Wahlplakatierung in Würzburg. Foto: Laura Göpfert
Wahlplakatierung in Würzburg. Foto: Laura Göpfert

Gibt es zu viele Wahlplakate in Würzburg?

In naher Zukunft ist es wieder so weit: am 15. März stehen die Kommunalwahlen in Würzburg an. Die Parteien rühren daher bereits im Februar ordentlich die Werbetrommel – und das im digitalen Zeitalter nicht nur im Web und auf den Social Media Kanälen, sondern nach wie vor traditionell mit Plakaten, die nun überall in der Stadt zu finden sind. Zu viele? Die ÖDP sprach sich bereits nach der letzten Wahl für eine Begrenzung der Plakatflut aus, wie sie in einer Presseinformation mitteilen. Auch die SPD fordert, Berichten der Main-Post nach, eine Regulierung von Wahlplakaten in der Stadt.

Kommunalwahl 2020

Über 300 Plakate

Bereits seit dem 18. Januar dürfen die Plakate in Würzburg aufgehängt werden, so die Main-Post. Allein von der SPD hängen über 300 Plakate im Stadtgebiet, heißt es weiter. Dennoch fordert die Partei eine Beschränkung auf 100 Plakate – ein Vorschlag, der bereits vor sechs Jahren direkt nach der Wahl von der ÖDP gemacht wurde. Damals hatten Raimund Binder und Heinz Braun einen Antrag zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe „Regulierung Plakatierungsflut“ gestellt. Schon 2014 konnte man vor allem in der Innenstadt eine besonders hohe Dichte an Wahlplakaten vorfinden, was das optische Bild der Stadt „verschandelte“, so das damalige Empfinden der Bürger, heißt es.

Antrag damals abgelehnt

Durch die Arbeitsgruppe sollten hierfür Analysen stattfinden und Regeln entwickelt werden, um die „Politikverdrossenheit“ zu bekämpfen. So sei damit auch die niedrige Wahlbeteiligung damals erklärt worden. Dieser Antrag setzte sich aber nicht durch – zum Ärger der ÖDP: Eine „Heuchelei“, wie die Partei findet, „wer jetzt nach Maßnahmen ruft und sie dann gleich nach der Wahl wieder vergisst“, heißt es in der Presseinformation weiter. Auch kam damals zu diesem Thema ein Vorschlag vom derzeit amtierenden Oberbürgermeister Christian Schuchardt, allerdings habe sich auch dieser nicht durchgesetzt, so die Main-Post.

Wahlplakate in der Domstraße. Foto: Laura Göpfert

Wahlplakate an der Juliuspromenade. Foto: Laura Göpfert

Wahlplakate am Oberen Markt. Foto: Laura Göpfert

Plakate als Schmierpapier

Doch wofür überhaupt so viele Plakate? Wie die Main-Post berichtet, habe die SPD Sorge gehabt, durch die zahlreichen Plakatierungen der anderen Parteien unterzugehen. Auch die Grünen schlagen mit 250 Postern zu Buche, diese würden im Anschluss noch als Schmierpapier verwendet werden. Über eine Regulierung gäbe es aber noch keine Diskussion, heißt es – allerdings begrüßen sie den Vorschlag der SPD.

In Würzburg dürfen die Plakate acht Wochen vor der Wahl aufgehängt werden – rund zwei Monate füllen sie besonders die Innenstadt. Sollten sich alle Parteien an den 250-300 Aushängen orientieren, würde es bedeuten, dass mehrere tausend Stück in der ganzen Stadt verteilt sein müssten.

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