Das Kiliani 2018: Vom 6. Juli bis 22. Juli. Foto: Pascal Höfig
Das Kiliani 2018: Vom 6. Juli bis 22. Juli. Foto: Pascal Höfig

Ohne Fahrgeschäfte: Alternatives Kiliani-Volksfest in Würzburg

Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Bierzelt und Fahrgeschäfte unterschiedlichster Art: Das Kiliani-Volksfest in Würzburg zählt mit über 800.000 Besuchern zu den beliebtesten Volksfesten in der Region. Erst letzte Woche wurde es aufgrund des Veranstaltungsverbotes für Großevents von der Stadt abgesagt, nun scheint aber laut Berichten des BR ein alternatives Konzept vorzuliegen, womit das Kiliani schon nächste Woche doch starten kann.

Keine Fahrgeschäfte

Fünf Plätze in der Würzburger Innenstadt und je ein Schausteller für eine Woche: Am Dominikanerplatz, am Oberen und Unteren Marktplatz und in der Eichhornstraße und am Eingang der Spiegelstraße dürfen Schausteller bereits ab Montag ihre Waren verkaufen – so das Konzept der Stadt und des Bayerischen Landesverbands der Schausteller und Marktkaufleute (BLV). Nach einer Woche werde dann gewechselt, um möglichst vielen Schaustellern die Möglichkeit zu geben, ihre Umsatzeinbußen zumindest teilweise wieder auszugleichen. Voraussetzungen sind laut BR die Einhaltung der Hygienemaßnahmen – Fahrgeschäfte sind allerdings nicht erlaubt, heißt es. Markierungen am Boden sollen helfen, die Abstandsregelungen einzuhalten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde laut einer Pressemitteilung der Stadt dringend empfohlen.

Wie der Volksfestkoordinator der Stadt Würzburg, Uwe Zimmermann, gegenüber dem BR erklärt, handele es sich um Plätze, die zwecks Versammlungsgeschehen und Außengastronomie erst ermöglicht werden müssen, so könne man am Unteren Markt aufgrund des Grünen Marktes und des Spezialitätenmarktes nicht fünf Plätze auf einmal genehmigen.

Auswahl per Losverfahren & finanzielle Situation

Schon 15 Schausteller sollen sich gemeldet haben – für die nächsten drei Wochen sei also ein alternatives „Kiliani-Volksfest“ gesichert. Die Auswahl soll laut BR per Losverfahren erfolgen, aber auch die finanzielle Situation und das Angebot sollen eine Rolle bei der Platzvergabe spielen. Schlecht gehe es nach Aussagen des BLV derzeit allen Schaustellern, Zimmermann gehe es aber vor allem darum, das Marktkaufleute finanziell die Situation überstehen und „jetzt erste Möglichkeiten brauchen, um wieder in Tritt zu kommen“, so der BR. Für die spätere Zeit sei man in Überlegung, je nach Änderungen der Vorgaben der Staatsregierung, das Modell weiterzuführen, heißt es weiter.

Auch bei der Wiesn im Gespräch

Dieses Konzept ist auch in anderen Städten im Gespräch, so zum Beispiel für das Oktoberfest in München: Hier gebe es laut BR ebenfalls die Überlegung, ab Mitte Juli in der Stadt verteilt Buden und Fahrgeschäfte aufzustellen.

In Forchheim behalf sich eine Schausteller-Familie mit einer anderen Lösung: Per „Drive-In“ gibt es hier von gebrannten Mandeln über Langós bis hin zu Crêpe alle typischen Volksfest-Schlemmereien zu erwerben und auch im Raum Ansbach gibt es bereits einen Lieferdienst für den Kirchweih-Hunger.

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