Das Café Journal in der Juliuspromenade. Foto: Ina-Sophie Reigl
Das Café Journal in der Juliuspromenade. Foto: Ina-Sophie Reigl

Das „Café Journal“ schließt nach über 30 Jahren

Für Stammkunden des „Café Journal“ gibt es schlechte Nachrichten: Das Lokal in der Juliuspromenade schließt Mitte Februar. 31 Jahre lang leitete Hermann Ströbel das Lokal in der Innenstadt, welches bei vielen schon als Würzburger Original gilt. Ein neuer Vermieter und Mieter stehen aber schon fest: ein bekannter Würzburger Gastronom werde die Räumlichkeiten übernehmen, so ist es in einem Facebook-Posting des Inhabers zu lesen. Bisher konnte man im „Nachrichtentreff“ von Frühstück über Snacks und kleineren Gerichten wie Pasta und Pizza bis hin zu verschiedenen Kaffeespezialitäten ganztägig Essen und Trinken. Wie es zukünftig aussehen wird, sei noch nicht bekannt.

Das Café Journal in der Juliuspromenade. Foto: Ina-Sophie Reigl

Das Café Journal in der Juliuspromenade. Foto: Ina-Sophie Reigl

Anstrengende Jahre

„Bei vielen hat es sich schon rum gesprochen, jetzt will ich es selbst melden. Es stimmt, nach 31 Jahren wird unser altes Café Journal Mitte Februar den Betrieb einstellen“, äußert sich Inhaber Hermann Ströbel im Facebook-Posting. „Warum nun Schluss? Zunächst mal möchte ich mir selbst weitere 10 bis 15 Jahre nicht mehr zumuten. Die 31 Jahre waren schön, aber auch anstrengend“, so Ströbel weiter. Die Verantwortung für den Betrieb sowie für die Mitarbeiter möchte er nicht mehr übernehmen. Gerne hätte er das Café an einen Mitarbeiter weitergegeben, der Betrieb gehöre seiner Meinung nach wieder in „jüngere Hände“.

Schwierige Personalsituation

Außerdem sei es schwieriger geworden, Personal zu finden: vor allem wegen mangelnder Küchenmitarbeiter musste die Küche sogar teilweise schon geschlossen bleiben. Doch Ströbel blickt nicht nur negativ auf 31 Jahre zurück: „Ich bin dankbar für die Begegnungen mit vielen tollen Menschen, sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Gästen“. Auch Kollegen zeigen sich bewegt über die Schließung des Lokals „Eines steht für mich fest, so einen tollen Nebenjob wie in unserem Café Journal werde ich nie wieder finden! Es ist in über zwei Jahren mein zweites Zuhause geworden“, so Mitarbeiterin Kristin. „Ich genieße die letzten Wochen mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Nachmieter steht fest

Mit einem Leerstand in der Juliuspromenade ist allerdings nicht zu rechnen – es gibt bereits einen Nachmieter: eine Brauerei werde die Räumlichkeiten übernehmen und auch ein Betreiber stehe schon fest. „Ein nicht ganz unbekannter Gastronom aus Würzburg“ wird es werden, nähere Informationen seien allerdings nicht bekannt, „hoffen jedoch, dass es nach Umbau und Erneuerung ähnlich weiter geht“, so Ströbel. Bis dahin hat man noch vier Wochen lang die Chance, das Café zu besuchen, bis es endgültig heißt „Wir sind dann mal weg!“.

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