Symbolfoto: Pascal Höfig
Festnahme. Symbolfoto: Pascal Höfig

Falsche Polizeibeamte: Rentnerin durchschaut Betrugsmasche

Am vergangenen Montag haben falsche Polizeibeamte versucht, eine Würzburgerin um ihr Erspartes zu bringen. Die Rentnerin durchschaute die Betrugsmasche jedoch und wählte den Notruf. Kripobeamte aus Würzburg nahmen wenig später zwei Geldabholer vorläufig fest. Ein Tatverdächtiger befindet sich inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

17.000 Euro zur Übergabe

Gegen 09.30 Uhr läutete das Telefon der 65-jährigen Würzburgerin. Der Anrufer gab sich als Beamter der Kriminalpolizei Würzburg aus. Er behauptete, dass bei der Hausbank der Rentnerin ein korrupter Bankmitarbeiter tätig ist und ihr Geld daher nicht sicher sei. Sie sollte ihr Erspartes daher von ihrem Konto abheben und der „Polizei“ übergeben. In weiteren Telefonaten, insbesondere auch mit einem angeblichen Einsatzleiter und einem vermeintlichen Staatsanwalt, wurde die Übergabe von insgesamt 17.000 Euro an der Wohnadresse der 65-Jährigen vereinbart.

Geldabholer festgenommen

Die Betrüger ahnten nicht, dass die Rentnerin die Masche längst durchschaut und die Polizei verständigt hatte. So konnten die notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet werden, um die Festnahme der Geldabholer zu ermöglichen. Der Zugriff durch die Kripo Würzburg erfolgte um 12.15 Uhr. Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um 20 und 21 Jahre alte Männer, die in Passau bzw. Würzburg wohnhaft sind.

U-Haft angeordnet

Am Dienstag wurden die beiden Festgenommenen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete gegen den älteren Tatverdächtigen die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs an. Der Jüngere kam mangels dringenden Tatverdachts wieder auf freien Fuß.

Die noch andauernden Ermittlungen in dem Fall, auch im Hinblick auf die Hintermänner der Tat, werden von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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