Party. Symbolfoto: Pascal Höfig
Partys wird es in nächster Zeit nicht geben. Symbolfoto: Pascal Höfig

Corona-Krise: Würzburger Clubs bangen um ihre Existenz

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Maßnahmen treffen die Clubszene besonders hart. Diskotheken haben aktuell keine Einnahmen. Die Türen sind geschlossen und eine baldige Wiedereröffnung scheint auch nicht in Aussicht. Die Sicherheitsmaßnahmen hier einzuhalten, gestaltet sich sehr schwierig. Clubs leben schließlich von viel Kontakt und Social Distancing passt so gar nicht ins übliche Konzept. Es wurden bereits Projekte ins Leben gerufen, um die Clubs zu unterstützen und es gibt teilweise auch staatliche Hilfe. Doch reicht das laut der Betreiber aktuell nicht aus. Auch Würzburger Clubs bangen um ihre Existenz. Wie geht es jetzt also weiter?

Staatliche Hilfe reicht nicht aus

Wie bereits viele andere Unternehmen haben auch die meisten Diskotheken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Das gilt zumindest für die Festangestellten und Azubis, nicht aber für die Minijobber. Einige Clubs mussten diese aus finanziellen Gründen nun abmelden. Viele Betreiber warten auch noch auf die beantragte Soforthilfe. Doch selbst für Diskotheken, welche diese bereits erhalten haben, reicht es nach eigener Aussage nicht aus. Problem: Die Höhe der Hilfe ist abhängig von der Mitarbeiterzahl und nicht von der Größe des Clubs.

Statements der Betreiber von Würzburger Diskotheken

Betreiber fordern deshalb nun mehr Unterstützung und schlagen Lösungen wie steuerliche Erleichterungen oder eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes vor. Außerdem erhoffen sich natürlich viele, bald die geforderte Soforthilfe zu erhalten.

Unterstützung durch neues Streaming-Projekt

Um bayrische Clubs zu unterstützen, wurde das Projekt „Save Bavarian Club Culture“ ins Leben gerufen. Es gehört zum #UnitedWeStream Projekt, welches als Reaktion auf die Schließung von Veranstaltungsstätten aufgrund der Corona-Pandemie hervorging. Mit dem Projekt kann man DJ-Sets direkt zu sich nach Hause streamen. Hierbei werden Spenden gesammelt, um den bayrischen Clubs unter die Arme zu greifen. Es geht darum, in dieser schwierigen Zeit Solidarität zu zeigen und das kulturelle Angebot zu erhalten. Trotzdem kann das Projekt allein die Clubs nicht retten.

Mehr Einsatz der Stadt Würzburg verlangt

Auch Würzburger Clubs bieten Livestreams an. „Natürlich hilft es, die Kundenbindung zu erhalten und im Gespräch zu bleiben“, so Frank Knüpfing, Geschäftsführer der beiden Würzburger Clubs Odeon und Airport. Doch finanziell ist der Effekt eher gering. Die Minijobber musste er alle abmelden und erhofft sich nun für die Zukunft mehr Unterstützung vom Staat und der Stadt Würzburg, um die Clubs durch diese schwierige Zeit zu bringen. Auch andere Würzburger Discotheken haben zu kämpfen. Die Redaktion der Main-Post hat mit den Inhabern über ihre Lage gesprochen. Die interessanten Statements gibt’s im Artikel „Corona-Krise lässt Würzburger Clubs um Existenz bangen“.

Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel der Main-Post Redakteurin Sophia Scheder.

- ANZEIGE -