befristet

Gleich zu Beginn konnte die Stadt Würzburg eine positive Zwischenbilanz ziehen. Die Würzburger hielten sich an die Anordnung. Doch die Meinungen darüber gingen auseinander. Einige sprachen sogar von einer „Verbotsstadt“. Aber es gab auch positive Stimmen, welche die Maßnahmen als notwendig ansahen. Eigentlich sollte die Anordnung nur bis Herbst 2010 gelten. Jedoch wurde sie aufgrund des positiven Verlaufs verlängert und besteht bis heute. Das könnte sich bald ändern. Die SPD-Politiker Joachim Schulz und Lore Koerber-Becker wollen in der Stadtratssitzung am 28. Mai erneut über das Verbot diskutieren lassen.

„Ein Verbot sollte das letzte Mittel sein“

„Ein Verbot ist das letzte Mittel, wenn sich eine Kommune nicht mehr zu helfen weiß“, so die beiden SPD-Politiker Schulz und Koerber-Becker. Sie sehen die richtige Vorgehensweise in regelmäßigen Kontrollgängen des kommunalen Ordnungsdienstes, mehr Mülleimern und Hinweisschildern. Das Verbot sei auch kaum vermittelbar, da direkt auf der anderen Flussseite das Trinken von Alkohol ganz normal sei. Doch wie ist überhaupt die aktuelle Lage vor Ort? Die Redaktion der Main-Post hat sich damit näher befasst. Die aufschlussreichen Fakten gibt’s im Artikel „Wird das Alkoholverbot auf der Leonhard-Frank-Promenade gekippt?“.

Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel des Main-Post Redakteurs Lucas Kesselhut.

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