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Symbolbild Hände waschen. Foto: Jessica Hänse
Symbolbild Hände waschen. Foto: Jessica Hänse

Coronavirus: Maßnahmen öffentlicher Einrichtungen in Würzburg

Derzeit dreht sich auch bei Arbeitgebern und öffentlichen Einrichtungen in Sachen Gesundheit alles um den neuen Coronavirus „SARS-CoV-2“. Zwar gibt es bundesweit schon Infizierte, Würzburg und die Region blieben trotzdem bisher verschont. Wie bereits berichtet, soll laut Uniklinik Würzburg dennoch damit gerechnet werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet und auch Würzburg erreicht. Gesundheitsschutz stehen bei Behörden, Uni und Co. an oberster Stelle, deshalb informieren sie umfassend über beschlossene Maßnahmen bezüglich des Coronavirus.

Desinfektionsspender in FHWS

Studenten und Mitarbeiter der FHWS werden demnach gebeten, einen Aufenthalt in Risikogebieten nach dem 14. Februar an eine Funktionsadresse der FHWS zu melden, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. Des Weiteren sollen diese in den ersten zwei Wochen nach der Rückkehr zu Hause bleiben und dienstliche sowie studentische Aufgaben von dort aus erledigen. Außerdem werden Dienstreisen und Exkursionen in Risikogebiete abgesagt und dazu aufgerufen, Reisen in deutsche Risikogebiete „mit Bedacht zu planen“, wie es in der Presseinformation heißt.

Auch in den Räumlichkeiten sind Maßnahmen beschlossen worden: Nun stehen hier Desinfektionsspender und -tücher bereit, außerdem wird auch hier an Hygienemaßnahmen nach dem Robert-Koch-Institut erinnert.

Zurückhaltung am Weihwasserbecken

Auch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz erteilt Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus, wie es in einer Pressemitteilung des Bistums Würzburg heißt. So sollen während Gottesdiensten und im Kirchenraum Hygienemaßnahmen verstärkt Beachtung finden, besonders bei Priestern und Kommunionhelfern. „Jeder Einzelne und die im öffentlichen Bereich Verantwortlichen sind aufgefordert, um der Ansteckung entgegenzuwirken. Dies gilt auch für den Bereich der Kirche“, so die Pressemitteilung. Zudem sind Personen, die einen Verdacht auf Erkrankung haben, dazu aufgerufen, Gottesdienste auszulassen – sowohl Mitfeiernde wie auch Mitarbeiter.

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Außerdem gilt nicht nur Vorsicht bei Kelchkommunion und Mundkommunion: auch bei der Nutzung von Weißwasserbecken in der Kirche wird laut Pressemitteilung Zurückhaltung empfohlen.

Schulen und Kindergärten

Das Kultusministerium hat eigene Richtlinien erlassen: Eltern sollen Kinder, die an Symptomen einer Infektionskrankheit leiden, demnach nicht in Schulen oder Kindergärten schicken und Kinder die Einrichtungen erst wieder besuchen, wenn sie wieder komplett gesund sind. „Kinder, die einschlägige Krankheitssymptome zeigen und sich innerhalb der letzten 14 Tage in den bekannten Verbreitungsgebieten aufgehalten haben, dürfen die Kita nicht mehr besuchen. In diesen Fällen muss umgehend telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 aufgenommen werden“, so Informationen auf der Website des Landkreises Würzburg. „Wenn ein Kind Kontakt zu einem an COVID-19 Erkrankten hatte, muss, auch wenn es keine Symptome hat, umgehend das Gesundheitsamt verständigt werden. “

Stadt und Landkreis wappnen sich

Wie die Main-Post berichtet, werden ähnliche Maßnahmen auch im Rathaus getroffen: Hier richtet man sich nach den Empfehlungen des Gesundheitsamtes. Der Gesundheitsstab habe letzte Woche getagt und die Anordnungen per Rundschreiben weitergegeben, so die Main-Post weiter. Betroffene Mitarbeiter aus Risikogebieten sollen sich demnach krankmelden.

