#FridaysForFuture-Streik in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
#FridaysForFuture-Streik in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Fridays for Future: Auch Würzburg nimmt an Online-Demo teil

Am Freitag, den 24. April 2020, findet der fünfte globale Klimastreik von Fridays For Future statt. Anders als bei den vergangenen Aktionstagen werden diesmal allerdings keine Menschenmassen auf den Straßen für Klimagerechtigkeit protestieren: Aufgrund der Corona-Pandemie ruft Fridays For Future zu alternativen, gesundheitlich unbedenklichen Protestformen am Freitag auf.

Online-Demo mit Musik-Programm

Anstelle des normalen Streikprogramms wird ab 12:00 Uhr auf YouTube eine Online-Demo mit Musikprogramm und Redebeiträgen von internationalen Klimaaktivistinnen und Scientists For Future übertragen. Unteranderem wird Katja Riemann mit Erik Marquardt über die Situation der Geflüchteten auf Lesbos reden und Eckhardt von Hirschhausen mit Pflegepersonal die aktuelle Lage in Krankenhäusern aufgreifen. Musikalische Unterstützung bekommen sie von Giant Rooks, Mogli und Clueso, der im Livestream seine neue Single „Tanzen“ released.

“Sowohl die Klimakrise als auch die Coronakrise lassen sich nicht national lösen. Wir brauchen bei beidem internationale Maßnahmen. Die Klimakrise macht aber auch in der Corona-Pandemie keine Pause. Deswegen werden wir am 24. April wieder weltweit Klimagerechtigkeit einfordern”, sagt Pauline Daemgen aus Berlin.

Auch Würzburg beteiligt sich

Auch die Unterstützer aus Würzburg können sich mithilfe einer Aktion beteiligen. Fridays for Future Würzburg ruft dazu auf, Plakate in der Stadt zu verteilen beispielsweise vor zentralen politischen Orten wie dem Rathaus oder einfach vor der eigenen Haustür. Zusätzlich können die Würzburger Straßen mit Kreide verziert werden und ein Mundschutz mit Message getragen werden. Davon dann einfach ein Foto machen und den Hashtag #fighteverycrisis benutzen. Zum Schutz von Risikogruppen hatten die Aktivistinnen und Aktivisten ihren Protest seit März ins Netz verlegt und rufen zum #NetzstreikFürsKlima auf.

„Branchen der Zukunft“

“Menschenleben müssen endlich über Profite gestellt werden. Für eine langfristige Krisenbekämpfung hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft brauchen wir nachhaltige Antworten auf die Coronakrise. Anstatt mit der Einführung von Autoprämien und der Förderung veralteter Energieträger krampfhaft an der Vergangenheit festzuhalten, müssen die Branchen der Zukunft – ‘systemrelevante Jobs’ in Pflege, Einzelhandel und ÖPNV genauso wie erneuerbare Energien oder nachhaltige Landwirtschaft – gestärkt aus der Krise hervorgehen”, sagt Jakob Springfeld als Zwickau.

Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Bewegung „Fridays for Future“.

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