Polizei an Fasching. Foto: Pascal Höfig
Polizei an Fasching. Foto: Pascal Höfig

Fasching 2020: Polizei hat Jugendschutz und Trunkenheitsfahrten im Blick

Die Faschingszeit ist bereits in vollem Gange und ehe die großen Umzüge und Feierlichkeiten starten, möchte die unterfränkische Polizei auch dieses Jahr die Gelegenheit nutzen, sich im Vorfeld an die Feiernden zu wenden. Denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist der Polizei auch in der fünften Jahreszeit ein wichtiges Anliegen.

Das Auto im Straßengraben – der Führerschein weg und der Fahrer im Krankenhaus. So sollte die Faschingsparty nach Vorstellung der Polizei auf jeden Fall nicht enden. Aus diesem Grund werden gerade in dieser Zeit wieder verstärkt Streifen unterwegs sein, die für Sicherheit sorgen.

Kontrollschwerpunkte Jugendschutz und Trunkenheitsfahrten

Auch in diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Kontrollen wieder auf den Themen Jugendschutz und der Vermeidung von Trunkenheitsfahrten. Denn die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass gerade in der närrischen Zeit leider immer wieder Jugendliche mit erheblichen Promillewerten in Kliniken eingeliefert werden und Feiernde sich alkoholisiert oder auch unter Drogeneinfluss hinters Steuer setzen.

Rettungsdienst an Fasching Foto: Pascal Höfig

Rettungsdienst an Fasching Foto: Pascal Höfig

Im letzten Jahr konnten einige nicht mehr fahrtüchtige Faschingsfans durch die Beamten aus dem Verkehr gezogen werden bzw. es wurden vorsorglich ihre Autoschlüssel sichergestellt, um Unfälle zu vermeiden. Die Streifen konnten 69 (67 Vorjahreswerte in Klammern) alkoholisierte Fahrzeugführer und 43 (29) unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr ziehen. In 8 (20) Fällen wurde den nicht mehr Fahrtüchtigen der Autoschlüssel sichergestellt, bevor sie sich betrunken ans Steuer setzen konnten. Bei 35 (29) Pkw-Fahrern am Steuer stellten die Beamten 2019 einen Atemalkoholwert zwischen 0,5 und 1,09 Promille fest.

Alkoholmessgerät. Foto: Würzburg erleben

Alkoholmessgerät. Foto: Würzburg erleben

So ist es uns auch in diesem Jahr ein wichtiges Anliegen, Alkoholfahrten zu verhindern. Deshalb bittet die unterfränkische Polizei schon jetzt alle Faschingsnarren, sich rechtzeitig Gedanken zu machen, wie sie sicher nach Hause kommen. Ob man sich eine Mitfahrgelegenheit organisiert oder auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Taxi zurückgreift, den Führerschein oder die Verkehrssicherheit sollte man in jedem Fall nicht aufs Spiel setzen.

Denn gerade in der Feierlaune wird die eigene Fahrtüchtigkeit oft überschätzt und die Folgen einer Fahrt in diesem Zustand unterschätzt – lasst das Fahrzeug daher stehen, wenn ihr Alkohol getrunken habt, und kommt lieber sicher an.

Streitigkeiten & Körperverletzungen

Doch nicht nur im Straßenverkehr macht sich der Alkohol zur Faschingszeit bemerkbar. Oft ist es auch seine enthemmende Wirkung, die ihren Anteil an Streitigkeiten bis hin zu Körperverletzungen oder anderen Delikten hat. Einige können auch schwer einschätzen, wann sie genug haben – was für die Gesundheit nicht ohne Folgen bleibt. Achtet also auch während der Faschingsfeierlichkeiten auf euch, damit ihr die närrische Zeit ohne Reue genießen könnt.

Jugendschutz extrem wichtig

„Auch der Jugendschutz liegt uns während der fünften Jahreszeit ganz besonders am Herzen. Denn oft können unsere Jüngsten noch nicht richtig abschätzen, wie sich übermäßiger Alkoholkonsum und andere berauschende Stoffe auf sie auswirken“, so die Polizei Unterfranken. Für einen wirksamen Jugendschutz ist es essenziell, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. So sollten die Veranstalter genau darauf achten, was an die Jugendlichen ausgeschenkt wird. „Genauso raten wir den Eltern, ein Auge darauf zu haben, was ihre Sprösslinge trinken, und wann sie nach Hause kommen“, heißt es weiter.

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