Bahnfahren. Foto: Pascal Höfig
Bahnfahren. Foto: Pascal Höfig

12-Jähriger allein mit ICE unterwegs

Die Bundespolizei hat am Montagmittag (03. November 2019) ein Kind aus einem ICE beim Halt am Würzburger Hauptbahnhof in Obhut genommen. Der 12-jährige Junge aus Nordrhein-Westfalen war am Montagmorgen von Zuhause ausgerissen, um seinen in Nürnberg lebenden Freund zu besuchen.

Kein Ticket

In einem ICE von Frankfurt/Main nach Würzburg fiel dem Zugbegleitpersonal ein 12-jähriger Junge auf, der ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten nach Nürnberg fahren wollte. Als Fahrschein konnte er nur ein regionales Schülerticket für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr vorlegen. Nachdem die Bundespolizei den Schüler gegen 12:00 Uhr am Hauptbahnhof in Würzburg in Obhut genommen hat, konnte schnell ermittelt werden, dass der Junge von Zuhause ausgerissen war.

Von Vater abgeholt

Seine Reise hatte er nach eigenen Angaben bereits am Vortag im Internet geplant. So fuhr er zunächst gegen 07:10 Uhr vom Wohnort aus mit einem Bus zum Bahnhof. Von dort aus fuhr er mit der Regionalbahn weiter nach Essen, wo er schließlich in den ICE einstieg.

Dass der 12-jährige Schüler die Schule schwänzte und sich auf den Weg nach Nürnberg machte, war den Eltern nicht bekannt. Der Sprössling konnte dem Vater, der eine rund 330 Kilometer langen Autofahrt hinter sich hatte, gegen 18:00 Uhr übergeben werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizei Würzburg.

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