dem Smartphone. Symbolfoto: Dominik Ziegler
Wie überträgt sich das Virus über Oberflächen wie Smartphones? Symbolfoto: Dominik Ziegler

Kontaktinfektion vermeiden: So überträgt Coronavirus sich über Oberflächen

Gastbeitrag von Laura Fehl.

Das Coronavirus wird grundsätzlich durch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung verbreitet. Hierbei wird das Covid-19 Virus in erster Linie durch die direkte Kontaktinfektion, auch Schmierinfektion genannt, von einem Infizierten zum nächsten Menschen übertragen. Da beim Coronavirus die Atemwege betroffen sind, wird das Virus größtenteils durch eine Tröpfcheninfektion verbreitet. Das bedeutet beim Niesen, Husten oder Küssen können die Viren verbreitet werden. Neben Speichel können auch andere Körperflüssigkeiten wie Blut, bei offenen Wunden, oder Ausscheidungen wie Urin infektiös sein. Hierbei gilt jedoch: Das Virus kann nur über direkten Kontakt der Viren mit Schleimhäuten in zum Beispiel Mund, Nase, Augen oder bei Kontakt mit offenen Wunden übertragen werden. Wie überträgt sich das Virus über Oberflächen?

Bei einer Kontaktinfektion werden über mehrere Berührungen die Erreger des Covid-19 Virus übertragen. Das bedeutet, auch über eine indirekte Kontaktinfektion kann sich das Coronavirus über verschiedene Oberflächen verbreiten. Jedoch ist das Virus nicht auf allen Oberflächen oder Gegenständen überlebensfähig und falls doch für unterschiedliche Zeiträume.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Fälle bekannt, bei denen das Virus über den indirekten Kontaktweg zu einer Ansteckung geführt hat. Jedoch sollte jedem bewusst sein, dass die Möglichkeit besteht, sich durch infizierte Gegenstände oder Oberflächen anzustecken.

Wie lange überleben die Viren in der Umwelt?

Die Stabilität von Viren in der Umwelt hängt von Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Oberflächenbeschaffenheit ab. Coronaviren haben glücklicherweise eine geringe Stabilität in der Umwelt, weshalb die Ansteckung über Oberflächen wirklich nur kurz nach in Kontakt Kommen der Viren mit der Oberfläche wahrscheinlich ist. Vor allem auf trockenen Oberflächen haben die Coronaviren eine sehr geringe Überlebenschance.

Forscher gehen aktuell von folgenden Überlebenschancen auf unterschiedlichen Oberflächen aus, bei denen eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann:

  • Aerosol: bis zu 3 Stunden
  • Kupferoberflächen: bis zu 4 Stunden
  • Karton: bis zu 24 Stunden
  • rostfreier Stahl: bis zu 48 Stunden
  • Edelstahl & Plastik: bis zu 2-3 Tage

Da die Zeitangaben aus einem Laborversuch stammen, sind die Angaben nur eine Einschätzung. Wie lange die Viren tatsächlich in der Umwelt überleben hängt zusätzlich von der Menge der Viren auf der jeweiligen Oberfläche ab.

Bei diesen Gegenständen ist Vorsicht angesagt

Wenn eine infizierte Person Tröpfchen, in denen die Viren vorhanden sind, in Form von Niesen oder Husten auf Oberflächen befördert, dann können die Erreger bei Berührung der infizierten Oberflächen an die Hände von Anderen gelangen. Unter anderem kann man die Viren auf folgenden Oberflächen am ehesten vermuten:

  • Türklinken
  • Klingeln
  • Geschirr
  • Besteck
  • Geldscheine oder Münzen
  • Smartphones

Übertragung durch Lebensmittel

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus über Lebensmittel ist nach Aussagen von Experten des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) unwahrscheinlich. Trotzdem sollte man beim Einkauf darauf achten, nicht unnötig viele Lebensmittel zu berühren und bei der Verarbeitung von Lebensmitteln genaue Hygienevorschriften zu beachten. Die Viren, welche das Covid-19 Virus übertragen, sind hitzeempfindlich und können durch das Erhitzen von Lebensmitteln auf denen Coronaviren vorhanden sind zusätzlich das Infektionsrisiko verringern.

Natürlich gilt auch hier im Allgemeinen: Durch regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren, Nicht-ins-Gesicht-Fassen und Vermeidung von unnötigen Berührungen von Gegenstände kann das Ansteckungsrisiko wesentlich verringert werden. Mit Coronaviren infizierte Oberflächen können mit Desinfektionslösungen, die Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit enthalten, gut von den Erregern befreit werden. Dabei sollte man am besten Einweghandschuhe tragen, die man danach im Müll entsorgt.

#CoronaCare – Würzburg hilft sich

Die Corona-Pandemie schränkt zunehmend den Alltag der Menschen in Würzburg ein. Wir möchten die Möglichkeit für eine moderierte Plattform bieten, um Hilfesuchende und Helferinnen und Helfer zu vernetzen. Hilfesuchende sind vor allem gefährdete Gruppen wie Senioren, bei denen auch alltägliche Aufgaben mit einem Ansteckungs-Risiko verbunden sind oder Menschen in Quarantäne.

Helfende können alle Würzburgerinnen und Würzburger, Studierende & Co. sein, die Nachbarschaftshilfe und Betreuung anbieten wollen und keine Infektionsgefahr für die Hilfsbedürftigen bergen.

Dafür haben wir eine Facebook-Gruppe „#CoronaCare Würzburg hilft sich„, um Hilfe zu kommunizieren und die relevanten Informationen zu verbreiten. Mehr als 3.500 Leute sind bereits beigetreten. Sei auch Du dabei!

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