Stille Demonstration "Leere Stühle" Am oberen Markt. Foto: Sarah Willer
Stille Demonstration "Leere Stühle" Am oberen Markt. Foto: Sarah Willer

Protest der Gastronomie: Leere Stühle auch in Würzburg

Auch Würzburg beteiligt sich an der deutschlandweiten Aktion „Leere Stühle“, die am Freitag, dem 24. April 2020, stattfindet. Wie der BR berichtet wurden mehr als 150 Stühle am oberen Markt aufgestellt, um als „Stille Demonstration“ auf die Situation der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter aufmerksam zu machen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, wurden die Medien dazu aufgerufen, auf eine Vorberichterstattung zu verzichten, so eine Pressemitteilung des Stadtmarketings Würzburg.

Situation angesichts des Corona-Shutdowns

In Dresden fand die Demonstration ohne Teilnehmer schon am vergangene Freitag statt: hunderte Stühle aus der Gastronomie wurden für mehrere Stunden leer und verwaist vor der Frauenkirche aufgestellt. Daran beteiligten sich rund 530 Gastronomen, um auf die dramatische Situation der Branche angesichts des Corona-Shutdowns aufmerksam zu machen, so eine Pressemitteilung des Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“. „Die Kollegen in Dresden haben einen sehr kreativen Weg des Protests gefunden und mit den leeren Stühlen vor der Frauenkirche einen eindrucksvollen Hilferuf aus der Branche gesendet“, sagt Michael Kuriat, Präsident des Leaders Clubs Deutschland in einer Presseinformation.

Auch Würzburg beteiligt

Aus diesem Grund stellen auch in Würzburg mehrere Unternehmer des Gastgewerbes am Freitag zwischen 11 und 13 Uhr leere Stühle am Marktplatz auf. Jeder Stuhl repräsentiert dabei ein Gastronomieunternehmen, heißt es – ein Hilferuf der Wirte und Hoteliers an die Bundesregierung sowie an den Freistaat. Laut Berichten des BR soll die Aktion am kommenden Freitag wiederholt werden.

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Mit mehr als 150 Stühlen beteiligten sich Gastronomen an der stillen Demo "Leere Stühle". Foto: Sarah Willer

Klarere Regelungen und finanzielle Unterstützung gefordert

Natürlich sollen mit der stillen Protestaktion auch Kernforderungen gestellt werden, so fordern die Gastronomen einen klaren Fahrplan für die Wiedereröffnung und eine Einführung der 7 % Mehrwertsteuer für das gesamte gastronomische Angebot des Gastgewerbes, heißt es in einer Pressemitteilung des Stadtmarketings. Auch das Kurzarbeitergeld solle aufgestockt werden und für Azubis eingeführt werden, genauso sollen alle Unternehmen mehr Zuschüsse bekommen.

Kritisiert werden auch die Regelungen zu Veranstaltungen: Wenn diese bezüglich ihrer Größe und Besucherzahl klarer formuliert werden, können neben Gastronomen auch Künstler und Veranstalter besser planen, heißt es. Genauso sollen einfache und eindeutige Regelungen zur Umwandlung gekaufter und bezahlte Tickets in Gutscheine erfolgen.

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