Bus am Sanderring. Foto: Pascal Höfig
Bus am Sanderring. Foto: Pascal Höfig

Verbesserungen im ÖPNV in Stadt und Landkreis Würzburg

Im Sauber Mobil-Aktionsprogramm der Stadt Würzburg wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, die Luftqualität in der Stadt Würzburg stetig zu verbessern, so eine Pressemitteilung der WVV. Um den motorisierten Individualverkehr weiter zu verringern und die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel noch mehr zu steigern, wird probeweise für zwei Jahre ab dem 01. Februar 2020 eine neue rabattierte Familientageskarte für die Großwabe Würzburg eingeführt. Des Weiteren gibt es laut einer Pressemitteilung der APG weitere Verbesserungen für den Landkreis, wie die neue Linie 437 zum Uniklinikum Würzburg.

Rabattierte Familienkarte

Für alle Familien, die ihr Auto stehen lassen wollen und den ganzen Tag in Würzburg nutzen möchten, wird ab dem 1. Februar 2020 eine neue rabattierte Familientageskarte eingeführt, so eine Pressemeldung der WVV. Die „Tageskarte Familie“ ist für 2 Erwachsene und die eigenen Kinder (unter 15 Jahren) oder für zwei beliebige Personen und maximal 4 weitere Personen unter 15 Jahren in der Großwabe Würzburg gültig. Umsteigen, Fahrtunterbrechungen, sowie Rück- und Rundfahrten sind laut Presseinformation immer erlaubt. Außerdem gibt es bei dieser Karte einen besonderen Bonus: Mit dem enthaltenen Wochenendpaket ist die Tageskarte Familie von Samstag bis einschließlich dem darauffolgenden Sonntag gültig, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

An Ostern, Pfingsten und Weihnachten gilt die Tageskarte zusätzlich an den darauffolgenden Feiertagen. Die Tageskarte Familie für die Großwabe ist besonders günstig in Höhe von 7,90 € an allen WVV-Fahrscheinautomaten und bei allen Busfahrern der WVV, sowie im WVV-Kundenzentrum erhältlich.

Nachhaltige Verkehrsentwicklung

„Für die Stadt Würzburg ist dies ein weiterer Baustein des Aktionsprogramms „Sauber Mobil“ und ein Beitrag zur Reinhaltung der Luft“, stellt Oberbürgermeister Christian Schuchardt laut Presseinformation fest. „Wir schaffen mit der Familientageskarte weitere Anreize für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und somit für eine nachhaltige ökologische Verkehrsentwicklung in Würzburg.“ „Uns ist wichtig, dass mit der neuen Tageskarte gerade Familien die Möglichkeit bekommen, zu einem günstigen Preis in Würzburg umweltschonend mobil zu sein“, ergänzt WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer die Zielsetzung der WVV.

Seniorenabo: Abo 65plus 

Seit März 2019 bietet außerdem die Stadt Würzburg ein Seniorenabo für die öffentlichen Verkehrsmittel an, so die Pressemitteilung der WVV weiter. Das sogenannte „Abo 65plus“ können alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Würzburg über 65 Jahren abschließen. Im Vergleich zum VVM-Spar-Abo sparen die Fahrgäste 15 Prozent des Preises. Dieser Bonus wird von der Stadt Würzburg übernommen. Die Nachfrage ist hoch, im Jahr 2019 wurden 1.859 der neuen Abos abgeschlossen. Einige nutzen zusätzlich noch das Kombiangebot mit Carsharing.

Das Abo 65plus ist eine persönliche, nicht übertragbare Jahreskarte für Bus und Straßenbahn in der Großwabe (d.h. im Stadtgebiet Würzburg, Höchberg und Gerbrunn), für jeden, der mindestens 65 Jahre alt ist. Sie ist wochentags ab 9 Uhr gültig, am Wochenende und an Feiertagen sowie in den bayerischen Schulferien sogar ganztags. Zusätzlich zum günstigen Spar-Abopreis des VVM in Höhe von 30,60 Euro erhält jeder Abo 65plus-Kunde von der Stadt Würzburg 15 Prozent Rabatt auf seine Jahreskarte. Sie kostet damit nur noch 26,00 Euro monatlich.

Zusätzliche Fahrten

Direktere Wege, zusätzliche Angebote am Wochenende und mehr ÖPNV bis in die Nacht – mit diesen Schlagworten lässt sich der neue Fahrplan im nordöstlichen Landkreis Würzburg zusammenfassen, der ab 1. Februar 2020 gilt, so die APG in einer Pressemitteilung. „Bereits im Jahr 2017 saßen wir in einem APG-Bürger-Workshop mit interessierten Fahrgästen zusammen und haben mögliche Änderungen des Fahrplans diskutiert“, erklärt Prof. Dr. Alexander Schraml, der als Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg (KU) auch für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig ist. „Viele der damaligen Anregungen haben wir nun in den neuen Fahrplan eingearbeitet.“, so die Pressemitteilung der WVV.

Dichtere Feinerschließung

So wird zukünftig am Nachmittag einmal pro Stunde die Linie 430 nach Estenfeld und Kürnach getrennt. So entsteht einerseits in Estenfeld eine dichtere Feinerschließung, anderseits kommen die Kürnacher Fahrgäste ohne große Umwege schnell und direkt nach Hause, heißt es in der Presseinformation weiter. Außerdem gibt es Samstagnachmittag zukünftig einen 30-Minuten-Takt zwischen Würzburg, Estenfeld und Kürnach. Nachts startet der letzte Bus in der Nacht auf Samstag und in der Nacht auf Sonntag um 1.30 Uhr am Busbahnhof und nimmt dabei auch alle Fahrgäste am Mainfranken Theater mit. Auch in Unterpleichfeld gibt es Änderungen, darunter Schnellbusse von und nach Würzburg (ohne Halt in Estenfeld/Kürnach) und zusätzliche Abendverbindungen unter der Woche. An Sonn- und Feiertagen wird ab Februar ein Ringverkehr an den Bahnhof Bergtheim eingerichtet.

Neue Direktverbindung zur Uniklinik

Darüber hinaus startet im Februar auch die neue Direktanbindung von Kürnach, Estenfeld und Rimpar zum Universitätsklinikum (Parkplatz ZIM/ZOM), die aufgrund der Streckenführung für Beschäftigte, Patienten und Besucher eine deutliche Zeitersparnis bringt, wie es in einer Pressemitteilung der APG heißt. „Häufig tragen Bürgerinnen und Bürger den Wunsch an uns heran, Direktverbindungen zu besonders wichtigen Punkten einzurichten“, berichtet Landrat Eberhard Nuß. „Mit der neuen Linie 437 starten wir nun ein zweijähriges Pilotprojekt, um zu sehen, wie Direktverbindungen durch die Bevölkerung dann tatsächlich angenommen werden.“

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