Laura (l.) und Melissa. Foto: TVNOW
Dominic, Axel (M.) und Aleks. Foto: TVNOW

„Are you the one?“ Datingshow mit Würzburgbezug, Brüsten, Popos & etwas von allem

Neues Datingformat – neues (Un)Glück. Erstmal wird in einfachen Worten das Format erklärt. Jung, sexy, Matchbox, 200.000 Euro, Challenges, Party und ach ja: Liebe. Experten haben Paare, also „perfect matches“ ausgetüftelt, aber natürlich wird den Teilnehmern nicht verraten, wer zu wem gehört. Sonst gäb’s ja kein Drama, kein Futter für die gierigen Zuschauer.

Einer: „Wir sind in South Africa, maaan!“ Der andere: „Joa. Schön.“ Kevin und „F*ckboy“ 2 begutachten die Villa und ihren „View“ und den Rollrasen. Sind die beiden zusammen und besuchen ein gemeinsames Traumhaus? Ach ne, da kommen drei Frauen. Schnitt zu: Blondine beschreibt ihren Traummann und steigt mit Badeanzug lasziv in eine Badewanne.

Masse & Prallität

Zwischendurch benennt einer seine Sorgen: „Dass nicht die richtige Frau da sein wird, die mir nicht gefällt.“ Äh… Was? Mit 21 Jahren hat es bei ihm bisher noch nicht mit der großen Liebe geklappt. Jetzt wird’s aber auch mal Zeit! Nackter Arsch in der Dusche. Die nächsten beiden Männer kommen um die Ecke. Ihre Hosen sind noch enger, haben noch mehr Löcher. Die Teilnehmer/innen trudeln nach und nach ein. Die Statements und Gespräche werden zwar immer mehr, aber auch immer flacher. RTL setzt halt auf Masse. Früher hat man Männer bei uns „Rasierklingenschmuggler“ genannt, die immer mit abstehenden Armen umherlaufen – eben als hätten sie Rasierklingen unter die Achseln geklebt. Zurück zu den Anekdoten der Teilnehmer/innen.

Laura (l.) und Melissa. Foto: TVNOW

Laura (l.) und Melissa. Foto: TVNOW

Keine Vorurteile bitte

RTL hat wieder gut ausgewählt: Einige Männer sind aus dem Casting für den nächstbesten Pornostreifen geflogen und die Frauen kommen frisch vom P.Diddy Musikvideodreh. Nur Sabrina nicht, weil sie spricht sieben Sprachen. Aber man soll den Wünschen der Kandidaten ja ruhig mal nachkommen und nicht alle sofort verurteilen. Immerhin haben sie auch ihre Talente: „Ich bin Nadine und komm‘ aus Berlin. Haha.“ NadINE -> BerLIN. Lustig, weil reimt sich.

Erste Challenge. Die Frauen haben ihre Lebensziele genannt und die Männer müssen mit Pfeil und Bogen die Ziele abschießen, welche sie gut finden. Man könnte jetzt hier Vergleiche zur realen Gesellschaft ziehen in Sachen Gleichberechtigung. Aber was soll’s. Zur Wahl stehen: „in die USA auswandern“, „Stewardess werden“, „auf’s Playboy Cover“… Die Männer bekommen ein Date mit derjenigen, deren Ziel sie treffen. Verzielt? Pech. „Ob Du willst und nicht!“, sagte damals schon Andreas von Frauentausch.

Betten sichern. Egal in welcher Show, das sorgt immer für Gekreische und Rennerei. Die Männer geben den Frauen das schönere Zimmer. Die nächsten zehn bis tausend Minuten sind gefüllt mit Gesprächen beim ersten gemeinsamen Abend. Zwischendurch immer mal Vorstellungen und eloquente Ergüsse.

Spiel. Foto: TVNOW

Anmerkung / Vermutung der Würzburg erleben Redaktion: Die Bildunterschriften stammen übrigens von RTL. Bei der Beschriftung war der RTL Zufallsgenerator gerade nicht verfügbar. Der war schon von den „Experten“ für’s Matching gebucht. Darum musste der pragmatische Hausmeister ran.

Wieso muss so ein Artikel eigentlich sein?

Einer prahlt mit seinen vier bis fünf besten Freundinnen. Treffer für seine Gesprächspartnerin. Was ist denn eigentlich bei RTL los? Kommt hier mal eine Werbepause, damit man Popcorn-Nachschub holen kann? Jetzt erstmal Ziplining. Da lag in der RTL-Redaktion noch ein Gutschein von Groupon rum. René und Laura wollten sich zwar nicht, aber haben trotzdem ein lustiges Date. Zurück in der Villa stimmen die anderen über die beiden „Date-Paare“ ab, ob sie Matches sind. Warum? Keine Ahnung.

Einer beim Date plappert und unterbricht ständig, sein Gegenüber ist überfordert. Endlich Werbepause! Schnell Nervennahrung besorgen. Ach ja, diesen Artikel muss es übrigens geben, weil eine Teilnehmerin aus Würzburg kommt. Welche? Keine Ahnung. Hier der Artikel mit ihrem Interview. Werbepause Ende. Zwei Männer wollen was klarstellen. Sie wollten am Abend zuvor in dem Frauenschlafzimmer einen Witz reißen. Er: „Ey, hier schlafe ich heute, also in Deinem Bett.“ Sie: „Nein, träum weiter.“ Die Männer: „Also das geht so doch nicht! Hallo, was soll das.“ (Wortlaut aus der Erinnerung wiedergegeben.)

Brüste & Matchbox (Autos)

„Es gibt nichts Natürlicheres als das Lächeln. Und Brüste sind auch vorhanden.“ (Tatsächlich so gesagt.) Irgendwie passiert hier ständig so viel und gleichzeitig gar nichts. Beim Bachelor oder bei der Bachelorette läuft das geordneter. Ja, wirklich. Jetzt geht’s in die Matchbox und nebenbei läuft die Melodie aus der Mercedeswerbung. Wer die Matchbox übersteht, kommt in irgendeine Suite und dann passiert noch was mit Matching Nights und man ist näher an den 200.000 Euro. Ivana und Mo wurden von den anderen gewählt, sie ist nicht begeistert. Die Matchbox entscheidet: Kein Match!

Die Kameraabdeckung in der Villa ist übrigens Stil Big Brother. Den tätowierten Personality Coach finden einige gut. Er findet bisher nur eine Schatztruhe gut. Ferhat sagt: „Ich bin kein Macho.“ Dann verhält er sich wie der größte Macho. Wirkt allerdings eher unbeholfen. Funktioniert bei einer. Sie sagt was und RTL gibt ihr als Bauchbinde: „Name, Alter – gerät immer an die falschen Männer“. Laurin hat keinen Bock, kein Interesse, keine Lust und er hat das auch gar nicht nötig. Dafür bekommt er eine Ansage.

Umtausch der letzten zwei Stunden – bitte!

Matching Night. Die Frauen müssen wählen. Hat keine das perfect match gewählt = Blackout = 20.000 Euro der 200.000 Euro Gewinnsumme gehen verloren. Ein Match wurde richtig gewählt, aber natürlich wird nicht gesagt: Welches Paar wurde richtig getroffen? Kurze Krisensitzung, weil jemand falsch gewählt hat wegen Strategie. Okay, Ende für heute, bis nächste Woche. Was ist die letzten zwei Stunden geschehen?

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