Der Landkreis hat sich ebenfalls gewappnet: Landrat Eberhard Nuß berief am 2. März eine fachübergreifende Koordinierungsgruppe ein, um weiteres Vorgehen rund um den neuartigen Coronavirus zu organisieren, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes. Demnach wird eine „Coronavirus-Hotline“ des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Erreichbar unter: 0 91 31-68 08-51 01) eingerichtet, sollte es im Landkreis einen positiv getesteten Fall geben. Bisher konnten besorgte Bürger und Kontaktpersonen, die aus Risikogebieten zurückkehrten, gut beraten werden, heißt es weiter. Weitere Abstimmungen zwischen Landkreis, Stadt und den Würzburger Kliniken werden in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt am Donnerstag geklärt.

Sportveranstaltungen von s.Oliver Würzburg

Wie gehen die Verantwortlichen des städtischen Basketballbundesligisten s.Oliver Würzburg mit dem Thema Coronavirus um? Auf Nachfrage wurde erklärt, die Entwicklung sehr genau beobachtet würde. „Ob es ab der kommenden Woche zu Spielabsagen kommen wird, liegt nicht unserer Hand. Das hängt von den Entscheidungen und Anordnungen der Behörden ab. Sollte es in Deutschland zu Einschränkungen oder Verboten von Veranstaltungen kommen, wird die easyCredit BBL kurzfristig darüber entscheiden, welche Auswirkungen das auf den Spielbetrieb haben wird“, so ein Sprecher des Vereins.

„Wir werden in der s.Oliver Arena durch Aushänge über die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen informieren und appellieren an unsere Zuschauer, sich daranzuhalten, Rücksicht auf ihre Mitmenschen zu nehmen und unter anderem auf Händeschütteln zu verzichten“, heißt es weiter. Das Frankenderby gegen Bamberg am 6. März soll nach aktuellem Stand stattfinden.

Wie schützt man sich am besten?

Wie auch bei Grippe oder anderen Erkältungen kann man sich vor Ansteckung schützen. Die Uniklinik und das RKI empfehlen folgende Maßnahmen:

  • Einhalten von Husten- und Niesetiketten: Abstand halten, sich wegdrehen, in die Armbeuge husten
  • Gründliche Handhygiene
  • Abstand zu Erkrankten halten (etwa 1-2 m)

Corona-Fahrdienst des KVB

Bei einem begründeten Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bietet die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) seit Freitag letzter Woche außerdem einen eigenen Hausbesuchsdienst an. Damit soll vermieden werden, dass es in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte zu einer Weiterverbreitung des Virus kommt. Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, werden dringend gebeten, sich telefonisch an die Rufnummer 116117 zu wenden und nicht ohne vorherige Rücksprache die Praxen der niedergelassenen Ärzte oder auch die Bereitschaftspraxen aufzusuchen.

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Symbolbild Mundschutz und Desinfektionsmittel. Foto: Jessica Hänse

Symbolbild Mundschutz und Desinfektionsmittel. Foto: Jessica Hänse

Wenn eine Testung als notwendig erachtet wird, dann wird ein Fahrzeug, das auch die notwendige Schutzausrüstung mit an Bord hat, mit einem Arzt geschickt, der den Test in häuslicher Umgebung durchführt. Auf diesem Weg lassen sich aus Sicht der KVB neue Infektionen am besten vermeiden. Nachdem die Anruferzahlen unter der 116117 stetig steigen, kann es aber zu Wartezeiten kommen. Diese sind leider in der aktuellen Situation unvermeidlich.

Proben werden im Labor untersucht

Nach der Durchführung des Tests entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts werden die entnommenen Proben vom Fahrdienst in Labore gebracht und dort analysiert. Sollte sich der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigen, wird der Patient direkt durch das zuständige Gesundheitsamt über die weiteren Maßnahmen informiert. Wenn sich der Verdacht nicht als zutreffend erweist, dann erhalten die betreffenden Patienten im Rahmen eines strukturierten Prozesses ebenfalls eine Rückmeldung.

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