Symbolbild Heuchelhof. Foto: Sarah Willer
Symbolbild Heuchelhof. Foto: Sarah Willer

5 Sätze, die ein Heuchelhof Bewohner nicht mehr hören kann

Nachdem sich Sarah schon mit den verschiedenen Stadtteilen Grombühl, dem Steinbachtal, der Zellerau und der Sanderau beschäftigt hat, geht es in diesem Artikel nun um den Heuchelhof. In ihrer Zeit in Würzburg hat sie schon von zahlreichen Klischees über den Stadtteil gehört, vielleicht sogar die Meisten, die es über einen Stadtteil in Würzburg geben kann. Achtung: Der Text sollte natürlich wie immer mit Humor genommen werden – wir freuen uns auf weitere Sätze, die den Heuchelhof-Bewohnern ab und an mal unter kommen.

1. Ich hab dir was mitgebracht, ein Pfefferspray!

Das ist wohl das beste Geschenk, was du einem Heuchelhof Bewohner mitbringen kannst. Denn gerade, wenn man am Heuchelhof mal wieder von einem spontanen Raubüberfall überrascht wird, ist ein Pfefferspray doch die beste Sache, die man in der Handtasche haben sollte. Na ja, ein Pfefferspray ist wohl ein wenig übertrieben, wir befinden uns ja schließlich in Würzburg und nicht in den Bronx von New York.

2. Russisch müsstest du ja bald auch ziemlich gut können, oder? 

Klar, sobald man am Heuchelhof wohnt, hört man ja auch nur noch Russisch um sich herum, da lernt man die Sprache spielend leicht. Zum Essen wird jetzt übrigens auch nur noch Wodka getrunken, man muss sich ja an seine Umgebung anpassen. Nein, absolut nicht, der Anteil der Bewohner aus den GUS-Staaten mag bestimmt etwas höher sein, aber noch lange nicht so hoch, dass Russisch die Sprache auf den Straßen ist.

Am Heuchelhof in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Heuchelhof Symbolbild Foto: Pascal Höfig

3. Die Miete bekommst du wahrscheinlich auch hinterher geschmissen, oder? 

Irgend einen Vorteil muss es ja haben, in dieser wahnsinnig gefährlichen Gegend freiwillig zu leben. Miete musst du nämlich hier fast keine zahlen, aber nur, wenn du in deinem Keller auch genügend Cannabis anbaust, um die Drogendealer am Heuchelhof zu versorgen. Herrje, nein so ist es aber mal absolut nicht. Der Heuchelhof mag durch seine etwas abgelegenere Lage vielleicht etwas günstiger als die Innenstadt sein. Die Mietpreise steigen wohl aber in ganz Würzburg. Schließlich ist unser Würzburg aber auch – ganz egal in welchem Viertel – eine wunderbar lebenswerte Stadt.

4. Gibt es hier dann eigentlich auch die Mafia? 

Eine Mafia gibts am Heuchelhof natürlich auch. Täglich wird man von den Schusswechseln der Bandenkriege geweckt oder bekommt den Drogenhandel live und auf offener Straße mit. Wenn du eines am Heuchelhof lernst, ist es definitiv das schnelle Sprinten. Aber bitte nicht weitersagen, sonst bekommt die Polizei davon noch Wind. Auch dieser Satz geht wohl ein wenig zu weit. Die Mafia mag bestimmt noch in ein paar Vierteln Siziliens vertreten sein, aber wohl kaum im beschaulichen Würzburg.

5. Also ich mag meinen Blick auf die Festung ja schon lieber als den auf die Autobahn.

Also das ist ja wohl kaum zu glauben. So eine Autobahn entspannt doch bei weitem mehr als die Festung. Tagein, tagaus immer wieder neue Autos, das ist doch ein wahrer Augenschmaus. Gerade am Sonntag ist das doch eine tolle Beschäftigung, einfach mal die Autos und LKWs zählen. Natürlich wäre auch für die Heuchelhof-Bewohner ein anderer Ausblick bestimmt ein wenig schöner, aber dafür kann man ja auch einfach in die Innenstadt fahren und von dort die Festung genießen.

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