Wie geht man bei einer Wohnungsauflösung im Todesfall von Angehörigen am besten vor? Foto: Pascal Höfig
Wie geht man bei einer Wohnungsauflösung im Todesfall von Angehörigen am besten vor? Foto: Pascal Höfig

Wohnungsauflösung im Todesfall: Wie geht man vor?

Wenn ein geliebter Mensch geht, dann ist das für die Hinterbliebenen immer eine sehr schwere Zeit. Denn neben Trauer und Leid müssen unglaublich viele Erledigungen gemacht werden. Diese sind alles andere als angenehm. Neben den ganzen Behördengängen gehört ebenfalls die Auflösung der Wohnung oder des Hauses dazu. Dabei kommt es nicht nur auf die emotionale Stärke an – schließlich werden die Angehörigen noch einmal mit dem Leben der verstorbenen Person konfrontiert – sondern es gibt viel zu organisieren. Die nachfolgenden Punkte sollen helfen, eine bevorstehende Wohnungsauflösung im Todesfall vorbereitet anzugehen.

Mietvertrag übernehmen oder umziehen?

Lebt der Angehörige in der gleichen Wohnung wie die verstorbene Person, besteht das Recht, weiterhin in den Räumlichkeiten leben zu dürfen. Dennoch spielen hier einige Faktoren eine Rolle. Manch einer möchte schlicht aus persönlichen Gründen nicht mehr in der Wohnung bleiben. Andere wiederum können sich die Miete allein nicht leisten. Generell wird der Mietvertrag nicht aufgehoben. Selbst, wenn die verstorbene Person der Hauptmieter war. Dennoch ist es möglich, das Mietverhältnis mit einer Frist von 14 Tagen zu kündigen. Grundsätzlich muss der Besitzer des Objekts jedoch über den Tod informiert werden. Damit kann ebenfalls die Mitteilung erfolgen, ob weiterhin in der Wohnung gelebt wird oder der Mietvertrag gekündigt werden soll.

Todesfall in Würzburger Senioreneinrichtung der AWO

Soll die Wohnung aufgelöst werden, gilt es einige Dinge zu beachten. Zum einen muss entsprechend vorher das Mietverhältnis gekündigt werden. Anschließend gilt es Gas- und Stromlieferanten zu informieren. Ebenso müssen Telefon, Konten, Abos, Rundfunkgebühren und Bausparverträge abgemeldet oder gekündigt werden. Wichtig ist in diesem Kontext ebenfalls die Versicherungsträger, einschließlich der Rentenversicherungsanstalt, vom Tod in Kenntnis zu setzen. Im Regelfall ist hierfür ein formloses Schreiben mit einer Kopie der Todesfallurkunde ausreichend.

Kein Interesse an der Wohnung

Wichtig: Ist kein Lebenspartner vorhanden oder will dieser das Erbe nicht übernehmen, geht der Besitz in gerader Linie über. Das heißt, an die Kinder, Eltern, Geschwister etc. Will niemand etwas mit der Auflösung des Haushaltes zu tun haben, etwa, weil die Annahme besteht, dass der Verstorbene hoch verschuldet war, muss eine Ausschlagungserklärung beim Nachlassgericht zur Niederschrift oder in öffentlich beglaubigter Form, etwa über einen Notar, abgegeben werden. Ein einfaches Schriftstück reicht hier nicht aus. Ebenfalls ist eine Frist von sechs Wochen einzuhalten. Stichtag ist dabei der Tag, an welchem man von der Erbschaft erfahren hat.

Entrümpelung der Wohnung

Sind alle bürokratischen Details geklärt, kann es an die Entrümpelung der Wohnung gehen. Dabei sollte einem bewusst sein, dass diese Aufgabe noch einmal alles von einem abverlangt. Nicht nur körperlich, sondern vor allem emotional. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich einen professionellen Partner an die Seite zu holen. Speziell Räumungsunternehmen aus der Nähe können helfen, das Ganze stressfrei über die Bühne zu bringen. Das kompetente Entrümpelungs- oder Umzugsunternehmen übernimmt sämtliche Aufgaben – von der Planung bis zur Entsorgung von Problem-Müll. Wichtig ist, sich im Vorfeld beraten zu lassen. Ist geplant, die Entrümpelung in Berlin in eigener Regie durchzuführen, müssen die entsprechenden Schritte selbst geplant und durchgeführt werden. Hierzu zählt es, alles auszuräumen, zu verpacken, Möbel abzubauen, den Transporter zu organisieren, Altes zu entrümpeln und zu entsorgen und selbstverständlich alles andere aus der Wohnung zu bringen.

Lagern, behalten oder verkaufen?

Im Laufe der Zeit sammeln sich unzählige Dinge in einem Haushalt. Das ganze Ausmaß wird erst bewusst, wenn nach einem Todesfall die Erbmasse Stück für Stück durchsucht wird. Neben Erinnerungsstücken, Bildern und Schmuck findet man Kleidung, Elektrogeräte, Möbel und vieles mehr. Einiges davon soll oftmals als Andenken bewahrt werden. Anderes muss entsorgt werden. Dabei ist daran zu denken, dass gut erhaltene Dinge anderen Menschen noch helfen können. Ist ausreichend Platz vorhanden, können die Hinterlassenschaften gelagert werden. Jedoch bietet es sich an, neben den Stücken, welche behalten werden, den Rest, bevor er auf dem Sperrmüll landet, noch zu verkaufen.

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