Symbolbild Berufsverkehr. Foto: Dominik Ziegler
Symbolbild Berufsverkehr. Foto: Dominik Ziegler

Wahlarena Würzburg: Meinungen zu Würzburgs Verkehr gehen auseinander

Spannende Wortgefechte und unterschiedliche Ansichten bei der Wahlarena der Main-Post: Am Dienstag, den 11. Februar, traten die sechs Würzburger OB-Kandidaten Dagmar Dewald (ÖDP), Martin Heilig (Grüne), Volker Omert (Freie Wähler), Sebastian Roth (Linke), Kerstin Westphal (SPD) und Christian Schuchardt (CDU) an, um ihre Ideen und Vorschläge für das zukünftige Würzburg zu präsentieren. 900 Zuschauer folgten der spannenden Diskussion im Vogel Convention Center Würzburg. Besonders beim Thema Verkehr gingen die Meinungen der Oberbürgermeister-Kandidaten stark auseinander und es kam zu einer hitzigen Debatte.

Die OB-Kandidaten in (von links oben nach rechts unten): Dagmar Dewald (ÖDP), Martin Heilig (Grüne), Volker Omert (FWG), Christian Schuchardt (CDU), Sebastian Roth (Linke), Kerstin Westphal (SPD). Foto: Grafik: MP

Die OB-Kandidaten (v. l. o. nach r. u.): Dagmar Dewald (ÖDP), Martin Heilig (Grüne), Volker Omert (FWG), Christian Schuchardt (CDU), Sebastian Roth (Linke), Kerstin Westphal (SPD). Foto: Grafik: Main-Post

Unterschiedliche Meinungen

OB Schuchardts Ansicht, alle Verkehrsteilnehmer gleich zu behandeln, traf sowohl beim Moderator, als auch beim Podium auf wenig Verständnis. Lediglich Omert sprach sich ebenfalls für den Ansatz aus. Die anderen Kandidaten wollen ein Gesamtkonzept vorantreiben, welches den ÖPNV und die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger verbessert.

Was wurde noch diskutiert?

Darunter kann jedoch der Individualverkehr leiden. Die aktuellen Tarifsenkungen in einigen Landkreisgemeinden bezeichnete Dewald als „eher etwas peinlich“, Heilig will deutlich günstigere Tarife Realität werden lassen und Roth fordert einen kostenlosen ÖPNV für jedermann.

Der Luftreinhalteplan

Schuchardts Aussage, er habe „den Luftreinhalteplan schon angestoßen, da war Fridays for Future noch nicht auf der Straße“, führte bei Heilig zu Kopfschütteln. Denn dieser Plan ist verpflichtend, wenn die Luft in einer Stadt verschmutzt ist. Die SPD-Kandidatin Westphal machte im Zuge dessen den Vorschlag, Park-and-Ride Parkplätze am Zeller Bahnhof einzurichten. Ihr ist aber dennoch wichtig, dass Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr Vorrang haben.

Die geplante Linie 6

Zwischen Heilig und Schuchardt entstanden Reibungen aufgrund der seit 2007 geplanten Linie 6. Der CDU-Kandidat machte klar: „Wir werden in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro in die Straßenbahn investieren.“ Heilig kritisierte, dass die Planung der Straßenbahnlinie viel zu lange dauert und nicht richtig vorangetrieben wird. Der amtierende OB erwiderte daraufhin, dass solche Planungsprozesse, insbesondere wenn diese mitten durch die Stadt gehen, Zeit bräuchten.

Straßenbahn in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Straßenbahn in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Mehr zur Wahlarena

Auf die Frage „Soll das Parken in der Innenstadt teurer werden, damit mehr Menschen den ÖPNV benutzen?“ antworteten Roth, Dewald, Westphal und Heilig mit einem Ja, Omert mit einem ziemlich entschlossenen Nein und Schuchardt zückte nach längerer Überlegungszeit ebenfalls die rote Karte gegen teureres Parken. Auch zu den Themen bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz hatten sich die Oberbürgermeister-Kandidaten einiges zu sagen. Das und mehr lässt sich im Artikel der Main-Post „Wahlarena Würzburg: Lockere bis angriffslustige OB-Kandidaten“ nachlesen.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT