Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Verkehrspolizei stoppt 28-Jährigen nach halsbrecherischer Flucht

Am Donnerstagnachmittag hat ein 28-Jähriger, stark alkoholisierter Fiesta-Fahrer auf der Flucht vor der Polizei nicht nur seine 16 Jahre alte Beifahrerin, sondern auch andere Pkw-Fahrer gefährdet. Die Würzburger Verkehrspolizei konnte den Beschuldigten unter Einsatz ihres Streifenwagens stoppen, bevor Personen verletzt wurden. Der junge Mann sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Flucht durch halsbrecherisches Fahrmanöver

Gegen 14.00 Uhr hatte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg- Biebelried sich entschlossen, einen Ford Fiesta, der auf der A3 von Aschaffenburg in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs war, zu kontrollieren. Der Fahrer des Fahrzeuges versuchte sich der Anhaltung durch Flucht zu entziehen und legte dabei halsbrecherische Fahrmanöver an den Tag. So schnitt er mehrfach der Streife den Weg ab, versuchte den Streifenwagen und ein ziviles Polizeifahrzeug mit hoher Geschwindigkeit zu rammen und brachte die Beamten damit in Gefahr. An der Anschlussstelle Wertheim verließ er die Autobahn und passierte mit weit über 100 Stundenkilometer Wertheim, wo er mehrere Lichtzeichenanlagen missachtete. Auf der Fahrt über die Staatsstraße 2315 in Richtung Marktheidenfeld gefährdete er bei riskanten Überholmanövern andere Verkehrsteilnehmer, so auch eine 23-jährige Pkw-Fahrerin aus Marktheidenfeld.

Keine Verletzungen

An der Anschlussstelle Marktheidenfeld wollte der Beschuldigte wieder auf die A3 in Richtung Frankfurt auffahren. Zuvor gelang es den Polizisten mit Unterstützung weiterer Streifen benachbarter Dienststellen dann, den Fiesta auf dem Zubringer auszubremsen und unter Einsatz des Streifenwagens auch zu stoppen. Dabei wurden der Fiesta und ein Streifenwagen beschädigt, verletzt wurde niemand.

Diebstahl des Ford Fiestas

Schnell stellte sich anschließend heraus, warum der 28-Jahre alte Fahrer vor der Polizei die Flucht ergriffen hatte. Er selbst ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und das Fahrzeug wurde vor 21 Tagen in Augsburg als gestohlen gemeldet. Für den Mann liegt zudem bereits ein offener Untersuchungshaftbefehl wegen des Diebstahls des besagten Ford Fiestas, der zur Eigentumssicherung sichergestellt wurde, vor. Ein Atemalkoholtest bei dem Tatverdächtigen brachte das Ergebnis von über 3 Promille an den Tag.

Strafverfahren eingeleitet

Er musste die Beamten zur Dienststelle begleiten, wo zwei Blutentnahmen bei dem Beschuldigten durchgeführt wurden. Er muss mit einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Nötigung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiterer Delikte rechnen. Genau wie seine 16 Jahre alte Beifahrerin konnte der Wohnsitzlose keinen triftigen Grund vorweisen, warum er gemeinsam mit der Jugendlichen unterwegs war. Beide erwartet deshalb nun auch eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Verordnung zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung.

Erlass des Haftbefehls

Die 16-Jährige wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen am Donnerstagabend ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der 28-Jährige wurde am Freitag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Augsburg dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Der Richter bestätigte den Erlass des Haftbefehls wegen Diebstahls eines Kraftfahrzeugs und der Beschuldigte wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Wer kann Hinweise geben?

Zeugen, die die Flucht des Fiesta-Fahrers beobachtet haben oder durch die Fahrmanöver des Beschuldigten gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-2230 bei der Polizei zu melden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

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