Grabsteine auf einem Friedhof. Symbolfoto: Pascal Höfig
Grabsteine auf einem Friedhof. Symbolfoto: Pascal Höfig

Was ist der Ursprung von Allerheiligen?

So viele Menschen wie an keinem anderen Tag im Jahr besuchen an Allerheiligen die Gräber ihrer Verstorbenen und beten dort für diese. Der Ursprung dieses christlichen Fests geht zurück bis ins vierte Jahrhundert. Damals wurde – je nach Region – am 13. Mai, am Sonntag nach Pfingsten oder am Freitag nach Ostern der Märtyrer gedacht, also der Christen, die für ihren Glauben gestorben sind. Ludwig der Fromme führte im neunten Jahrhundert in Frankreich den 1. November als Gedenktag ein.

Friedhofsbesuch als Tradition

Inhaltlich verweist Allerheiligen auf das Osterfest: Gefeiert wird das neue, himmlische Leben, in das die Heiligen gelangt sind und das allen Christen verheißen ist. In der religiösen Praxis ist das Gedächtnis der Verstorbenen, das eigentlich erst am Allerseelentag begangen wird, dennoch Teil von Allerheiligen. Traditionell nutzen viele Menschen den Feiertag für einen nachmittäglichen Besuch auf dem Friedhof. Die Gräber werden hierfür geschmückt und Lichter auf ihnen entzündet. An vielen Orten finden Gräbersegnungen statt, und es wird in Gemeinschaft auf dem Friedhof der Rosenkranz für die Verstorbenen gebetet.

Allerseelen am 2. November

Der Allerseelentag am 2. November verschwindet zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Er geht zurück auf Abt Odilo vom französischen Kloster Cluny. Dieser setzte im Jahr 998 das Gedenken aller verstorbenen Gläubigen für alle seinem Kloster unterstellten Klöster auf diesen Tag an. Die Kirche empfiehlt, in der Zeit vom 1. bis zum 8. November besonders für die Verstorbenen zu beten.

Gottesdienste im Kiliansdom

Im Würzburger Kiliansdom feiert Domdekan Prälat Günter Putz am Allerheiligentag, Freitag, 1. November, um 10 Uhr ein Konventamt. Das Ensemble „Vox anima“ singt unter der Leitung von Domkantor Alexander Rüth die Choralmesse VIII „De Angelis“ und das Choralproprium zu Allerheiligen. An Allerseelen, Samstag, 2. November, feiert Weihbischof Ulrich Boom um 9 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Choralschola unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid mit der Choralmesse XVIII „Missa pro defunctis“ und einem Choralrequiem.

Fahrplanänderungen

Wie in den Vorjahren, wird die Martin-Luther-Straße im Bereich des Hauptfriedhofes am Freitag, den 01.11.2019 für den Verkehr gesperrt. Ausgenommen von der Sperrung sind der ÖPNV, Lieferverkehr und Taxen. Im Bereich Waldfriedhof wird ab Freitag, 01.11.2019, 8:00 Uhr, den ganzen Tag ab der Haltestelle „Am Wald“ bis zum Heriedenweg/ Einmündung Straße zum Waldkugelweg eine Einbahnstraße eingerichtet.

Linie 8 Waldfriedhof

Verdichtung des 40-Minuten-Taktverkehrs durch Einsatz eines zusätzlichen Omnibusses von 09.30 Uhr bis 17.45 Uhr auf einen 20-Minuten-Takt.

Linie 28 Hauptfriedhof

Verdichtung des 60-Minuten-Taktverkehrs durch Einsatz eines zusätzlichen Omnibusses von 09.50 Uhr bis 17.20 Uhr auf einen 30-Minuten-Takt zwischen Busbahnhof und Hauptfriedhof. Der Verstärkerbus für die Omnibuslinie 28 verkehrt ab Busbahnhof über „Barbarossaplatz“ – Theaterstraße – „Rennweg“ – Martin-Luther-Straße bis Haltestelle „Hauptfriedhof“ und weiter wie die Linie 28 zum Busbahnhof. Der Fahrplan mit den Zusatzfahrten ist online einsehbar.

Artikel beruht auf Pressemitteilungen des POW und des VVM.

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