Friseur mit Maske. Foto: Katharina Kraus
Friseur mit Maske. Foto: Katharina Kraus

Waschen, schneiden, Abstand halten: Die Lage der Würzburger Friseure

Wem der Pony schon ins Gesicht wächst, der hat sehnsüchtig auf den 4. Mai gewartet. Denn ab diesem Datum, dürfen die Friseure wieder öffnen, doch nur unter strengen Auflagen. Um jeden Arbeitsplatz muss ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Das bedeutet letztendlich, dass mind. 3 Meter zwischen zwei Friseurstühlen sein müssen. Außerdem müssen Arbeitsmaterialien und Flächen nach jedem Kunden gründlich desinfiziert werden. Zusätzlich müssen die Kunden als auch Friseure sogenannte Community-Masken tragen. Doch wie gehen die Würzburger Friseure damit um? Wir haben einmal angefragt und spannende Antworten zur aktuellen Situation erhalten.

Atmosphäre könnte beeinflusst werden

„Für uns bedeutet es, dass wir sehr eingeschränkt in unserem Service sind bzw. nicht frei arbeiten können. Neben der tatsächlichen Arbeit, die bei uns schon mal sehr stressig ablaufen kann, müssen wir in dieser Zeit zusätzlich darauf achten, dass die Kunden und auch unser Team stets geschützt bleiben. Dies könnte eventuell auch die Atmosphäre im Salon beeinflussen“, so Fatma Sentürk von Artistic Team Friseure in der Sanderstraße. Doch trotz des ganzen Aufwands freut sich das Team des Salons: „Wir sind auf jeden Fall wieder super froh, dass wir den Salon öffnen dürfen!“

Leicht angehobene Preise

Doch worauf müssen sich die Kunden noch einstellen? „Trotz sorgfältiger Planung und Vorkehrungsmaßnahmen können Wartezeiten auftreten. Ebenso dürfen z.B. momentan grundsätzlich keine Behandlungen im Gesicht gemacht werden, wie z.B. Augenbrauen färben, zupfen, usw.“, so Michael Mikosch vom Salon Haireinspaziert im Inneren Graben. Dazu kommen leicht angehobene Preise und auch Getränke und Zeitschriften fallen vorerst weg, erzählt Katharina Walker von der frisier.bar in der Theaterstraße.

Symbolbild Haareschneiden. Foto: Katharina Kraus

Symbolbild Haareschneiden. Foto: Katharina Kraus

Bei Symptomen: Termin verschieben

Damit alles so reibungslos wie möglich abläuft, gibt es auch für die Kunden selbst ein paar Dinge, die beachtet werden sollen. „Die Kunden sollten frühzeitig Termine vereinbaren, da nur noch auf Termin gearbeitet werden darf, sie sollten ihre Maske am besten mitbringen, keine Begleitpersonen dabei haben und ihre Termine unbedingt einhalten, da jeder nicht wahrgenommene Termin weitere Verluste verursacht und andere dadurch keinen Termin mehr bekommen können“, sagt uns Angi Steigerwald von der Capelli Style& Coffeebar am Sanderring. Mikosch ergänzt noch: „Bei jeglichen Kenntnissen oder Symptomen bzgl. einer Infizierung mit COVID-19 uns informieren und den Termin zu verschieben.“

Terminkalender platzt aus allen Nähten

Doch all die strengen Auflagen scheinen die Kunden nicht abzuschrecken: Schon während der Pressekonferenz von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder glühte der Online-Kalender der frisier.bar, so Katharina Walker. Michael Mikosch bestätigt den Ansturm, in seinem Salon wurden im Mai bis Dato rund 200 Termine verzeichnet. Alle Salons, zu welchen unsere Redaktion Kontakt aufgenommen hatte, öffnen ihre Türen nun auch montags, um dem Andrang gerecht zu werden.

„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“

Fatma Sentürk und ihr Team sind schon gut gewappnet für die kommenden Wochen: „Erstmal freuen wir uns natürlich über die zahlreichen Terminanfragen! Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dass wir montags mit vollem Personal im Salon stehen. Es gilt: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, so ungefähr könnte man es sagen. Jedoch hatten natürlich die Kunden Vorrang, deren Termine aufgrund der Krise abgesagt worden sind. Gott sei Dank ist unser Kundenstamm sehr rücksichtsvoll und auch froh, wenn sie erst in ein paar Wochen einen Termin bekommen.“

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