Die erste eigene Wohnung – da lohnt es sich, vorausschauend zu planen! Foto: Pascal Höfig
Die erste eigene Wohnung – da lohnt es sich, vorausschauend zu planen! Foto: Pascal Höfig

Die erste eigene Wohnung: Vorausschauend planen

Viele junge Leute wagen zum Beginn eines Studiums oder neuen Berufs den Schritt heraus aus dem Elternhaus. Die erste eigene Wohnung zu suchen und einzurichten ist aufregend, kann aber zur Herausforderung werden. Neben dem Mietpreis gilt es, weitere Kosten vorher einzuschätzen und an das eigene Budget anzupassen. Je nach Wohnort und gewünschtem Standard schwanken die Kosten teilweise stark. Mit einer guten Planung und hilfreichen Tipps lässt sich viel Geld sparen. Wer vorhat in die erste eigene Wohnung zu ziehen, sollte sich daher im Vorfeld gut über alle Möglichkeiten informieren.

Was kostet eine 1-Zimmer-Wohnung?

Die erste eigene Wohnung ist meist eine 1-Zimmer-Wohnung. Wie hoch deren Miete ist, hängt davon ab, ob der Wohnraum im neuen Heimatort knapp ist. In kleineren Städten stehen oft Mietobjekte leer, der Preis ist vergleichsweise niedrig und eine Wohnung mit circa 40 Quadratmetern findet sich oft schon ab 200 Euro Kaltmiete monatlich. Anders sieht es in deutschen Großstädten aus. Für die gleiche Größe des Mietobjektes werden hier Kaltmieten ab circa 400 Euro monatlich fällig. Mietpreise ab 600 Euro für eine 1-Zimmer-Wohnung sind in Städten mit Wohnraummangel allerdings keine Seltenheit. Zu der Kaltmiete kommen noch die monatlichen Nebenkosten dazu. Für kleine Wohnungen mit circa 40 Quadratmetern müssen Mieter etwa 100 Euro monatlich dafür einplanen.

Geld in Hand. Symbolfoto: Pascal Höfig

Wie hoch ist die Miete? Symbolfoto: Pascal Höfig

Günstige Alternative: Wohngemeinschaften

Eine günstigere Alternative sind Wohngemeinschaften. Hier teilen sich mehrere Mieter eine Wohnung, wobei jedem Mitbewohner meist ein eigenes Zimmer zur Verfügung steht. Da sich alle Mieter Räume wie Küche und Bad teilen, sinken auch die Mietpreise pro Kopf im Vergleich zu einer 1-Zimmer-Wohnung. Kosten wie Internet und Strom können geteilt werden und fallen den Mietern somit weniger zur Last. Für ein WG-Zimmer zahlen Interessenten in deutschen Städten zwischen 200 und 400 Euro inklusive Nebenkosten. Auch hier gilt jedoch, dass in Ballungsregionen die Preise stark nach oben abweichen können.

Alleine wohnen oder in der WG?

Wer sich für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft entscheidet, spart dadurch Kosten im Vergleich zur Alleinmiete. Das entlastet die eigenen Finanzen und bringt auch soziale Vorteile mit sich. Besonders in einer neuen Stadt kann es hilfreich sein, schon einige Leute zu kennen.

Viele Neulinge fürchten sich vor Einsamkeit und Isolation, in einer WG ist niemand allein und es besteht die Möglichkeit, schnell Anschluss zu finden. Neben monatlichen Mietpreisen lassen sich außerdem täglich anfallende Kosten teilen. So ist das gemeinsame Kochen eine sehr gute Möglichkeit dauerhaft zu sparen und sich auszutauschen.

Nachteile und Risiken einer WG

Das Wohnen in einer WG birgt allerdings auch Nachteile und Risiken. Nicht immer sind die Mitbewohner angenehm und umgänglich. Handelt es sich nur um eine kostenbedingte Zweckgemeinschaft, entfällt der soziale Vorteil und unter Umständen bekommen sich die Bewohner nur selten zu Gesicht. Ungeliebte Angewohnheiten wie eine schlechte Hygiene oder die Verweigerung des Putzdienstes können für Konflikte sorgen. Ein gewisses Vertrauen sollte vorliegen, um sich eine Wohnung zu teilen. Richtet einer der Bewohner großen Schaden am Mietobjekt an, haften meist alle Mieter. Wer nach Feierabend gerne seine Ruhe hat und sich nur schwer auf die Macken von Mitbewohnern einlassen kann, der sollte eine eigene Wohnung vorziehen.

Wohnungssuche: eigene Wohnung, WG oder doch lieber Studentenwohnheim? Foto: Pascal Höfig

Wohnungssuche: eigene Wohnung, WG oder doch lieber Studentenwohnheim? Foto: Pascal Höfig

Gebrauchte Möbel: Sparen bei der Einrichtung

Sobald die Entscheidung für eine Wohnung gefallen ist, geht es an deren Einrichtung. Die kann sehr preisintensiv sein, falls alle Objekte neu erworben werden. Sparen lässt sich mit Angeboten aus zweiter Hand. Dafür stehen Interessierten eine Vielzahl von Austauschmöglichkeiten zum Verkauf und Kauf gebrauchter Möbel, Elektrowaren und Dekorationsartikel zur Verfügung. Fündig werden neue Mieter zum Beispiel bei:

  • Ebay Kleinanzeigen
  • Shpock Flohmarktapp
  • Facebook Marketplace
  • Inserate in der Zeitung
  • Aushänge in Universitäten, Supermärkten und Co.

Besonders bei größeren Anschaffungen wie Küchenmöbeln, Waschmaschine oder einer Couch lässt sich so für optisch hochwertige Artikel viel Geld sparen. Wer die Einrichtung der neuen Wohnung scheut, kann sich alternativ nach voll möblierten Mietobjekten umschauen. Eine persönliche Note bekommt die erste eigene Wohnung mit individuellen Gestaltungsideen. Eine leere Wand lässt sich schnell mit einer Korkfläche ausstatten. An diese können Fotos, Collagen, Poster oder kleine Erinnerungsstücke geheftet werden. Darüber hinaus bieten Baumärkte und Onlinehändler Fototapeten an. Damit lässt sich wahlweise eine ganze Wand oder ein kleiner Wandabschnitt ausschmücken. Wer künstlerisch begabt ist, schwingt am besten selbst den Pinsel oder beauftragt Freunde und Verwandte. Neben Banden und Mustern können Zeichnungen den Räumen einen individuellen Stil verpassen. Dafür lassen sich auch anfallende Farbreste verwerten.

Fazit

Die Miete und Einrichtung einer Wohnung ist nicht ohne finanziellen Aufwand zu stemmen. Jedoch können Mieter auf vielen Wegen sparen. Wer auf Neuwaren für die Ausstattung verzichten kann, findet Angebote aus zweiter Hand oder umsonst, wenn ehemalige Besitzer Ungebrauchtes verschenken. Mit Kreativität lässt sich der neue Wohnraum ohne viel Geld gemütlich einrichten. Ob man lieber alleine oder mit anderen zusammen wohnt, sollte nicht nur aufgrund finanzieller Kriterien entschieden werden. Das Wohnen in einer WG ist zwar günstiger, erfordert jedoch die Offenheit gegenüber neuen Mitbewohnern.

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