Die Reisegruppe am Flughafen in Phnom Penh. Foto: Freitag
Die Reisegruppe am Flughafen in Phnom Penh. Foto: Freitag

Coronakrise: Würzburgerinnen stecken in Kambodscha fest

Zahlreiche Deutsche sitzen in Kambodscha fest. Unter ihnen befinden sich auch die Freundinnen Nicole Freitag und Nadine Fuchs aus Würzburg. Ihre Rückflüge wurden wegen der Corona-Krise gestrichen. Aktuell haben sie sich in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, zusammen gefunden und hoffen auf eine Rückholaktion der Bundesregierung. Doch die Aussicht auf eine baldige Heimkehr ist gering.

Protest vor der Deutschen Botschaft

Die deutschen Urlauber, darunter auch die Würzburger, haben sich vor der Deutschen Botschaft in Phnom Penh versammelt und protestieren. „Wir wollen nach Hause“, so die Protestrufe. Doch die Hilfe der Botschaft bleibt bislang aus. Auch die Reiseveranstalter bieten wenig Unterstützung.  Die Airlines haben so gut wie alle Flüge abgesagt und die wenigen, welche übrig bleiben sind für die viele unbezahlbar.

Updates: Covid-19 in Würzburg

So auch für die zwei Würzburgerinnen Nicole Freitag und Nadine Fuchs. Bereits seit einer Woche sind sie auf der Suche nach einem Rückflug. Doch die beiden Freundinnen sitzen nach wie vor mit einer 50-köpfigen Reisegruppe in Kambodscha fest. Durch den Protest erhoffen sie sich baldige Hilfe.

Erschwerte Umstände

Nicole Freitag berichtet, die Botschaft könne keine Rückholaktion starten, da es wohl schwierig sei, eine Landeerlaubnis zu erlangen und es an Personal fehle. Dabei gibt es anscheinend bereits 1.200 Einträge aus Kambodscha auf der Elefand-Liste des Auswärtigen Amtes. Auf der genannten Liste können sich deutsche Personen im Ausland registrieren. Hinzu kommen erschwerte Umstände wie das Gesundheitszertifikat „fit for flight“. Einige Airlines haben sich dazu entschieden, dass nur noch Personen mit diesem Zertifikat mitreisen dürfen. Doch dieses ist lediglich 72 Stunden gültig und auch nur für eine begrenzte Anzahl Personen am Tag ausstellbar. Dazu kommt, dass einige Visa der Deutschen demnächst ablaufen und dringend erneuert werden müssen.

Keine Aussicht auf baldige Heimkehr

Da momentan wenig bis keine Hilfe für die gestrandeten Würzburgerinnen in Kambodscha angeboten wird, kann noch nicht abgesehen werden, wann sie nach Hause zurückkehren können. Das Auswärtige Amt hat eine Liste herausgegeben, auf der alle Länder aufgeführt sind, bei denen eine Rückholaktion geplant ist. Diese ist auf der Homepage zu finden. Aktuell ist Kambodscha dort allerdings nicht aufgeführt. Es bleibt also abzuwarten, wie die Situation vor Ort geregelt wird.

Zweifel an der angeblich vorbildhaften Rückholaktion

„Man wird abgewimmelt und nicht Ernst genommen“, so Alexander Kütt, ein in Kambodscha lebender Würzburger. Er redet über die Botschaft vor Ort. Durch die ausbleibende Hilfe zweifelt er an der angeblich vorbildlichen Rückholaktion. Die Redaktion der Main-Post hat sich mit dem Auswärtigen Amt und Alexander Kütt in Verbindung gesetzt. Er berichtet über die Vernetzung der Gestrandeten und der aktuellen Lage vor Ort. Die informativen Auskünfte sind im Artikel „Corona-Krise: Würzburger sitzen in Kambodscha fest“ zu finden. Zudem gibt es eine Übersichtsseite mit aktuellen Updates rund um Covid-19 in Würzburg.

Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel der Main-Post Redakteurin Katja Glatzer.

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