Der Oberer Mainkai. Foto: Pascal Höfig
Der Obere Mainkai. Foto: Pascal Höfig

Wegen Corona: Grüne Jugend fordert autofreies Mainufer

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkung gibt es derzeit nicht besonders viele Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Eine von vielen Würzburgern wahrgenommene Tätigkeit ist deshalb dieser Tage ein Spaziergang oder eine kleine Radtour. Das Mainufer bietet sich dafür natürlich bestens an. Um das erhöhte Passantenaufkommen zu entzerren, fordert die Grüne Jugend Würzburg nun in einer Pressemitteilung, das Mainufer autofrei zu machen.

Mainufer für Autos sperren

Das Mainufer zwischen dem Alten Kranen und der Löwenbrücke solle für den Autoverkehr geschlossen werden, heißt es. „So können alle Menschen sicher am Main flanieren, Radfahren und dabei die aktuell geltenden Abstandsregelungen zuverlässiger einhalten als auf den bisher bestehenden engen Rad- und Fußwegen. So ließe sich der frei gewordene Straßenraum neu aufteilen“, erklärt die Grüne Jugend.

Dazu erklärt Samuel Kuhn, Sprecher der Grünen Jugend Würzburg: „Aufgrund der rückläufigen Verkehrszahlen wäre es verschenkter Platz, der von anderen Verkehrsteilnehmer viel sinnvoller genutzt werden könnte. Wenn sich diese schnell umsetzbare Maßnahme als Erfolg darstellt, kann die Stadt dieses Modell auf weitere Straßen im Würzburger Stadtgebiet ausweiten“, so Samuel Kuhn, Sprecher der Grünen Jugend Würzburg.

Als Vorbild könnten die Maßnahmen in Berlin dienen, dort werden aktuell schon Straßen für den Autoverkehr gesperrt und in Radspuren umgewandelt, heißt es weiter.

Taktverdichtung im ÖPNV gefordert

Zudem äußern sich die Grünen zum aktuellen Fahrplan des öffentlichen Nahverkehrs in Würzburg. Sobald die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden, seien auch wieder mehr Menschen auf den Nahverkehr angewiesen, heißt es.

„Perspektivisch darf der Öffentliche Nahverkehr nicht auf dem Abstellgleis landen. Deshalb muss der Takt wieder verdichtet werden – ein Samstagsfahrplan ist keine Dauerlösung“, meint Miriam Zschau, Schatzmeisterin der Grünen Jugend Würzburg und ergänzt: „Gerade, weil auch in Bus und Bahn Abstandsregeln eingehalten werden müssen, braucht es mehr Fahrten, um einer Überfüllung und damit einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr entgegenzuwirken.“

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