Frühjahrsvolksfest Würzburg 2018. Foto: Pascal Höfig
Frühjahrsvolksfest Würzburg . Foto: Pascal Höfig

Coronavirus: Frühjahrsvolksfest findet nicht statt

Die Stadt Würzburg erlässt eine Allgemeinverfügung, nach der öffentliche und private Veranstaltungen auf dem Gebiet der Stadt Würzburg geregelt werden. Aufgrund der Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums vom 11.03.2020 sind alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Zeitraum bis 19.04.2020 bayernweit untersagt. Darunter fällt auch das „Frühjahrsvolksfest“. Die konkreten Regelungen für Veranstaltungen für 500 bis 1.000 Besucher dienen dem Zweck, eine Ausbreitung des Coronavirus zeitlich und räumlich zu verlangsamen und sollen den Veranstaltern Handlungssicherheit geben. Gewerbetreibenden bietet die Stadt finanzielle Unterstützung an.

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Zunächst Einschränkungen versucht worden

Seit dem Auftreten der ersten bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle in Deutschland stand die Stadt Würzburg in stetiger und enger Abstimmung mit den Schaustellern, dem Festwirt, zum Teil auch direkt mit Lieferanten und Beschickern des Frühjahrsvolkfestes. Zunächst war versucht worden, das Frühjahrsvolksfest, wenn auch mit Einschränkungen und angepassten Regelungen stattfinden zu lassen.

Lichtergedenken zum 16.März fällt aus

Ebenfalls unter die Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums fällt das Lichtergedenken am 16. März um 21 Uhr vor dem Dom. Da dort über 10.000 Menschen wie 2015 zu erwarten sind, wird es ebenfalls durch die Allgemeinverfügung untersagt. Alle übrigen Gedenkveranstaltungen der Stadt Würzburg finden dagegen in Übereinstimmung der Rechtsgrundlage der Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg statt.

Diese Events fallen aus

Abgesagt werden jedoch alle Konzerte der städtischen Einrichtungen Jugendkulturhaus Cairo wie auch des B-Hofes aufgrund der beengten Raumsituation in den Veranstaltungsorten sowie der schwer einzuhaltenden Hygieneanforderungen.

Einschränkungen für Veranstaltungen

Mit der ab Donnerstag, 12. März 2020, 12 Uhr und bis einschließlich 19. April 2020 geltenden Allgemeinverfügung werden Einschränkungen für öffentliche, aber auch private Veranstaltungen auf städtischem Grund geregelt und zwar ab einer Besucherzahl von 500 Personen. Sie umfasst Regelungen für geschlossene Räume wie auch Veranstaltungen unter freiem Himmel und schließt auch Tanzveranstaltungen ein. Pro Person müssen in geschlossenen Räumen je mindestens vier Quadratmeter Aufenthaltsfläche zur Verfügung stehen, maximal 150 Personen dürfen tanzen.

Bei Bestuhlung in geschlossenen Räumen dürfen sich nur dann bis zu 1.000 Teilnehmer darin befinden, wenn jede zweite Stuhl- oder Bankreihe unbenutzt bleibt. Ansonsten gilt eine Obergrenze von 500 Personen in geschlossenen Räumen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen nicht mehr als 500 Personen gleichzeitig anwesend sein.

Unter 500 Personen Risikobewertung nach RKI

Über Hygieneschutzmaßnahmen muss bei allen Veranstaltungen ab 500 bis 1.000 Personen aktiv informiert werden. Veranstaltern, auch bei Veranstaltungen unter 500 Personen, obliegt selbstständig die Risikobewertung anhand der vom Robert-Koch-Institut und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vorgegebenen Kriterien.

Hinsichtlich aktueller Entwicklungen stehen alle beteiligten Stellen in Würzburg Stadt und Land weiterhin in ständigem Austausch. Das Landratsamt erlässt eine gleichlautende Regelung.

Stadt bietet Gewerbetreibenden Unterstützung an (Stand: 12. März 11.45 Uhr)

Wegen des Coronavirus werden viele Veranstaltungen abgesagt. Hoteliers, Tourismus, Gastronomie und Veranstalter werden teilweise massive finanzielle Einbußen zu verkraften haben durch wegfallende Veranstaltungen, fehlende Gäste oder Personalausfall. Oberbürgermeister Christian Schuchardt sichert den Würzburger Betroffenen Unterstützung zu. Im Besonderen die unbürokratische Stundung der Gewerbesteuerzahlungen sollte es zu Liquiditätsschwierigkeiten kommen. Schuchardt wird sich darüber hinaus an die Staatsregierung wenden. Ziel muss die Einrichtung eines Nothilfefonds zur Unterstützung der betroffenen Unternehmen sein.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Würzburg trägt aktuell alle Informationen zusammen, aus denen ersichtlich wird, wo Betroffene welche Unterstützung von Bund und Land anfordern können, diese werden über die Homepage der Stadt Würzburg unter www.wuerzburg.de/coronavirus abrufbar sein. Darüber hinaus wird ab kommender Woche ein Infotelefon für Gewerbetreibende in der Stadt Würzburg eingerichtet.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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