Drei Mitglieder der KHG Theater-Gruppe beim Proben. Foto: Pauline Langguth
Drei Mitglieder der KHG Theater-Gruppe beim Proben. Foto: Pauline Langguth

Die KHG-Truppe: Mit Freude, Leidenschaft & Herzblut am Theater

Schon Shakespeare wusste,„Die ganze Welt ist eine Bühne.“. So oder so ähnlich sehen es wohl auch die Mitglieder der KHG Theatergruppe, bestehend aus Studenten und Nichtstudenten, die einfach Freude am Theater haben. Jedes Semester werden zwei Stücke aufgeführt, die sie selbstständig entwickeln und mit viel Leidenschaft und Herzblut dem Publikum präsentieren.

So wird in diesem Semester der Klassiker Antigone aufgeführt, aber in einer ganz besonderen, moderneren Fassung. Wir durften uns mit Pauline, eine der Mitglieder, ein wenig über die Theatergruppe der KHG und über die Möglichkeit, selbst einmal auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ zu stehen, unterhalten. Am Ende des Interviews gibt es dann alle relevanten Infos zur neuesten Produktion.

Bei der KHG Theater-Gruppe ist jeder willkommen, ganz egal ob Student oder Nicht-Student. Foto: Pauline Langguth

Bei der KHG Theater-Gruppe ist jeder willkommen, ganz egal ob Student oder Nicht-Student. Foto: Pauline Langguth

Würzburg erleben (WE): Wie lange gibt es die Theatergruppe der KHG schon?

Pauline von der Theater-AK: Den Theater-AK der KHG gibt es schon seit über 20 Jahren und er wird hoffentlich mindestens genauso lange noch bestehen bleiben.

WE: Wer kann bei euch alles mitmachen? Muss ich bestimmte Vorkenntnisse haben?

P: Bei uns kann jeder mitmachen, der am Theater Interesse hat. Es werden eigentlich immer helfende Hände sowohl vor, als auch hinter den Kulissen benötigt. Das heißt, selbst wenn jemand kein Interesse daran hat selbst auf der Bühne zu stehen, kann man sich zum Beispiel auch als Fotograf, Plakatdesigner oder im Bühnenbau verwirklichen. Die einzige Voraussetzung ist, dass man ein bisschen Zeit mitbringt. Gerade in den Endphasen einer Produktion kann es sein, dass man viel Zeit in die Proben investieren muss.

Aktuelle Termine, wie Castings oder Info-Treffen veröffentlichen wir immer auf unserer Website oder auf Facebook und seit neusten auch auf Instagram. Da findet ihr auch die Termine für unsere Aufführungen.

WE: Was ist das Beste daran, Mitglied in der Theatergruppe der KHG zu sein?

P: Die Theatergruppe bietet einen urteilsfreien Raum, in dem man sich kreativ ausleben kann. Gerade in Phasen mit viel Stress tut es einfach gut, kurz in die Haut einer Rolle zu schlüpfen und sich gemeinsam mit Freunden künstlerisch auszudrücken. Bei jedem Projekt treffen Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen zusammen und man kann unglaublich viel voneinander lernen.

Die KHG Theatergruppe besteht schon seit über 20 Jahren. Foto: Pauline Langguth

Die KHG Theatergruppe besteht schon seit über 20 Jahren. Foto: Pauline Langguth

WE: Welche Stücke spielt ihr so?

P: Bei uns gibt es keine Grenzen bei der Stückauswahl. Wir haben von absoluten Klassikern über moderne Theaterstücke bis hin zu selbstgeschriebenen Stücken schon alles dabei gehabt. Wer eine Idee hat, kann sich jederzeit bei uns melden und als Regisseur mitwirken. Zur Aufgabe der Regie gehört jedoch nicht nur das Stück auszusuchen sondern auch ein Inszenierungskonzept mitzubringen und die Verwirklichung des Projektes zu organisieren. Nach der Stückauswahl findet dann ein Casting statt, bei dem jeder der Interesse hat sich schauspielerisch einzubringen, vorbeischauen kann.

WE: Möchtet ihr noch einen kleinen Einblick in eure aktuelle Produktion geben? Worum geht es in Antigone? Was ist das Besondere an eurer Produktion?

P: Unsere aktuelle Produktion ist eine Neubearbeitung von „Antigone“, die wir nach Vorbild der antiken Tragödie von Sophokles modern inszeniert haben. Das Stück handelt von einer gebrochenen Frau, die mit aller Kraft dafür kämpft Ihren Bruder begraben zu dürfen, obwohl der amtierende König Kreon diesen als Staatsfeind ausgerufen hat und jede Zuwiderhandlung mit dem Tod bestraft werden soll. Mit Antigone und Kreon stehen sich zwei starke Charaktere gegenüber, die kompromisslos zwei unvereinbaren Idealen nacheifern und auf unterschiedliche Weise daran scheitern.

Bei unserer Inszenierung legen wir Wert darauf, dass politisch-relevante Themen wie Feminismus, ziviler Ungehorsam und das Spannungsfeld zwischen abstrakter Moral und geltendem Recht bearbeitet werden – dabei haben wir uns zum Beispiel an Persönlichkeiten wie Greta Thunberg oder Carola Rackete orientiert.

  • Wann? Aufführungstermine: 24.1., 25.1., 26.1., 30.1., 31.1., 1.2. 2020.
  • Beginn: 20:00 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr.
  • Wo? KHG Würzburg, Hofstallstr. 4
  • Eintritt frei.
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