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Landratsamt Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig
Landratsamt Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig

Coronavirus: Bestätigte Fälle in Stadt und Landkreis Würzburg

UPDATE (Stand 15. März, 00:00 Uhr): Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg bestätigt sieben weitere positiv auf das Corona-Virus getestete Personen. In diesen Neufällen ermittelt das Gesundheitsamt wie gewohnt routiniert mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen. Damit sind für Stadt und Landkreis Würzburg zum heutigen Stand 66 Fälle bestätigt.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat außerdem am Sonntag ein zweites Mal über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall in Würzburg informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: „Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg.“ Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Dieser war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden.

Update 11. März 2020

UPDATE (Stand 11. März, 16 Uhr): Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg meldet fünf weitere Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 24 bestätigte Fälle. In allen Fällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen.

Zu den bisher bekannten Risikogebieten Italien, Iran, in China Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und in Südkorea Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang), zählt seit heute die Region Grand Est in Frankreich (diese enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne).

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Update 10. März 2020

UPDATE (Stand 10. März, 18.00): Die Zahl der Infizierten für Stadt und Landkreis Würzburg auf insgesamt 19 erhöht (davon ein weiterer Fall im Seniorenheim). Inzwischen sind mehr als 250 enge Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt. 

Das Gesundheitsamt Würzburg für Stadt und Landkreis bestätigt drei weitere positiv auf den Corona-Virus getestete Personen, das meldet das Landratsamt in einer aktuellen Pressemitteilung (Stand 9. März). Bei zwei Fällen konnte die Infektionsquelle zurückverfolgt werden; beim dritten Fall ermittelt das Gesundheitsamt derzeit intensiv mögliche Infektionsquellen. Damit sind für Stadt und Landkreis Würzburg derzeit 15 Fälle bestätigt.

Auch bezüglich eines Würzburger Altenpflegeheims, in dem ein mit dem Corona-Virus infizierter Fall aufgetreten ist, ermittelt das Gesundheitsamt mögliche Infektionsquellen und Kontaktpersonen. Diese Person ist derzeit in stationärer Behandlung.

Mehr Infos zum Corona-Virus in Würzburg

Da sich die Zahl der Personen, bei denen das Virus noch nicht nachgewiesen wurde, stündlich ändert, kann die Anzahl der unter häuslicher Quarantäne stehenden Personen nicht benannt werden.

Kitaschließungen in Würzburg

Nachdem das Gesundheitsamt erfahren hat, dass sich in der Kindertagesstätte St. Paul in der letzten Woche eine Person aufgehalten hat, die positiv getestet wurde und somit in der letzten Woche infektiös war, wurde die Kita für 14 Tage geschlossen.

Schulschließungen in Würzburg

Von Schulschließungen sind derzeit in Würzburg die Leonhard-Frank-Schule mit den Standorten am Heuchelhof und in Rottenbauer betroffen. Dazu kommt seit heute das Dag-Hammerskjöld-Gymnasium in privater Trägerschaft. Nachdem in der David-Schuster-Realschule die Ermittlungen noch laufen und nicht so schnell abgeschlossen sein können, wurde dort eine Schließung bis zum 13.03.2020 angeordnet.

Die 7. Jahrgangsstufe der Realschule im Main-Dreieck, Ochsenfurt bleibt bis zur Klärung eines Verdachtes geschlossen. Nähere Informationen hierzu gibt das Schulamt bzw. die Schulen selbst heraus.

Nur als Risikopatienten Eingestufte werden getestet

Derzeit lässt das Gesundheitsamt täglich mehr als 40 Personen auf die Infizierung mit dem Corona-Virus testen. Dr. Johann Löw, Leiter des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Würzburg, betont: „Nicht jeder, der sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt mit einer solchen Person hatte, muss getestet werden. Das Gesundheitsamt entscheidet, entsprechend der Dringlichkeit und vorhandenen Testkapazitäten, wer getestet werden muss.“

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Vertreter von Gesundheitsamt, Stadt und Landkreis schildern bei einer Pressekonferenz die Lage rund um den Coronavirus in Würzburg. Foto: Katharina Kraus

Vertreter von Gesundheitsamt, Stadt und Landkreis schildern bei einer Pressekonferenz die Lage rund um den Coronavirus in Würzburg. Foto: Katharina Kraus

Die neu eingerichtete ambulante Untersuchungsstelle am Universitätsklinikum kann ausschließlich Patienten berücksichtigen, die vorher mit dem Gesundheitsamt unter der Bürgertelefonnummer 0931 – 8003 5100 Kontakt aufgenommen haben und als gefährdet eingestuft worden sind. Das Gesundheitsamt meldet begründete Verdachtsfälle an die Untersuchungsstelle zur Testung an.

Wer Kontakt mit einer bereits positiv auf eine Corona-Infektion getesteten Person hatte, wird nicht automatisch getestet, solange er keine Symptome zeigt und für die Eindämmung der Infektionen nicht von Bedeutung ist. Vorsichtshalber dürfen Schüler und Kinder vom Tag des Kontaktes an 14 Tage nicht in Kita und Schule gehen.

Bürgertelefon: Mehr als 1.000 Anrufe seit Freitag

Das Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Würzburg nahm seit der Freischaltung am Freitag bis Montagabend mehr als 1.000 Anrufe entgegen. Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr unter 0931 – 8003-5100 zu erreichen.

Die Liste der häufig gestellten Fragen ist – wie auch weitere Informationen zum Coronavirus – sind auf der Homepage einzusehen.

Stark frequentiert war das Bürgertelefon zum Coronavirus bereits am ersten Tag. Foto: Eva Schorno

Stark frequentiert war das Bürgertelefon zum Coronavirus bereits am ersten Tag. Foto: Eva Schorno

Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Coronavirus außerdem unter www.rki.de oder www.stmgp.de. Die Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist unter 0 91 31 – 68 08-51 01 zu erreichen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist unter 116 117 erreichbar.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Würzburg.
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