Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Falscher Polizeibeamter erbeutet mehrere tausend Euro 

Am Dienstag haben Betrüger bei einer Seniorin in Kitzingen mehrere tausend Euro ergaunert. Die Unbekannten gaben sich erst als Enkel und dann als Polizeibeamte aus, die angeblich Betrügern auf der Spur wären. Die unterfränkische Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung, auch Freunde und Verwandte über die Betrugsmasche zu informieren.

Mehrere tausend Euro übergeben

Zur Mittagszeit hatte das Telefon bei der älteren Dame in der Keltenstraße geklingelt. Zunächst gab sich eine Frau als Enkelin aus, die aufgrund eines Verkehrsunfalls aktuell in Geldnöten sei. Anschließend erhielt die Geschädigte noch weitere Anrufe, unter anderem von einem Anwalt, der das angebliche Unfallgeschehen bestätigte. Die Seniorin sicherte zu, mehrere tausend Euro zur Abholung bereit zu halten und verständigte richtigerweise aber auch noch ihren Sohn. Dieser schöpfte sofort Verdacht und machte sich auf den Weg zu seiner Mutter. Als er dort ankam, hatte die Rentnerin den Geldbetrag leider bereits an einen Boten, der sich als ermittelnder Polizeibeamter ausgab, übergeben. Der Geldabholer war etwa 175 cm groß, ca. 28 Jahre alt, hat eine schlanke Figur und trug einen dunkelblauen Anorak.

Polizei gibt Tipps

Die unterfränkische Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass nochmals folgende Tipps zu geben:

  • Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren!
  • Keine Geldbeträge an Fremde übergeben! Auch die Polizei holt an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Mit Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen sprechen!

Zeugen, die Angaben zu dem Geldabholer machen können, oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT